Sean Simpson verlässt die EidgenossenNach der WM in Minsk

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"Sean hat beschlossen, keinen neuen Vertrag mit uns zu unterschreiben", leitete der SIHF-Präsident Marc Furrer die Medienkonferenz ein. "Wir hätten gerne mit ihm unterschrieben und haben, so denke ich, einen sehr guten Vertrag offeriert. Wir hatten vier gute Jahre mit Sean. Wir akzeptieren diese Entscheidung, auch wenn wir sie bedauern."

Die beiden Parteien führten seit August Verhandlungen. Geld sei nicht ausschlaggebend gewesen, betonen beide, eher nicht näher genannte Vorstellungen. So hatte etwa der Verband gewollt, dass der Nationaltrainer auch gleichzeitig die U20-Nationalmannschaft coacht.

"Es war ein sehr schwieriger Entscheid. Ich genoss die Zeit mit der Nationalmannschaft. Es war ein Traumjob, einer der besten Jobs in der Welt", sagte Simpson. "Der Verband hatte unterschiedliche Ansichten darüber, wie mein Job auszusehen hat. Ich hatte eine klare Idee, dass es gleich ausschauen sollte wie in meinem ersten Vertrag. Ich glaubte nicht, dass viel ändern müsste. Ich beharrte auf meine Prinzipien, in welche Richtung die Nationalmannschaft unter mich gehen sollte. Ich hatte meine Vision, sie hatten ihre und es passte nicht."

Simpson wird nach der Weltmeisterschaft in Minsk ins Club-Eishockey zurückkehren. Wohin genau, wollte er nicht sagen. Er wurde unter anderem mit den Adler Mannheim, Slovan Bratislava und Lokomotiv Jaroslawl in Verbindung gebracht. Doch eine Aussage könnte darauf hindeuten, dass er gar bei einem NHL-Team unterschrieben hat.

"Ja, ich habe unterschrieben. Aus Respekt zum Club wird dies nicht vor dem Saisonende des Clubs bekannt gegeben. Das kann noch zwischen sechs Wochen und drei Monaten dauern", sagte Simpson. In drei Monaten endet das Finale um den Stanley Cup. Ob er in die NHL wechselt, wollte er nicht bestätigen. Auch ob er Cheftrainer oder Assistent wird, behält er für sich selbst. Dies könnte darauf hindeuten, dass er ähnlich wie Ralph Krueger damals bei Edmonton als Assistenztrainer den Einstieg in die NHL schaffen könnte oder aber ein Farmteam übernimmt.

"Ich genoss jede Minute meines Jobs und war jeden Tag stolz, Schweizer Nationaltrainer zu sein", sagte Simpson.

Wer seine Nachfolge übernimmt, ist noch unklar. Laut Furrer wird jetzt, nachdem die Verhandlungen gescheitert sind, mit der Suche eines Nachfolgers begonnen.

"Wir überlegen uns die Nachfolge sehr sorgfältig und intensiv. Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Lösung finden", sagte Furrer. "Das Ziel muss sein, dass wir eine neue gute Ära einleiten können mit einem neuen Nationaltrainer."

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