SC Bern für die Champions Hockey League qualifiziert

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Nicht unerwartet hat der SC Bern das Champions Hockey League Qualifikationsturnier in Nürnberg schon vor dem letzten Spieltag gewonnen und sich somit als zwölftes und letztes Team für die CHL qualifiziert.

Mit einem dramatischen 5:4-Erfolg gegen den slowakischen Vizemeister HC Kosice zieht der NLA-Club damit neben dem Meister ZSC Lions Zürich als zweites schweizer Team in die Gruppenphase der CHL ein und trifft dort auf HV71 Jönköping aus Schweden und die Espoo Blues aus Finnland.

Vor nur 1,859 Zuschauer in Nürnberg erwischte Kosice den besseren Start und wollte alles daran setzen am Sonntag gegen die Ice Tigers ein Endspiel, um den Turniergewinn zu forcieren. Drei Strafzeiten in den ersten zehn Minuten brachten dann allerdings den SC Bern auf die Siegesstraße. Gastspieler Lee Goren und Christian Dubé nutzten die Überzahlsituationen eiskalt aus und schossen ihr Team mit 2:0 in Front.

Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein offener, hochklassischer Schlagabtausch. Zunächst konnte Kosice mit einem Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden ausgleichen, ehe nur kurz darauf Bärtschi die Eidgenossen erneut in Führung brachte. Wiederum nur 20 Sekunden später konnte Simurda mit seinem zweiten Treffer den Spielstand erneut egalisieren.

Auch auf Abids erneuten Führungstreffer wussten die Slowaken noch eine Antwort. Faith glich in der 45. Minute zum 4:4 aus und die Slowaken waren drauf und dran, die Partie zu ihren Gunsten zu wenden. Sie setzten Bern mehr und mehr unter Druck, wurden aber durch Abids zweiten Treffer geschockt. Eine Strafzeit gegen Babka war fast abgelaufen, als Abid, der bereits gegen die Ice Tigers erfolgreich war, den SC Bern endgültig in die CHL schoss.

Für Bern wurde die Siegesfeier allerdings ein wenig getrübt: Verteidiger David Jobin zog sich eine Schulterverletzung zu. Ob er länger ausfällt, war direkt nach dem Spiel noch unklar.

Damit ist die Sonntags-Partie zwischen Nürnberg und Kosice bedeutungslos. Beide Teams haben die Teilnahme an der CHL verpasst und müssen sich nun auf die Aufgaben in ihren heimischen Ligen konzentrieren.

Stimmen zum Spiel:

John van Boxmeer (Trainer SC Bern): "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Vor allem im ersten Drittel haben wir kaum klare Chancen zugelassen. Im zweiten Drittel war es dann besonders aus emotionaler Sicht hart. Mal lagen wir vorne, dann stand es wieder unentschieden. Es war wichtig, dass wir uns qualifiziert haben. Für die Klubs und die Spieler geht es um viel Geld. Die Spieler haben das sehr ernst genommen. Es war wie in den Play-offs. Ein Fehler hätte das Aus bedeuten können."

Anton Tomko (Trainer HC Kosice): "Wir sind sehr gut vorbereitet hierher gekommen. Es ist schade, dass nach dem ersten Spiel schon ausgeschieden sind. Uns war klar, dass das Powerplay den Unterschied machen würde und da haben wir drei Tore kassiert. Überhaupt war es schwer, nach dem 0:2 noch zurückzukommen. Bern hat immer vorgelegt, wir mussten immer nachziehen. Das Spiel morgen gegen Nürnberg werden wir so ernst wie möglich nehmen. Mein Team bereitet sich jetzt schon auf die Partie vor. Gratulation an den SC Bern."

SC Bern - HC Kosice 5:4 (2:0, 2:3, 1:1)

Tore:

1:0 (06:59) Goren (Gamache, Dubé) 5:4

2:0 (10:49) Dubé (Jackman, Gamache) 5:4

2:1 (26:38) Faith (Miklik, Bartosch) 5:4

2:2 (27:09) Simurda (Sykora, Spelda)

3:2 (28:23) Bärtschi (Abid, Bordeleau)

3:3 (28:43) Simurda (Jencik)

4:3 (35:17) Abid (Gamache)

4:4 (44:26) Faith (Miklik, Bartosch)

5;4 (52:03) Abid (Bordeleau)

Strafen: Bern 2 min. - Kosice 10 min.

Schiedsrichter: Laaksonen (Finnland) und Rönnmark (Schweden)

Zuschauer: 1,859

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