Viermal Metall - Deutschland unterliegt unverdient gegen SchwedenOlympia kompakt

Pechvogel des Tages: Dominik Kahun sorgte für zwei der vier Alumiuniumtreffer des DEB-Teams. (picture-alliance / Frank May)Pechvogel des Tages: Dominik Kahun sorgte für zwei der vier Alumiuniumtreffer des DEB-Teams. (picture-alliance / Frank May)
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Schweden - Deutschland 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Viktor Stahlberg brachte die Schweden bereits nach zwei Minuten in Führung, als er nach einer vergebenen Chance von Felix Schütz einen Konter sicher verwandelte gegen Timo Pielmeier, der den Vorzug erhielt vor Dennis Endras. Danach aber zeigte sich das Team Bundestrainer Marco Sturm durchaus ebenbürtig und hatte durch Dominik Kahun, der nur den Pfosten des schwedisches Tores traf, und einen Schlagschuss in Überzahl von Yannic Seidenberg ans Außennetz seinerseits gute Chancen. Die deutsche Mannschaft blieb größtenteils weg von der Strafbank und konnte auch das läuferische Tempo der Schweden gut mitgehen. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts musste Seidenberg zwei Minuten pausieren, doch die Schweden ließen auch ihr sechstes Powerplay im Turnier ungenutzt. Nur kurz darauf war das DEB-Team dann in Überzahl und wieder verpassten sie den Ausgleich nur knapp: Verteidiger Moritz Müller hämmerte die Scheibe von der blauen Linie an die Latte zum zweiten Aluminiumtreffer. David Wolf hatte nur wenige Sekunden später Chance eine weitere gute Chance, scheiterte aber am schwedischen Keeper Enroth. Danach entwickelte sich ein schnelles Spiel mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Gerrit Fauser musste das Spiel während des Mittelabschnitts verlassen und wurde zur Behandlung in die Kabine gebracht, kehrte aber im Schlussabschnitt auf das Eis zurück. Zum Ende des zweiten Drittels hatte die deutsche Mannschaft in doppelter Überzahl die große Möglichkeit zum Ausgleich - und wieder riesiges Pech: Kahun traf die nur die Latte, Mauer und Macek scheiterten nach tollen Kombinationen nur knapp. Und auch im letzten Drittel blieb dem deutschen Team das Schusspech treu: Felix Schütz traf zum vierten Mal ans Gestänge, nachdem er von Dominik Kahun freigespielt worden war und den Schuss geschickt verzögerte. So musste Marco Sturm 94 Sekunden vor dem Ende Timo Pielmeier vom Eis nehmen. Felix Schütz kam noch einmal zu einer Doppelchance, aber auch dabei sprang nichts Zählbares heraus, so dass das DEB-Team trotz einer sehr guten, konzentrierten und engagierten Leistung am Ende mit leeren Händen dastand.

Finnland - Norwegen 5:1 (1:1, 1:0, 3:0)
Das skandinavische Duell begann mit einer kleine Überraschung: Patrick Thoresen brachte die Norweger bereits in der fünften Minuten in Überzahl in Führung. Diese verteidigten sie auch zehn Minuten, bis Eeli Tolvanen für Suomi ebenfalls in Überzahl ausglich. Er war es auch, der die Finnen im Mitteldrittel in Führung brachte. Nach knapp drei Minuten im Schlussabschnitt erhöhte Veli-Matti Savinainen für die finnischen Löwen, weitere fünf Minuten später brachte Sami Lepistö das Ergebnis in standesgemäße Dimensionen. Sakari Manninen setzte vier Minuten vor dem Ende mit dem fünften Treffer den Schlusspunkt.

USA - Slowakei 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)
Ryan Donato, Sohn von NHL-Legende Ted Donato und derzeit auch sein Schützling im Team der Harvard University, war der entscheidende Spieler beim knappen Sieg von Team USA gegen die Slowakei. Er erzielte - jweils im Powerplay - beide Tore für die US-Amerikaner, wobei die Freude über sein Führungstor im ersten Drittel (8.) nur von kurzer Dauer war: Nur 25 Sekunden später fälschte Anrej Kudrna einen Schuss von Kapitän Tomas Surovy unhaltbar zum Ausgleich ab. Bis zum Beginn des Schlussabschnitts hatte dieses Unentschieden auch Bestand, bis erneut Donato und erneut in Überzahl den sehr starken Goalie der Slowaken Jan Laco aus spitzem Winkel überlistete. Die übliche Maßnahme, ihn kur vor Schluss vom Eis zu nehmen, brachte nichts mehr.

OAR - Slowenien 8:2 (2:0, 4:1, 2:1)
Die Olympischen Athleten aus Russland fegten, angeführt von den ehemaligen NHL-Superstars Ilja Kovalchuk und Pavel Datsyuk, tapfere Slowenen vom Eis: Zur Hälfte des Spiels stand es bereits 5:0 für das Team von Oleg Znarok, ehe die Slowenen durch Jan Mursak zu ihrem ersten Treffer kamen. Dann aber legten Kovalchuk mit seinem zweiten Tor und Viktor Kaprizov mit seinen Treffern zwei und drei wieder nach. Erst in der Schlussminute schafften die Slowenen ihren zweiten Treffer durch Ziga Pance.


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