Zweikampf zwischen dem SC Bern und dem EV Zug spitzt sich zuDuo hat acht Punkte Vorsprung auf Platz drei

Der SC Bern und der EV Zug liefern sich einen spannenden Kampf. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Der SC Bern und der EV Zug liefern sich einen spannenden Kampf. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Den Anschluss verloren und trotzdem immer noch gut im Rennen der EHC Biel. Die Westschweizer, geografisch vom Tabellenführer nur 35 Kilometer entfernt, starteten im Herbst furios, mussten im November eine Schwächeperiode hinnehmen und sind im Augenblick dabei, den dritten Platz zu halten. Punkt- und tordifferenzgleich, Biel hat lediglich vier Tore mehr erzielt und zwei Spiele weniger absolviert, der HC Lausanne. Allerdings, und das kann am Ende böse ins Auge gehen, hat Lausanne ein Faible für Heimspiele, konnte von den sieben Spielen sechs gewinnen. Lediglich die ZSC Lions triumphierten am Genfer See mit 5:4. Auswärts sieht es dagegen rabenschwarz aus. Den letzten Auswärtsdreier gab es am 16. November mit dem 1:0 in Davos, danach folgten sechs Pleiten in Folge, so dass dieser vierte Platz tönerne Füße hat.

Auf Rang fünf folgt die Überraschungsmannschaft der Saison, wenn man mal von dem Run des EHC Biel an den ersten zwölf Spieltagen absieht, der HC Ambri-Piotta. Jeder der Experten hatte die Tessiner auf elf getippt, evtl. noch sportlich gleich mit Aufsteiger Rapperswil und erster Kandidat für die Play-downs.  Jetzt, nach 31 Spieltagen stehen Luca Cereda und seine Jungs auf fünf, drei Punkte vor Zürich und fünf vor dem Tabellenneunten Fribourg. Unglaublich, aber von den letzten elf Begegnungen konnten acht gewonnen werden. Darunter waren auch Siege wie dem 4:1 gegen Bern und dem 4:3 in Zürich. Lediglich beim 2:6 in Zug wurde ihnen klargemacht, dass die Saison kein Selbstläufer sein wird.

Ein verrücktes Bild geben im Augenblick die Züricher SC Lions ab. Irgendwie schafften sie es nicht, trotz der vorhandenen Ressourcen, die man als Schweizer Meister zweifellos hat, diese auch abzurufen. Von den letzten elf Begegnungen gab es sechs Siege und fünf Niederlagen. Besonders auf eigenem Eis scheinen die Zürcher Probleme zu haben, wobei diese Beschreibung bis zum 31. Dezember zutreffen war. Danach gab es in drei Spielen drei Siege, wobei besonders die letzte Begegnung gegen den HC Lugano beeindruckend war, als sie aus einem 0:2 ein 7:4 machten. Die ZSC Lions haben es nun in der Hand, sich wieder in den Vordergrund zu spielen, leicht wird es nicht. Die direkten Widersacher sind die punktgleichen Genfer sowie nur einen Zähler dahinter die Truppe des dänischen Erfolgstrainer Heinz Ehlers, die SC Langnau Tigers.

Auf dem undankbaren neunten Platz befinden sich gerade die Fribourger. Allerdings mit nur einem Punkt Rückstand auf Langnau, so dass die Chancen für eine Play-off-Teilnahme absolut vorhanden sind. Gerade die letzten zwei Spiele machen Mut, konnten sie doch mit 3:2 gegen Lausanne und sogar 3:1 in Biel siegreich gestaltet werden.

Noch verrückter stellt sich die Lage für Lugano dar. Der Vizemeister kämpft verzweifelt um eine Teilnahme bei den Play-offs, hat aktuell nach 31 Spielen vier Punkte Rückstand auf Fribourg. Was auffällt, dass zuletzt vor allem die Defensive, obwohl Keeper Merzlikins mehrfach im Tor stand, keinen sicheren Eindruck machte. In den letzten fünf Begegnungen gab es 25 Gegentore, eine Quote die beängstigend ist.

Noch schlimmer ist die Lage des HC Davos. Auch nach dem Abgang der Trainerlegende Arno del Curto konnte das Ruder nicht herumgerissen werden. Von den letzten elf Spielen konnten nur drei gewonnen, darunter war aber auch ein 5:1 in Zürich. Was es für die Graubündner so furchtbar macht, ist die Schwäche in der Defensive. Mit 114 Gegentoren hat man das Scheunentor der Liga, selbst bei Aufsteiger Rapperswil hat es erst 102 Mal eingeschlagen.

Den letzten Platz nimmt, wer hätte es gedacht, Rapperswil ein. Die Lakers waren mit viel Vorfreude in die erste NL-Saison seit 2015 gestartet und, gerade am Anfang, ziemlich auf die Nase gefallen. Der Sprung von der Zweitklassigkeit ins Oberhaus war größer als erwartet und als die Mannschaft endlich angekommen war, hatte sich der Rückstand auf die Play-offs auf über 20 Punkte Rückstand erhöht. Daher lautet in dieser Saison die einzige Devise: Überleben. Einziger echter Gegner ist im Augenblick der HC Davos und auch gegen diese Mannschaft lautet die bisherige Bilanz: Zwei Spiele, zwei Niederlagen mit 1:4. Da kann im Endeffekt vermutlich nur der direkte Vergleich mit dem Swiss-League-Meister die Rettung bedeuten.

NL Hauptrunde

Freitag 18.10.2019
SC Bern Bern
- : -
HC Lugano Lugano
HC Davos Davos
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EHC Biel Biel
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
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ZSC Lions Zürich
Genève-Servette HC Genf
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Lausanne HC Lausanne
SCL Tigers Langnau
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HC Ambrì-Piotta Ambrì
EV Zug Zug
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Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
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