Österreich: Klagenfurt mit Andrew Verner ist Meister

Chabot und Chyzowski zu Boni nach WienChabot und Chyzowski zu Boni nach Wien
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Der KAC ist zum 28. Mal

österreichischer Eishockey-Meister. Die Lindwurmstädter gewannen am

Dienstagabend in Klagenfurt das fünfte und entscheidende Finalspiel der

"Best of five"-Serie gegen den Villacher SV 3:2 n.V. (0:1 1:0 1:1

1:0). Den Siegestreffer für den Rekord-Champion erzielte David Schuller nach

einer sehenswerten Soloaktion nach 5:18 Minuten der Verlängerung.


Das alles entscheidende Match in der mit 5.200 Zuschauern restlos gefüllten

Stadthalle in Klagenfurt entwickelte sich zu einer echten Nervenschlacht. Der

KAC, der den Grunddurchgang souverän gewonnen hatte und in der Serie bereits

2:0 voran gelegen war, machte zwar von Beginn an das Spiel, biss sich aber an

der überaus clever agierenden VSV-Abwehr die Zähne aus. Die Villacher

verlegten sich aufs Kontern - mit Erfolg, denn in der 19. Minute stellte Sean

Selmser nach einem von Roy eingeleiteten "fast break" und Doppelpass

mit Marco Pewal auf 1:0 für die Gäste.


Erst in der 28. Minute gelang es den Klagenfurtern, den erneut in Hochform

agierenden VSV-Goalie Gert Prohaska zu bezwingen: Matti Kaipainen traf im

Powerplay zum 1:1. Im letzten Drittel herrschte dann Dramatik pur, wobei erneut

die Gäste aus Villach in Führung gingen: Günther Lanzinger (51.) erzielte

nach einem schnellen Konter sein 21. Saisontor und zog mit seinem Teamkollegen

Selmser gleich. Doch postwendend, nur 20 Sekunden später, sorgte Thomas Koch,

der so wie Kaipainen 23 Saisontore schoss, mit dem Ausgleichstreffer wieder für

Riesenjubel unter den KAC-Fans, die in der Verlängerung um die Fitness von

Goalie Andrew "Magic" Verner bangen mussten. Der Kanadier hatte sich

im Finish eine Fleischwunde am rechten Ellbogen zugezogen, die während der

Pause vor der Overtime genäht worden war.


In der Verlängerung lagen die Nerven dann endgültig blank. Doch der 23-jährige

Steirer David Schuller nahm sich ein Herz, trat unwiderstehlich an, ließ den

routinierten VSV-Verteidiger Herbert Hohenberger sowie Torhüter Prohaska

aussteigen und besiegelte den "sudden death" des Lokalrivalen aus

Villach. "Das war eine super Werbung für Österreichs Eishockey. Hut ab

vor Villach, sie haben eine tolle Mannschaft. Ich bin überglücklich, denn

unsere Mannschaft war bereit alles zu geben", lautete der erste Kommentar

von KAC-Routinier Gerald Ressmann, der sich speziell beim die ganze Saison lang

überragenden Tormann Verner bedankte.


"Es war eigentlich Glück, wir werden das alles erst in ein paar Tagen

realisieren. Das ist sportlich sicher mein schönster Tag", jubelte

Matchwinner Schuller nach seinem unglaublichen Siegtreffer. "Man muss damit

leben und ein guter Verlierer sein", meinte VSV-Kapitän Hohenberger, der

wesentlichen Anteil daran hatte, dass Villach zum sechsten Mal in Serie das

Endspiel erreicht hatte. "Es war eigentlich schade, dass heute eine

Mannschaft verlieren musste", brachte es KAC-Kapitän Emanuel Viveiros auf

den Punkt. "Wir waren aber in Summe die konstanteste Mannschaft der Liga,

deswegen ist der Titel verdient. VSV-Trainer Greg Holst bedauerte ebenfalls,

"dass es leider nicht zwei Meister gibt. Der Sport ist manchmal

brutal."

Finale:

Fünftes Spiel:


KAC - VSV 3:2 n.V. (0:1 1:0 1:1 1:0)

Klagenfurter Stadthalle, 5.200 Zuschauer (ausverkauft)


Tore: Kaipainen (28./PP), Koch (52.), Schuller (66.) bzw.

Selmser (19.), Lanzinger (51.)

Strafminuten: 16 bzw. 16 plus zehn Disziplinarstrafe gegen

Selmser

Endstand in der "Best of five"-Serie: 3:2


(Quelle: eishockey.at)

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