Ein Mann für die IOC-SpitzeGerüchte über René Fasel verdichten sich

IIHF-Präsident René Fasel (2. von rechts), hier bei der Übergabe des WM-Pokals an Tschechiens Kapitän Tomas Rolinek bei der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland, ist als Nachfolger von Jacques Rogge im Gespräch. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4preIIHF-Präsident René Fasel (2. von rechts), hier bei der Übergabe des WM-Pokals an Tschechiens Kapitän Tomas Rolinek bei der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland, ist als Nachfolger von Jacques Rogge im Gespräch. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4pre
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Denn längst ist es ein offenes Geheimnis, dass der Schweizer René Fasel, der seit 1994 Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes IIHF ist, ein Kandidat für die Nachfolge sein könnte. Inzwischen machen sich Experten auch in Nordamerika Gedanken darüber, wie es dann weitergehen könnte. So schreibt das kanadische Fachblatt The Hockey News, dass der Kanadier Bob Nicholson ein Nachfolgekandidat für Fasel an der Spitze der International Icehockey Federation sein könnte. Nicholson ist Präsident von Hockey Canada, also des nationalen kanadischen Verbandes, und soll in wenigen Tagen als Vizepräsident der IIHF für Nordamerika gewählt werden.

Wie Ken Campbell in seinem Bericht für The Hockey News schreibt, habe Rogge bei seiner Ankündigung des Rückzugs zum Jahr 2013 im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver gesagt, dass sein Nachfolger ja vielleicht neben ihm stünde. Und neben ihm stand: René Fasel. Tatsächlich gilt der Schweizer wohl als einer von drei ernsthaften Kandidaten für die Präsidentschaft des IOC. Eine Absichtserklärung des Schweizers, der dem IOC-Exekutiv-Komitee angehört, diesen Posten auch wirklich anzustreben, gibt es bislang aber nicht.

Würde es aber tatsächlich dazu kommen, könnte Bob Nicholson als Vizepräsident der prädestinierte Nachfolger Fasels sein. Das wäre nun wahrlich keine schlechte Sache. Unter seiner Führung hat sich Hockey Canada zu einem wohl organisierten Verband entwickelt. Und die U20-Junioren-Weltmeisterschaft, die zuletzt häufig in Kanada ausgetragen worden war, war auch wirtschaftlich stets ein Erfolg. Und das in einem Land, das die Senioren-Weltmeisterschaft meist nur als Randnotiz während der laufenden Stanley-Cup-Play-offs wahrnimmt.

Die Fähigkeiten von Nicholson scheinen sich auch in der National Hockey League herumgesprochen zu haben. So habe er schon häufig Angebote gehabt, eine NHL-Organisation zu leiten. Zuletzt hatte wohl Tampa Bay Lightning sein Interesse bekundet. Genauso oft hat Nicholson Angebote dieser Art aber ausgeschlagen.

Noch ist beides nur reine Spekulation. Würde es aber so kommen, würde die Eishockey-Welt wohl davon profitieren, wenn der Bis-dato-IIHF-Chef zum IOC-Präsidenten aufrücken würde und sein Nachfolger ein weltweit geschätzter Sportfunktionär wäre. In einer Zeit, in der man sich nach positiven Meldungen aus den Eishockey-Verbänden und Ligen sehnt, wäre es allemal ein gutes Zeichen.

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