Silbermedaillengewinner bei der U20-WM kommt aus NiedersachsenNikita Alexandrov wurde in Burgwedel geboren

Ein Russe aus Niedersachsen: Nikita Alexandrov kam in Burgwedel zur Welt. Mit der Junioren-Sbornaja gewann er Silber.  (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)Ein Russe aus Niedersachsen: Nikita Alexandrov kam in Burgwedel zur Welt. Mit der Junioren-Sbornaja gewann er Silber. (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)
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Dann begann die 30. Spielminute. Russland griff an und Nikita Alexandrov erhielt die Scheibe an der blauen Linie und versuchte einen Schlenzer auf das von Joel Hofer (Portland Winterhawks/WHL) gehütete Tor der Kanadier und der Puck fand genau den Weg ins linke obere Eck. Russland führte mit 1:0 und das Tor hatte ein Spieler geschossen, der tatsächlich nicht in Russland geboren worden war, sondern in Niedersachsen.

Der am 16. September 2000 in Burgwedel bei Hannover auf die Welt gekommene Nikita hatte zwei männliche Verwandte, die ebenfalls dem Eishockey zugewandt waren. Vater Igor, geboren 1973 in Moskau, und sportliche aufgewachsen in Wokressensk, kam 1996 nach Nürnberg, spielte dort in der DEL, wechselte nach Köln und 2000 nach Mellendorf bei Hannover zu den dortigen Scorpions.

Glücklich für Niedersachsen, dass dort Nikita geboren wurde, denn danach wechselte Vater Igor häufiger den Verein als andere Mitmenschen ihre Hemden (14 Vereine in 12 Jahren) und schließlich beendete er 2013 seine Karriere beim Königsborner JEC in Unna.

Sein erster Sohn Artyom, in Nürnberg 1997 geboren, ist aktuell beim Oberligisten Herner EV tätig, nachdem er zuvor in der MHL, der multinationalen russischen Juniorenliga, in Mytischtschi und Krai spielte.

Doch zurück zu Nikita Alexandrov. Im Turnier hatte er zuvor schon ein zweites Tor geschossen und auch sechs Vorlagen gegeben, so dass der Stürmer der Charlottetown Islanders (Quebec Major Junior Hockey League) am Ende mit acht Punkten auf Platz 14 der WM-Scorerliste landete. Vor ihm kamen Topleute wie Dominik Bokk (Platz: 11, Deutschland; 8 Punkte; Rögle BK), Alexis Lafreniere (Platz 4; Kanada; Rimouski Oceanic/Kanada) oder Samuel Fageno (Platz 1; Schweden; 13 Punkte; Frölunda Göteborg) ins Ziel.

Das Finale endete schließlich 4:3 für Kanada, wobei die Kanadier zwölf Minuten vor Schluss noch mit 1:3 zurücklagen.

Auch Deutschland konnte, neben dem Klassenerhalt, zumindest in der Einzelwertung, einen absoluten Erfolg erringen. Ihr Vorzeigespieler Dominik Bokk wurde, gemeinsam mit dem Kanadier Barrett Hayton (Arizona Coyotes/NHL) Zweiter hinter Fagemo in der Torschützenliste. Auch bei der Schusseffizienz glänzte ein Deutscher. Der Münchner John Peterka, der für seine vier Tore nur 15 Schüsse brauchte, kam auf eine Quote von 26,7 Prozent. Erster, mit unfassbaren 57,4 Prozent, wurde der Slowake Robert Dzugan (Dukla Trencin), dem sieben Schüsse für vier Tore reichten.

Der bereits erwähnte Joel Hofer wurde mit einer Fangquote von 93,9 Prozent als bester Torhüter des Turniers geehrt. Hinter ihm kamen der Schwede Hugo Alnefelt (HV 71 Jonköping/92,4) und der Russe Amir Miftakhov (Bars Kazan/KHL/91,8) über die Ziellinie. Der für die Düsseldorfer EG spielende Hendrik Hane wurde mit 90,8 Prozent Sechster.

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