Zug und Biel erste Verfolger von Spitzenreiter BernBlick in die Schweiz

Der EV Zug ist in guter Form. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Der EV Zug ist in guter Form. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Vermutlich werden die Berner, auch wenn sie im Augenblick eine kleine Formschwäche durchmachen müssen, auf Platz eins landen. Neun Punkte Vorsprung nach 42 Spieltagen sollten reichen. Dahinter folgt, im Karneval würde man sagen, ein „Dreigestirn“ mit dem EV Zug an der Spitze. Interessant und schön ist es, dass der deutsche Trainer der Zuger, Harold Kreis, im November, als die Form deutlich nach unten ging, bleiben konnte und jetzt die Früchte seiner Arbeit ernten kann. Direkt hinter Zug folgt die Saisonsensation Biel. Was das Trainergespann Steinegger/Törmänen aus diesem Team herausgekitzelt hat ist phänomenal und die Bieler haben sich längst zum Geheimtipp für die Play-offs gemausert. Rang vier mit 75 Punkten hält der HC Lugano. Die Bianconeri, die vermutlich das teuerste Team in der NL unterhalten, leisten sich immer mal wieder kleine Schwächephasen wie zwei Niederlagen hintereinander, nur um danach wieder die Keule zu präsentieren. Jetzt gab es drei Siege in Folge und es ist spannend zu sehen, ob der HCL seine Serie am kommenden Wochenende auch gegen Bern aufrechterhalten kann.

Hinter diesen Drei kommt ein breites Mittelfeld, von denen sich vier über den Play-off-Strich befinden, zwei darunter. Den größten Vorsprung vor Platz neun haben der HC Davos (67) und der Zürcher SC (66). Zittern müssen der HC Fribourg (62) sowie Servette Genf (61), während die Langnau Tigers (58) sowie der HC Lausanne (57) die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Wer am Ende umsonst gekämpft hat, sollte sich jedoch auch nicht zu viele Sorgen machen. In den Play-downs gelten beide Mannschaften dann als haushohe Favoriten. Ganz mau sieht es im  Augenblick in Ambri (41) sowie Kloten (38) aus. Beide sind schon seit Wochen aus dem Rennen, können sich in Ruhe vorbereiten, was auch sehr wichtig ist, denn aus der Swiss-League (früher NLB) strebt mit den Rapperswil Lakers ein Team nach oben, dass sich den Zweitligatitel problemlos holen wird und auch Anfang Februar im Pokalfinale steht.

Wochenendsieger EV Zug  (10:5 Tore, sechs Punkte)

Auch wenn von den drei Spielen eines verloren ging, die Zuger haben sich Platz Eins verdient. Los ging es mit einem deutlichen 7:3 gegen Abstiegskandidat Ambri-Piotta. Es folgte auch unglückliches 0:1 in Lugano und schließlich ein hochverdientes 3:1 gegen die ZSC Lions.

Wochenendzweiter  EHC Biel (9:4 Tore, sechs Punkte)

Wie konstant das Überraschungsteam der Saison, der EHC Biel, spielt zeigt diese Wochenendstatistik. Nach den Plätzen drei, sechs und zwei jetzt wieder zwei, wobei auch die Bieler drei Spiele benötigten. Der Start verlief beim 1:2 in Zürich unglücklich, danach folgten mit dem 5:1 gegen Davos und dem 3:1 gegen Langnau deutliche Erfolge.

Wochenenddritter HC Lugano  (7:3 Tore, sechs Punkte)

Eigentlich holten sich die Bianconeri sogar Platz Eins, denn sie brauchten für die sechs Punkte nur zwei Spiele. Am beeindruckendsten dabei die offensive Stärke beim 6:3 in Lausanne und die Nervenstärke gegen den spielerisch starken EV Zug beim 1:0.

Wochenendmitte

Kaum funktioniert die Defensive besser, punkten auch die Langnauer. In der Vorwoche gab es zwölf Einschläge und somit die rote Laterne, diese Woche nur fünf Gegentore und schon wurde es Platz vier (1:0 gegen Kloten, 3:2 in Ambri, 1:3 in Biel). Für die Torunterhaltung in der NL war diesmal Lausanne zuständig. Nach dem heftigen 3:6 gegen Lugano folgte ein 3:4 in  Bern und dann sogar ein 5:3 gegen die Hauptstädter. Nach Lausanne kamen in der Reihenfolge Zürich, Davos, Fribourg, Kloten und Bern ins Ziel.

