Schweiz: Lugano verpflichtet Alex Tanguay

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Der HC Lugano holt einen weiteren Spieler vom Kaliber eines NHL-Superstars in die Schweiz und verpflichtete am Donnerstag nach langer Antwortzeit den Kanadier Alex Tanguay von der Colorado Avalanche. Damit konnte der Ersatz für Tanguays verletzt ausfallenden Landsmann Mike Maneluk (Adduktorenoperation) gefunden werden. Tanguay wird am Wochenende in der Schweiz erwartet und kann nächste Woche erstmals für den HC Lugano spielen.

Die Tessiner einigten sich mit Tanguay auf einen Vertrag für diese Saison mit Ausstiegsmöglichkeit bei Lockout-Ende. Der 24-jährige Franko-Kanadier war zuletzt Teamkollege vom neuen Lugano-Goalie David Aebischer bei Colorado und stände dort für 4,25 Millionen Dollar unter Vertrag. Tanguay wurde 1998 von Colorado in der ersten Runde als Nummer 12 gedraftet und bestritt seither 453 NHL-Spiele (124 Tore, 242 Assists) für die Mannschaft aus Denver. Letzte Saison war er mit 25 Toren und 54 Assists aus 69 Spielen in der Regular Season der beste Scorer nach Joe Sakic (der Lugano absagte...) und neuntbester Scorer der Liga. Er hatte mit +30 zudem die beste +/- Bilanz im Team und die fünftbeste aller NHL-Spieler. Zu seinen größten Erfolgen gehören der Gewinn des Stanley-Cup 2001 und das Aufgebot ins letzte NHL All-Star-Team. Der 183 cm große und 85 kg schwere linke Flügelstürmer gilt als sehr beweglich, zweikampfstark und toreffizient. Mit einer Trefferquote von 21,4% war er der vierteffizienteste NHL-Spieler überhaupt.

Tanguay zeigte sich gegenüber dem Tessiner Radio RSI erfreut über seinen neuen Job: "Es war David Aebischer, der mich letzte Woche kontaktiert hat und alles ins Rollen gebracht hat. Ich habe nur Gutes über die Organisation des HC Lugano und den Mannschaftsgeist gehört und ich kann es kaum erwarten für die Mannschaft von Larry Huras zu spielen und ihr zu möglichst vielen Siegen zu verhelfen." Auch über die Liga hat er bereits mit Aebischer gesprochen und so erste Eindrücke erhalten, ohne aber noch viel über die Schweiz zu wissen. "Es ist sicherlich ein Vorteil für mich, wenn ich nach Lugano komme und schon jemanden kenne. In den ersten Wochen wird es für mich vor allem darum gehen, meine Form wieder zu finden, erst danach werden die Zuschauer meine Stärken - die vor allem im Offensiv-Bereich sind - zu sehen bekommen", warnt er vor allzu hohen Erwartungen bei seinen ersten Eiskontakten für die Bianconeri.

(hockeyfans.ch)

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