Österreich: Villach ist Meister

Chabot und Chyzowski zu Boni nach WienChabot und Chyzowski zu Boni nach Wien
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Der VSV ist Meister! Zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte sicherten sich die Blau-Weißen von der Drau den Österreichischen Eishockeytitel. In einem dramatischen 6. Finale schlugen die Adler die Red Bulls aus Salzburg mit 3:2, wobei der Siegtreffer in der 78. Minute fiel! Damit gewinnen die Kärntner die Best of Seven Serie mit 4:2 Siegen!

Der EC Pasut VSV gewann in der übervollen Villacher Stadthalle gegen den EC The Red Bulls Salzburg 3:2 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 1:0), gewinnt die best-of-7-Finalserie 4:2 und ist zum 6. Mal österreichischer Eishockeymeister. Dany Bousquet erzielte in der 78. Minute den entscheidenden Treffer, die Stadthalle von da an ein einziges Tollhaus.

Bei den Adlern fehlte Kapitän Herby Hohenberger, der im letzten Spiel einen Knöchelbruch erlitten hatte. Coach Holst startete mit einem 5er „Abwehrradl“, wo Oraze trotz erlittener Gehirnerschütterung die Zähne zusammenbiss, sowie auch der Salzburger Burke Henry, der trotz eines gebrochenen Fingers (seit dem Halbfinale) erneut spielte. VSV-Stürmer Kromp, der Ausfälle in der VSV-Abwehr schon oft kompensiert hatte, agierte im Powerplay an der Blauen. Indes rückte Hager anstelle des erkrankten Grabher-Meier in den dritten Sturm der Red Bulls.

Diese legten auch gleich einen Traumstart hin. Noch in der ersten Minute brachte Martin Ulrich (Assist Trattnig) mit dem ersten Schuss aufs Adler-Gehäuse die Gäste in Führung. Nachdem in der 3. Minute der VSV seine erste Möglichkeit durch Kromp vorgefunden hatte, gab es in der Folge je zwei Powerplaymöglichkeiten, in denen die Villacher die größeren Chancen vorfanden. Die Red Bulls liefen sich erneut im Penaltykilling der Blau-Weissen fest. Danach zog Trattnig allerdings nur knapp den Kürzeren gegen Prohaska, während Irbe auf der anderen Seite vorerst den Ausgleich nach einer Möglichkeit von Scoville verhindern konnte. Dann kam die 18. Minute: Kromp besorgte mit einem Onetimer fast aus heiterem Himmel den Ausgleich, ehe Peintner, nach einem gewonnen Bully im Angriffsdrittel, 13 Sekunden später, nachdem Irbe auch diesmal noch mit der Schaufel dran gewesen war, erneut den Doppelschlag und die 2:1 Führung fixierte. Die Salzburger konnten trotz des Traumstarts ihr spielerisches Potenzial noch nicht ausschöpfen, die Villacher nach dem ersten Drittel auf Meisterkurs.

Die Mozartstädter erwischten allerdings auch im Mittelabschnitt den besseren Start und agierten auch nach der Möglichkeit von Trattnig frischer und stärker als in Abschnitt eins. Beim VSV, wo sich in den zweiten 20 Minuten eine gewisse Müdigkeit breit gemacht hatte, wechselte Kromp dann doch in die Abwehr. Seinen Platz im zweiten Sturm nahm Herzog ein. Nachdem es durch Kalt und Peintner Chancen auf beiden Seiten gegeben hatte, war das wieder gefundene Kombinationsspiel der Salzburger in der 28. Minute auch von Erfolg geprägt. Andre Lakos tankte sich ins Angriffsdrittel durch, passte backhand zu Lind, der zwar noch an Prohaska scheiterte, ehe Banham im Nachsetzen den verdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte. Danach gab es weiter Chancen auf beiden Seiten. Die Villacher hatten ihre stärkste Phase nach den ersten Strafen im Mittelabschnitt ab der 33. Minute im 4 gegen 3. Auch durch die bisher hervorragenden Leistungen von Prohaska und Irbe, war nach 40 Minuten weiterhin alles offen.

