Starke Leistung bei 2:3 gegen die USANun gegen die Slowakei

Tom Kühnhackl verkürzte auf 2:3. (Foto: dpa/picture alliance)Tom Kühnhackl verkürzte auf 2:3. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die direkte Viertelfinalqualifikation konnte das DEB-Team kaum noch schaffen. Man musste die mit College-Spielern gespickten USA deutlich schlagen oder auf einen Ausrutscher der Kanadier gegen China hoffen. Zumindest Zweiteres konnte man ausschließen. 5:0 wurden die Gastgeber abgefertigt.

Und es gab einen Statement-Start zwei Tage nach dem Zittersieg gegen den krassen Außenseiter China (3:2). Schon in der dritten Minute stand es 1:0 (PP1). Patrick Hager hatte getroffen. Die Euphoriebremse kam aber schnell. Steven Kampfer glich fast postwendend aus (5., PP1). Beide Treffer jeweils in Überzahl. So ging‘s in die Drittelpause. „Wir haben einen Schritt nach vorne getan, nehmen die Zweikämpfe an, sind gut im Spiel. Das passt“, meinte Hager zuversichtlich.

Weiter ging‘s. Dauerdruck der jungen US-Boys. Die gingen folgerichtig mit 2:1 in Führung. Der 19-jährige Matt Knies bekam die Scheibe im Getümmel vor dem deutschen Tor und ließ Danny aus den Birken, der einige Sekunden seinen Schläger suchte, keine Chance (Coaching-Challenge/25.).

Rein in den Schlussabschnitt. Alles raushauen. Gleich der Dämpfer. Das DEB-Team bekam den Puck hinten nicht raus. Das nutzte Nathan Smith und erhöhte völlig frei auf 3:1 (44.). Mund abwischen. Kann die Auswahl von  Bundestrainer Toni Söderholm die Partie noch drehen? Nein, die USA legten noch eine Schippe drauf. Hatten alles im Griff. Blitzschnell durch die neutrale Zone. Mit einem Wahnsinns-Tempo. Die Deutschen schauten nur hinterher. Aber es keimte nochmal Hoffnung auf. Tom Kühnhackl schaffte den Anschluss (58.). Praktisch aus dem Nichts  2:29 Minuten zu spielen. Plötzlich war alles wieder drin. 15 Sekunden vor Schluss hatte Dominik Kahun sogar noch die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Doch es sollte nicht sein. Die USA ließen sich die Butter nicht vom Brot nehmen.

Jetzt entscheidet das Play-off-Spiel am Dienstag gegen Ex-Weltmeister Slowakei über den Einzug ins Viertelfinale.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Toni Söderholm: „Es war für uns emotional ein ordentlicher Schritt nach vorne. Wir haben spielerisch gut agiert über die 60 Minuten und weniger Strafzeiten genommen, was uns Kraft gespart hat. Auch unsere Aggressivität auf dem Eis war streckenweise sehr gut. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft zusammengewachsen ist, was die Art und Weise angeht, wie wir heute aufgetreten sind. Das bringt uns einen guten Schritt weiter im Hinblick auf das Spiel gegen die Slowaken.“ 

Stürmer Patrick Hager: „Wir haben heute volle 60 Minuten Eishockey gespielt auf beiden Seiten des Eises. Das war ein Schritt nach vorne, bitter ist natürlich, dass keinen Sieg rausgesprungen ist oder wir wenigstens einen Punkt mitnehmen konnten. Wir haben uns in jedem Fall gesteigert und gehen mit breiter Brust ins entscheidende Qualifikations-Spiel.“ 

Stürmer Tom Kühnhackl: „Wir haben uns im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen verbessert. Heute war es eine solide Mannschaftsleistung, wir haben über 60 Minuten füreinander gespielt. Natürlich ist es etwas unglücklich, dass wir dafür nichts Zählbares mitnehmen können. Wir gehen jetzt dennoch mit Selbstvertrauen in die nächste Runde.“


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