SC Bern ist Schweizer MeisterNLA: HC Lausanne ist wieder aufgestiegen

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Endlich ist es wieder soweit. Der SC Bern, im letzten Jahr exakt 2,5 Sekunden vor Spielschluss im entscheidenden siebten Spiel am Zürcher SC gescheitert, ist wieder das „Maß aller Dinge“, wenn auch nur im Schweizer Eishockey. 17.131 Fans, der SCB hätte problemlos auch 30.000 Karten verkaufen können, feierten die letzten zwanzig Minuten durch. Sie hatten auch allen Grund dazu, denn ihre Mannschaft beherrschte den Vorrundenmeister aus Fribourg erstmals richtig deutlich und niemand glaubte zu diesem Zeitpunkt noch an daran, dass ein Schlussspurt eventuell die 13. Meisterschaft in Gefahr bringen könnte.

Allerdings hatten die Berner zuvor mit den Fribourgern schwer zu kämpfen, denn diese zeigten in der finalen Runde Nehmerqualitäten, kamen schwer angeschlagen wieder zurück und hätten mit ein bisschen mehr Glück sich wohl in ein siebtes Spiel retten können, dass dann wieder in der Fribourger Leonard-Halle stattgefunden hätte. Zwar gewann die Berner gleich den Auftakt mit 4:1 in Fribourg und gingen nach einem 4:3 zuhause sogar mit 2:0 in der Serie in Führung, aber die Gotterons brachten sich ihrerseits mit zwei Erfolgen (1:0 und 3:1) wieder ins Spiel. Entscheidend war die fünfte Partie in Bern. Bereits nach 153 Sekunden brachte Berger die Gäste aus  Bern in Führung  und ausgerechnet die Leihgabe vom  Zweitligisten EHC Basel, Michael Loichat, wurde zum Matchwinner. In fünf Vorbereitungsspielen vor den Play-Off hatte Loichat für Bern nur ein Assistpünktchen reinholen können, in den Play-Off brachte er es, inkl. Match 5 im Finale, gleich auf vier Tore. Seine beiden Treffer zum 0:2 (17.) und 0:3 (31.) waren bereits eine Vorentscheidung. Zwar schaffte Topscorer Julien Sprunger (37.) noch im zweiten Drittel das 1:3, aber der Anschlusstreffer, besorgt von Benny Plüss (59.), kam zu spät.

Somit hatten die Berner in der sechsten Partie nicht nur Heimrecht, sondern auch die erstklassige Möglichkeit, den ersten Matchpuck zu verwandeln und das taten sie auch mit einer beeindruckenden Leistung.  Den Torreigen eröffnen durfte jener Mann, dem es die meisten gönnten, wohl auch, weil durch seine Leistungen die Berner überhaupt das Finale erreicht hatten: Martin Plüss. Der Schweizer Alt-Internationale traf in seinem 120 Play-off-Spiel und seinem 716. NLA-Spiel überhaupt zur 1:0 Führung.  Der kanadische Nationalverteidiger Travis Roche erhöhte in der 28. Minute auf 2:0 und als Alain Berger einen Tunnelpass von Ryan Gardner wenige Minuten später mit einem Schuss unter das Lattenkreuz von Fribourgs Tormann Benjamin Conz zum 3:0 ausbaute, da tobte nicht nur das Stadion, da schienen auch die Gästespieler nicht mehr überzeugt, dass sie dieses Serie noch herumreißen könnten.  Fribourgs-Trainer Hans Kossmann nahm dann zwei Minuten vor Schluss seinen Keeper vom Eis, und konnte kurzfristig mit dieser Maßnahme Erfolg erzielen, denn Simon Gamache verkürzte auf 1:3. Conz blieb draußen und das rächte sich. Ryan Gardner und Pascal Berger bestraften die Maßnahme mit zwei Empty-Nettern, so dass am Ende ein verdienter, wenn auch zu hoch ausgefallener, 5:1 Erfolg des neuen Schweizer Meisters stand.

Im 200 Kilometer von Bern entfernten Lausanne brachen nach dem Schlusspfiff ebenfalls alle Dämme. 9.244 Fans in der völlig ausverkauften „Patinoire de Malley“ jubelten, als der schwer erkämpfte 3:2 Sieg gegen den NLA-Ligisten SC Langnau Tigers feststand.  Dabei hatten sich die Lausanner es selbst zuzuschreiben, dass das Finale am Ende so starke Nerven brauchte. Im finalen sechsten Spiel führten der HCL nach vierzig Minuten hochverdient 3:0. Kamerzin und Dostoinov (2) hatten für einen beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung gesorgt und weil die Tigers bis zu diesem Zeitpunkt nur vier Torschüsse auf das Tor von Lausannes Ex-NHL-Keeper Christobal Huet (2004/05 bei den Adlern Mannheim) abgegeben hatten, schien das Spiel entschieden.  Der 21jährige Verteidiger Sami El Assaoui, ausgeliehen von La-Chaux-de-Fonds, erzielte dann für die Tigers das 1:3 (51.) und als Kurtis McLean (58.) sogar auf 2:3 verkürzte, schwamm die Lausanner Defensive doch beträchtlich. Rytz (Langnau) hatte dann auch das 3:3 auf dem Schläger, scheiterte aber an Huet und auch die Herausnahme von Keeper Ciaccio, der bis zu diesem Zeitpunkt sein Team mit unglaublichen Paraden im Spiel gehalten hatte, brachte nicht den erhofften Erfolg.

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