Wochenendende

Die orangene Laterne kassierte diesmal Genf, das allerdings auch nur ein Spiel auszutragen hatte und dabei unglücklich mit 4:5 in Fribourg vor ausverkauftem Haus nach Verlängerung unterlag. Die rote Laterne ging nach Ambri-Piotta, dass nach dem 3:7 in Zug auch gegen die Langnau Tigers beim 2:3 keinen Punkt holen konnte.

Schweizer Pokalfinale am 4. Februar

Entgegen unserer letzten Meldung findet das Cup-Finale nicht am 5. Februar, sondern am04. Februar 2018 statt. Hier treffen in Rapperswil die heimischen Rapperswil Lakers auf den HC Davos.

Am 04. Februar findet auch der Weltkrebstag statt, so dass das Finale diesem besonderen Tag gewidmet ist. Bewegung und körperliche Aktivitäten helfen an Krebs leidenden Menschen bei der physischen und psychischen Bewältigung von Nebenwirkungen und Therapien. Aus diesem Grund steht das Motto des diesjährigen Weltkrebstages unter dem Motto „Support through Sport“. Zudem spenden Sponsoren an die Weltkrebshilfe und pro Eintrittskarte wird 1 CHF an die Krebsliga Schweiz gespendet.

Die Schweizer Aufgebote für die Olympischen Winterspiele (9. bis 25. Februar. in Pyeongchang) stehen fest:

Männer:

Tor: Leonardo Genoni (SC Bern), Jonas Hiller (EHC Biel), Tobias Stephan (EV Zug)

Verteidigung: Eric Blum, Ramon Untersander (beide SC Bern), Raphael Diaz, Dominik Schlumpf (beide EV Zug), Felicien du Bois (HC Davos), Philipe Furrer (HC Lugano), Patrick Geering (ZSC Lions), Romain Loeffel (Servette Genf)

Sturm: Cody Almond (Servette Genf), Andreas Ambühl, Enzo Corvi (beide HC Davos), Simon Bodenmann, Gaetan Haas, Simon Moser, Thomas Ruefenacht, Tristan Scherwey (alle SC Bern), Fabrice Herzog, Reto Schäppi, Pius Sutter (alle ZSC Lions), Dennis Hollenstein, Vincent Praplan (beide EHC Kloten) Joel Vermin (HC Lausanne).

Frauen:

Tor: Janine Alder (St. Cloud State Uni/USA), Andrea Brändli (EHC Schaffhausen), Florence Schelling (Linköping HC/Schweden).

Verteidigung: Livia Altmann (Colgate Uni/USA), Laura Benz, Nicole Gass, Christine Meier, Shannon Sigrist (alle ZSC Lions), Nicole Bullo (HC Lugano), Stefanie Wetli (EHC Winterthur), Sabrina Zollinger (HV 71 Jonköping/Schweden)

Sturm: Tess Allemann, Sara Forster (EV Thun), Sara Benz, Alina Müller, Dominique Rüegg, Isabell Waidacher, Monika Waidacher, Nina Waidacher  (ZSC Lions), Evelina Raselli (HC Lugano), Lisa Rüedi (Grashoppers Zürich), Phoebe Staenz (SDE HF/Schweden), Lara Stalder (Linköping HC/Schweden).

NL Hauptrunde

Dienstag 15.10.2019
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
- : -
HC Davos Davos
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
- : -
HC Lugano Lugano
ZSC Lions Zürich
- : -
SCL Tigers Langnau
Freitag 18.10.2019
SC Bern Bern
- : -
HC Lugano Lugano
HC Davos Davos
- : -
EHC Biel Biel
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
- : -
ZSC Lions Zürich
Genève-Servette HC Genf
- : -
Lausanne HC Lausanne
SCL Tigers Langnau
- : -
HC Ambrì-Piotta Ambrì
EV Zug Zug
- : -
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
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