Schweiz: Neue Ausländerregelung angenommen

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Die vom HC Lugano vorgeschlagene Änderung der Ausländerkontingente wurde mit 23:15 Stimmen angenommen, nachdem man sich vor rund zwei Monaten einstimmig für die langjährige Zahl von drei Ausländern entschied. In der kommenden Saison 2004/05 dürfen damit vier Ausländer gleichzeitig für einen NLA-Club spielen, davon aber maximal drei Ausländer außerhalb des EU-Raumes. Ab der Saison 2005/06 sollen voraussichtlich fünf Ausländer (davon maximal drei außerhalb des EU-Raumes) in der NLA spielen. Damit kommt man den bilateralen Verträgen zumindest entgegen, welche die Gleichberechtigung zwischen Schweizern und EU-Bürgern auf dem Arbeitsmarkt fordern, wozu auch Profi-Sportler zählen. Trotzdem bleibt wohl auch dieses neue Gentlemen's Agreement anfechtbar. Von der neuen Regelung profitieren unter anderen Schweden, Finnen, Deutsche, Franzosen, Italiener, Österreicher oder Briten, durch die EU-Osterweiterung auch Tschechen, Slowaken, Letten, Polen oder Slowenen. Auch Nordamerikaner mit Wurzeln in diesen Ländern können im Vergleich zu Schweizer Einbürgerungen relativ schnell zu EU-Bürgern werden, so werden beim HC Ambrì-Piotta beispielsweise EU-Pässe für die Kanadier Hnat Domenichelli (Italien) und Jean-Guy Trudel (Irland) beantragt, weitere könnten folgen. Viele nordamerikanische Spieler haben bereits einen EU-Pass, so etwa Sébastien Bordeleau (Bern, Frankreich) oder Serge Poudrier (Lausanne, Frankreich) in der NLA. Abgelehnt wurde hingegen die Mindestzahl von Nachwuchsspielern, welche ebenfalls von Lugano getrennt vorgeschlagen wurde.

In der Nationalliga B bleibt die Ausländerregel unverändert. Nur zwei Ausländer darf ein B-Ligist (außer in der Ligaqualifikation) gleichzeitig einsetzen, aber wie im November festgelegt, ohne spezielle Einschränkungen unter Vertrag nehmen. Der Antrag des HC Sierre auf eine Aufstockung auf vier Ausländer (darunter mindestens zwei EU-Ausländer, maximal zwei Nicht-EU-Ausländer) wurde mit einer Patt-Situation von 10 gegen 10 Stimmen verworfen! Ein knappes Ergebnis, bedenkt man, dass vor einigen Jahren noch die Reduzierung auf einen Ausländer ein Thema war. (hockeyfans.ch)

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