Start misslungen: DEB-Team findet keinen Weg gegen Kanada1:5-Niederlage zum Olympia-Auftakt

Die entscheidende Szene in der fünften Minute: Ein harter Check gegen Marco Nowak. Sekunden später traf Kanada zum 1:0.  (Foto: dpa/picture alliance)Die entscheidende Szene in der fünften Minute: Ein harter Check gegen Marco Nowak. Sekunden später traf Kanada zum 1:0. (Foto: dpa/picture alliance)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der Schlüssel zum Spiel war bereits die Szene zum frühen 1:0 der Kanadier. Nur Sekunden bevor Alex Grant für die Nordamerikaner einnetzte, musste Verteidiger Marco Nowak einen harten Check am Rande eines Fouls einstecken, weil er in Richtung Kopf ging. Letztlich bewerteten die Schiedsrichter die Aktion aber als vertretbar – und so zählte der Treffer in der fünften Minute. Nowak fehlte daraufhin der deutschen Mannschaft, die fortan von den Kanadiern im ersten Drittel völlig überrannt worden ist. Das 2:0 erzielte Münchens Ben Street, nachdem die Kanadier einen Zweikampf an der Bande gewonnen hatten; Street zog dann von Höhe des Bullypunkt ab. 32 Sekunden später erhöhte Daniel Winnik auf 3:0. Im ersten Drittel bekamen die Deutschen kein Bein auf den Boden, erst kurz vor Ende gab es erste Chancen für das DEB-Team.

Im zweiten Drittel wirkten die Deutschen etwas stabiler. So gab es in der 31. Minute Hoffnung, als Leo Pföderl die Scheibe eroberte, sie aufs Tor brachte und Tobias Rieder zum 1:3 traf. Doch nur zwei Minuten später stellte Maxim Noreau den alten Abstand wieder her. Wirkliche Topchancen gab es für die deutsche Mannschaft in dieser Partie nur selten. Marcel Noebels hatte in der 47. Minute noch einmal gute Gelegenheit. Jordan Weal erhöhte schließlich auf 5:1.

Am Samstag (9.40 Uhr, deutsche Zeit) geht es mit dem Spiel gegen China für das deutsche Team weiter.

Stimmen zum Spiel (via DEB): 

Bundestrainer Toni Söderholm: „Kanada war sehr stark und effizient im ersten Drittel, was das Ausnutzen der Torchancen angeht. Wir waren einen Tick zu langsam bei einigen unserer Entscheidungen. Auch qualitativ waren wir nicht auf dem Level, das wir uns vorgestellt haben. Wir sind zwar im Spielverlauf etwas besser reingekommen, aber insgesamt war Kanada die bessere Mannschaft.“

Verteidiger Korbinian Holzer: „Im ersten Drittel haben wir mehr reagiert als agiert. Zudem haben die Kanadier sehr aggressiv gespielt, damit sind wir auf der kleinen Fläche nicht gut zurechtgekommen. Durch den Rückstand war es dann schwer. Wir sind dann im zweiten Drittel besser ins Spiel gekommen, aber die Kanadier waren insgesamt auch kaltschnäuziger. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen.“

Stürmer Tobias Rieder: „Wenn man drei schnelle Gegentore im ersten Drittel bekommt gegen so eine starke Mannschaft, ist es schwer, zurückzukommen. Wir müssen ruhiger von hinten raus spielen und dürfen unsere Gegner nicht so frei stehen lassen vor dem Tor.“

Jetzt die Hockeyweb-App laden!