Rumänien steigt überraschend in die WM-Division 1A aufWM-Division 1B: Gastgeber Estland nur Vierter, Niederlande steigen ab

(Foto: dpa)(Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Den Grundstein für den Aufstieg legten die Rumänen bereits beim Auftaktspiel, als sie auf den Gastgeber Estland trafen und sich mit 4:3 nach Penaltyschießen durchsetzen konnten. Beim anschließenden 3:2 gegen die Japaner gab es dann einige Probleme, ehe es gegen Polen um die entscheidenden Punkte ging. Das Spiel, das vor nur 387 Zuschauern stattfand, war dann auch hochspannend. In der neunten Minute brachte Szilard Rokaly (SC Csikszereda/Rumänien) die Rumänen in Führung und diese hielten die Führung bis zur 52. Minute. Da für Cracovia Krakau spielende Damian Kapica glich für Polen aus, aber nur 60 Sekunden später führte Rumänien wieder. Diesmal hatte Anton Butochnov (Dunarea Galati/ Rumänien) getroffen. Jetzt warfen die Polen alles nach vorne und hatten Glück. 100 Sekunden vor Schluss nahmen sie ihren Keeper Odrobny vom Eis und 23 Sekunden vor dem Ende glich Kristian Dziubinski (Podhale Nowy Targ/Polen) aus. Das 2:2 hielt bis zur 64. Minute, dann ging Rumänien zum dritten und letzten Mal in Führung. Mit verantwortlich aus polnischer Sicht für das 2:3 war ausgerechnet ein Spieler, der in Deutschland für den aktuellen DEL2-Meister Ravensburg Towerstars spielt, Pawel Dronia. Dieser musste wegen Haltens vom Eis und das nutzte Pavlo Borysenko (Corona Brasov/ Rumänien) zum rumänischen Siegestreffer. Jetzt waren die Rumänen wie befreit, besiegten anschließend die stärker eingeschätzte Ukraine mit 5:1 und die Niederlande mit 3:1 und hatte sich schließlich auf Grund des Erfolges im direkten Duell mit den Polen durchgesetzt.

Die Polen waren nach dem Turnier schwer enttäuscht, denn sie hatten den Aufstieg fast schon in der Hand um ihn dann noch abzugeben. Nach dem 8:1 gegen die Niederlande nach 0:1-Rückstand wurde auch die Ukraine mit 7:3 weggefegt. Es folgte das unglückliche 2:3 gegen Rumänien, ein 3:2 gegen Gastgeber Estland vor immerhin 2150 Zuschauern und ein 7:4-Torspektakel gegen Japan.

Japan zeigte eigentlich ein gutes Turnier, konnte läuferisch und taktisch durchaus mithalten, hatte beim 2:3 gegen Rumänien viel Pech und lediglich gegen Polen beim 4:7 waren die Asiaten chancenlos. Überraschend gewannen die Japaner das erste Spiel gegen die Ukraine mit 3:2, blieben auch gegen Estland mit 5:2 klarer Sieger um dann ausgerechnet gegen den späteren Absteiger Niederlande mit 2:3 zu unterliegen. Interessant für die Fans der deutschen Oberliga Nord. In diesem Spiel schossen die Tilburger Vogelaar, de Hondt und Stempher die Tore der Niederlande.

Die Esten, die sich sicherlich auf eigenem Eis einiges zugetraut hatten, wurden am Ende mit ganzen sechs Zählern nur vierte. Beim 3:4 gegen Rumänien war Pech im Spiel, gegen die Niederlande gab es immerhin ein klares 4:1 und erst im letzten Spiel gegen die Ukraine war sage und schreibe fast 4000 Zuschauern gab es zur Freude der Einheimischen ein 4:3 nach Verlängerung. Dabei lag Estland schon nach drei Minuten mit 0:2 in Rückstand um sich dann noch in die Partie zurückzukämpfen und zu siegen.

Die große Enttäuschung dieser WM-Gruppe war die Ukraine. Die Ost-Europäer glänzten lediglich beim 8:1 gegen die Niederlande, ansonsten gab es nur Niederlagen. Für unsere Nachbarn aus den Niederlanden gab es nur eine Erkenntnis. Die dritte Klasse ist nur zu halten, wenn die Tilburger mehr als die eingesetzten sechs Spieler stellen. Das Mannschaftsgerüst mit Spielern aus der BeNeLeague ist für diese dritte Klasse qualitativ einfach zu schwach.

Bester Scorer war der Pole Damian Kapica mit zehn Punkten vor seinem Landsmann Filip Komorski (GKS Tychy/Polen) mit sieben Punkten und dem punktgleichen Ukrainer Vitali Lyalka (Donbass Donetsk/Ukraine).

Die Krone als bester Keeper holte sich der Japaner Michikazu Hata (Tohoku Free Blades) mit 89,7 Prozent vor dem Ukrainer Bogdan Dyachenko (Donbass Donetsk/ Ukraine) mit 87,2 Prozent ab.