Silberhelden von Pyeongchang sind Mannschaft des Jahres 2018Eishockey erstmals geehrt

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist die Mannschaft des Jahres 2018. (Foto: DEB)Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist die Mannschaft des Jahres 2018. (Foto: DEB)
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Der grandiose Erfolg der DEB-Auswahl bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar war nicht zu überbieten. Nach der Gruppenphase besiegte die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Marco Sturm zunächst die Schweiz im Achtelfinale mit 2:1 nach Verlängerung und warf danach sowohl Schweden im Viertelfinale durch ein 4:3 in der Overtime als auch Kanada durch ein 4:3 in regulären Spielzeit im Halbfinale aus dem Rennen. Im Finale gegen die Olympischen Athleten aus Russland führten die Deutschen durch einen Treffer in der 57. Minute von Jonas Müller mit 3:2, mussten sich dem großen Favoriten aber noch knapp mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Dennoch flogen der Mannschaft von Marco Sturm auch international die Herzen zu. Trotz der bitteren Niederlage zum Turnierabschluss sorgte der Bundestrainer schnell dafür, dass das Lachen in die Gesichter der Spieler zurückkehrte und sie strahlend die Silbermedaillen in Empfang nahmen. Nach dem Bronzegewinn von 1976, als der Torquotient bei Punktgleichheit entschied, und das DEB-Team so erst überraschend aufs Podest kam, ist die olympische Silbermedaille von 2018 in der modernen Ära des Eishockeysports der größte deutsche Erfolg überhaupt.

In der Frühphase gewann Deutschland 1912 und 1913 die sogenannte LIHG-Meisterschaft, ein Vorläufer des heutigen WM-Turniers. Außerdem wurden die Deutschen 1930 und 1934 Europameister und gewannen 1932 olympische Bronze.

„Für welche Fernsehsendung steht man schon mitten in der Nacht auf?“, fragte Laudator Alois Schloder. „Da fällt mir die Mondlandung 1969 ein, der Fall der Mauer 1989 und die Boxkämpfe von Muhammad Ali. Und natürlich das Finale unserer Mannschaft. 55 Sekunden haben zu Gold gefehlt. Wenn der Russe, der da getroffen hat, jetzt aufs Tor zufährt, schießt er neunmal daneben – da hat er getroffen. Aber diese Mannschaft mit ihrem exzellenten Bundestrainer Marco Sturm hat deutsche Sportgeschichte geschrieben.“


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