Österreich mit erstem Sieg

Kanada ist Olympiasieger:  5:2 Sieg gegen die USA!Kanada ist Olympiasieger: 5:2 Sieg gegen die USA!
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Mit einer erneut couragierten und kämpferisch

engagierten Leistung gelang Österreich im abschliessenden Gruppenspiel ein 3:2

(1:1;1:1;1:0)-Sieg über den grossen Favoriten aus der Slowakei. Damit belegen

die Alpenländer den dritten Tabellenplatz in der Vorrundengruppe A und spielen

am Donnerstag im Plazierungsspiel um den 11. Platz gegen den Dritten der Gruppe

B. Überhaupt zeigten die Österreicher eine ansprechende Leistung im

Turnierverlauf und könnten dies mit der besten Plazierung seit Jahren bei

olympischen Spielen krönen (12. in Lillehammer, 14. in Nagano). Wenn man die

unglückliche Niederlage gegen Deutschland und die knappe 2:4-Auftaktschlappe

gegen Lettland in Betracht zieht, wäre vielleicht sogar noch etwas mehr drin

gewesen für die Schützlinge von Ron Kennedy. Auch gegen die Slowaken hielten sie

gut mit und gingen durch den Münchner Simon Wheeldon früh in Führung, den

zweiten Treffer erzielte mit Dieter Kalt ebenfalls ein alter Bekannter. Der

Siegtreffer im Schlussabschnitt ging auf das Konto des vielleicht stärksten

Österreichers im olympischen Turnier: Gerhard Unterluggauer, ebenfalls in

Deutschland tätig, erzielte damit seinen zweiten Turniertreffer und krönte damit

seine guten Leistungen.

 

Für die Slowaken war die Niederlage sicher nicht

mehr von grosser Bedeutung, vielmehr schmerzten immer noch die beiden

vorangegangenen Partien, bei denen der Topfavorit auf den Gruppensieg vollends

enttäuschte. Da die meisten NHL-Spieler für das abschliessende Gruppenspiel

keine Freigabe hatten (man war arroganterweise davon ausgegangen, dass man sich

schon nach zwei Spielen für die Finalrunde qualifiziert hätte) traten die

Slowaken nur noch mit 7 Stürmern an. Wie sich nicht erst jetzt herausstellte hat

man sich im slowakischen Lager mit der Teamzusammenstellung und den

Spielernominierungen böse "verzockt". Die Konsequenzen wird wohl Trainer Jan

Filc alleine tragen müssen, da der allmächtige Teammanager Peter Stastny nahezu

unantastbar ist. Neben der Enttäuschung von Nagano kann man das olympische

Turnier von Salt Lake City sicher als die schwärzeste Stunde des slowakischen

Eishockeys bezeichnen. Lediglich die beiden Europa-Legionäre Richard Lintner und

Robert Petrovicky fielen in der insgesamt enttäuschenden Mannschaft positiv auf.

Alle slowakischen Eishockey-Fans werden froh sein, wenn am Donnerstag das Spiel

um den 14. Platz vorbei ist und man die olympischen Spiele 2002 schnellst

möglich vergessen kann.(ms)

 

Tore:
1:0 (02.27) Wheeldon (Lavoie)
1:1

(08.02) Rast. Pavlikovsky (Pardavy) 5:4
2:1 (25.03) Kalt (Wheeldon,

Brandner)
2:2 (32.07) Lintner (Kapus)
3:2 (49.09) Unterluggauer

(Lanzinger)

 

Strafen:
Österreich 18 min. plus 10 min.

Disziplinar Lanzinger - Slowakei 12 min. plus 10 min. Disziplinar

Pardavy

 

Torschüsse: Österreich 30 - Slowakei

29

 

Schiedsrichter: Kurmann

(Schweiz)

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