Nachdem im letzten Spiel 6 von 8 Toren in Überzahl gefallen waren, wollte keines der beiden Teams mehr eine Strafe riskieren. Trotz vorsichtigerer Gangart hatten die Salzburger weiter mehr vom Spiel, in der 46. Minuten nach einem Schuss von Artursson ans Kreuzeck aber kein Glück. In der 58. Minute scheiterte Martin Pewal aus 3 Metern, danach war Goalie Prohaska auch gegen Thoresen Sieger geblieben. Kaspitz hatte allerdings in der Schlussminute den Matchball für die Villacher am Blatt, Irbe verhinderte aber den „Meistertreffer“. Nachdem es erstmals in der Finalserie nach 60 Minuten unentschieden gestanden war, ging es in die Sudden-Victory-Overtime, die solange mit 4 gegen 4 gespielt wird (nach jeweils 20 Minuten Eisreinigung), bis der entscheidende Treffer fällt.

In dieser an Dramatik kaum zu überbietenden Verlängerung hatten die Adler nach wenigen Minuten durch Bousquet und Scoville den Meistertitel schon am Schläger. In einem Hin und Her an Chancen, wo Prohaska auch einiges zu Nichte machen musste, hatte danach auch Stewart noch einmal die Chance auf den Siegtreffer, der in der 18. Minute dann auch fiel: Kein geringerer als der Topscorer der Liga höchstpersönlich, Dany Bousquet, schoss die Adler nach 17 Min 31 Sek zum Meistertitel.

Stimmen zum Spiel:

Dieter Kalt:

Das Spiel stand 87 min (Korrektur: 77 min) auf des Messers Schneide und Villach hat verdient gewonnen; wir haben einfach zu unkonstant gespielt



Andre Lakos:

Eine Goldene wär sicher schöner; Eine super Serie; Hut ab vor Villach; Leider immer wieder blöde Fehler; Wie kann man den Frust heute noch rausbringen: SCHEISS egal ....


Roland Kaspitz:

Ich hab nur gedacht: "bitte hau eins eine, ich will nicht mehr nach Salzburg"; A Brutale Mannschaftsleistung; unser Mannschaft hat Charakter; Ein bisserl Alk wird schon im Spiel sein



Greg Holst:

Absolut unglaublich; ich freu mich für die Spieler; unglaublicher Siegeswille; Salzburg war unglaublich gut; wir werden morgen schlecht beisammen sein;


Darrell Scoville:

Ein wunderbares Gefühl; egal wies morgen sein wird (nach der Frage wies morgen noch drauf sind) ich werd lächeln.


Dan Gauthier:

Es ist unglaublich; ich hab es so genossen; es war ein gutes Spiel fürs Österreichische Eishockey



EC Pasut VSV - EC The Red Bulls 3:2 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 1:0)


Play Off Finale (Best of Seven):

EC The Red Bulls Salzburg - EC Pasut VSV 2:4 (2:3, 1:4, 3:0, 4:3, 2:6, 2:3 n. V.)

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CHL Gruppenphase

Donnerstag 01.09.2022
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Fehérvár AV19 Székesfehérvár
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ZSC Lions Zürich
Frölunda HC Göteborg
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Mountfield HK Hradec Králové
HC Slovan Bratislava Bratislava
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Tappara Tampere Tampere
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Tampereen Ilves Tampere
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Stavanger Oilers Stavanger
Freitag 02.09.2022
HC Oceláři Třinec Třinec
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Belfast Giants Belfast
Turun Palloseura Turku
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Mikkelin Jukurit Mikkelin
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Aalborg Pirates Aalborg
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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EV Zug Zug
KS Cracovia Krakau
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Straubing Tigers Straubing
Färjestads BK Färjestad
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EC Villacher Sportverein Villach