Rico Fata in Biel: „Freue mich auf die Herausforderung“

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Sind Sie froh, dass ihre Zukunft nun geregelt ist nach den Wirren zwischen Biel und Mannheim?

Ja, jetzt ist alles ok. In der Schweiz zu spielen ist gut für mich. Es ist eine schnelle Liga, mit sehr guten Spielern und ich hoffe, dass ich zu den besseren gehören werde. Ich wollte Mannheim nicht verlassen, da man mich dort wirklich gut behandelte, aber meine persönliche Situation wurde immer schwieriger, da ich nicht mehr regelmässig zum Einsatz kam. Ich war damit einverstanden im vierten Block zu spielen, aber nicht einverstanden war ich damit, dass ich z.B. nur drei Powerplays pro Spiel spielen durfte, es gab auch Spiele in denen ich gar kein Powerplay spielen durfte, und dies machte es für mich natürlich sehr schwierig mein Spiel zu finden, zu meinen Punkten zu kommen. Dies war der Hauptgrund dafür, dass ich mich für einen Wechsel in die Schweiz entschieden habe. Es gab keine Probleme mit dem Coach oder Mitspielern, ich glaube dies ist die beste Entscheidung für den weiteren Verlauf meiner Karriere. Jetzt bin ich hier in Biel, hier kann ich spielen, meinem neuen Team helfen seine Saisonziele zu erreichen, und ich will ein Leader dieser Mannschaft sein.

Wie würden sie sich selber als Spieler charakterisieren?

Ich bin ein kreativer Spieler, der die Scheibe verlangt. Ich glaube, dass ich ein schneller Schlittschuhläufer bin, der die Scheibe schnell ins gegnerische Drittel bringen will und das Spiel organisiert. Auch spreche ich viel mit meinen Mitspielern. Das schnelle Umschalten von der Verteidigung in den Angriff gehört sicherlich zu meinen Stärken, was ich hoffentlich ab heute unter Beweis stellen kann.

Was sind die größten Unterschiede zwischen der DEL und der NLA?

Das Spiel in der DEL ist viel defensiver, passiver, es wird viel weniger Schlittschuh gelaufen, die meisten Teams warten auf der eigenen blauen Linie auf den Gegner. In einigen Spielen ist es fast unmöglich, etwas zu kreieren, was meiner Spielweise sicherlich nicht entgegen kommt. In der Vorsaison habe ich zwei Turniere und insgesamt sieben Spiele mit Mannheim bestritten, unter anderem den Kolin Cup in Zug, wo ich auch zwei Tore geschossen habe, so dass ich glaube, bereit zu sein.

Die ersten Eindrücke der National League A?

Ich habe die Spiele gegen Bern und Fribourg von der Tribüne aus verfolgt. Vor allem Fribourg hat mich überzeugt. Sie haben eine schnelle Mannschaft, aber ich glaube alle Teams in der Schweiz haben diese Qualität und ich habe keine Bedenken, dass ich mit diesem Tempo Mühe haben werde, da es meinen Charakteristiken entspricht, schnell zu spielen und ebenso schnelle Entscheidungen zu treffen. Hier werden die Gegner respektiert, und es wird sicherlich sehr interessant werden.

Haben Sie sich im Vornherein bei anderen Kanadiern erkundig?

Bevor ich nach Mannheim wechselte, hatte ich auch ein Angebot aus Basel, aber damals hatte ich mich für einen Wechsel in die DEL entschieden, wo ja mehr Kanadier spielen, was sicherlich ein Vorteil für meine Integration und auch für meine Familie war. Von den Kanadiern, die in der Schweiz spielen, habe ich mit Jeff Toms, Paul di Pietro und auch Hnat Domenichelli gesprochen, mit dem ich auch zusammen gespielt habe. Alle drei haben mir immer gesagt: ‚Rico du musst in die Schweiz kommen, hier wird „dein“ Eishockey gespielt, schnelle, offene Spiele.’ Doch damals habe ich anders entschieden, doch jetzt bin ich hier und kann es kaum erwarten in Zug zum ersten Mal im Dress des EHC Biel auflaufen zu können.

(Mit freundlicher Genehmigung von unserem schweizer Kooperationspartner www.hockeyfans.ch)

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