Zürcher SC Lions in der Schweiz weiterhin auf Platz einsRapperswil überrascht Fribourg – HC Davos ist das Überraschungsteam

Der SC Bern gewann das Duell mit den ZSC Lions.  (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Der SC Bern gewann das Duell mit den ZSC Lions. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Sehr ärgerlich die Niederlage für Biel gegen Zug. Bei einem Sieg wäre Biel an Tabellenführer Zürich dran gewesen, so bleibt es weiterhin bei den fünf Punkten Rückstand. Jubel bei Servette. Ein 3:2 in Davos ist Gold wert, brachte das Team auf Platz drei. Dahinter Lausanne, dass sich glücklich in Ambri-Piotta durchsetzte. Davos hätte auch einen großen Sprung machen können, aber die vermeidbare Niederlage gegen Genf vermasselte das Vorhaben. Der Höhenflug der Langnauer geht weiter. Der dritte Sieg in Folge brachte das Team von Trainer Heinz Ehlers wieder näher an den vorderen Teil des Mittelfeldes und in das gleiche Horn kann auch Zug stoßen, dass mit dem Erfolg in Biel ein Achtungszeichen setzte. Auf acht steht Fribourg, dass  sich eigentlich Zug und Langnau nähern wollte, ein 4:9 in Rapperswil sicherlich nicht erwarten konnte. Direkt unter dem Strich, punktgleich mit Fribourg die Teams aus Lugano und Bern. Ein Pünktchen dahinter Rapperswil und auch der Tabellenletzte aus Ambri-Piotta ist mit seinen 21 Zählern noch nicht aus dem Rennen.

HC Ambri-Piotta – HC Lausanne 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V.

4807 Zuschauer sahen eine Partie, die im ersten Drittel von Lausanne geprägt wurde, auch durch eine Reihe von Strafen, die komplett gegen Ambri ausgesprochen wurden. So war es dann auch keine Wunder, dass Lausannes Joel Genazzi in der 19. Minute seine Farben im Powerplay in Führung brachte. Der frische geholte Ambri-Stürmer Scottie Upshall (31.) glich im zweiten Drittel aus und mit diesem Ergebnis ging es schließlich sogar in die Verlängerung. Hier hätte Ambri bereits nach drei Minuten für eine Entscheidung sorgen können, aber LHC-Keeper Tobias Stephan konnte eine 2:1-Situation entschärfen, ganz im Gegenteil zu Ambris  Keeper Daniel Manzato, der 22 Sekunden vor Spielende bei einer gleichen Situation, diesmal vor seinem Tor gegen Dustin Jeffrey keine Chance hatte.

SC Bern – Zürcher SC Lions 2:1 (1:0, 1:1,0:0)

Wenn der Zett, wie er in der Schweiz genannt wird, in Bern auftaucht, dann ist dort die Hölle los und das Stadion ausverkauft. Auch diesmal kamen 16.205 Fans in die Berner Post-Finance-Arena, wobei die Rollen, zum Unwillen der Berner Fans, getauscht waren. Meister Bern auf Platz zehn, somit unterhalb der Play-Off-Plätze und ausgerechnet der ZSC auf Platz eins. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass es ein reines Kampfspiel wurde mit der ersten Strafzeit bereits nach 12 Sekunden für Berns Simon Moser. In der 18. Minute brachte Berns Topscorer Mark Arcobello seine Schwarz-Roten nach einem krassen Zürcher Abwehrfehler in Führung und in Überzahl erzielte Thomas Ruefenacht gar das 2:0 für den SCB. Zwar erhöhten danach die Zürcher die Schlagzahl, aber erst ein sehr glücklicher Treffer durch ZSC-Jungstar Pius Suter (35.) brachte die Lions wieder auf Schlagdistanz. Allerdings wehrten sich die Berner geschickt und brachten so den erhofften Vorsprung über die Ziellinie.

EHC Biel – EV Zug 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)

Zwei Spitzenteams duellierten sich am Bieler See und am Ende zeigten die Zuger, dass mit ihnen, auch wenn sie im Augenblick nur Platz sieben bevölkern, in der Zukunft noch zu rechnen ist. Allerdings benötigten sie auch ein Quäntchen Glück, denn im Schussverhältnis hatte Biel mit 29:28 knapp die Nase vorn, was am Ende aber nicht zählt. Wichtig für dne EVZ war der Start. Raphael Diaz traf bereits in der ersten Minute und Lino Martschini erhöhte in der 17. Minute auf 2:0. Biel verkürzte in der 19. Minute durch Beat Forster auf 1:2 aber mehr war für die Bieler nicht drin. Überragender Akteur der Zuger war übrigens Keeper Luca Hollenstein, der Stammkeeper Genoni vertrat.

HC Davos – Servette Genf 2:3 (0:2,0:0,2:1)

Trotz der stellenweise unfassbar starken Auswärtsergebnisse kamen zum Heimspiel gegen Genf nur 4361 Zuschauer in die Vaillant-Arena und sie wurden am Ende enttäuscht. Die Davoser ließen sich von den Genfern dominieren u9nd am Ende kam der Schlussspurt zu spät. Ein Doppelschlag in der zehnten Minute kam dabei den Servettois ziemlich gelegen. Erst traf Jonathan Mercier, dann erhöhte, noch in der gleichen Minute, Daniel Winnik auf 2:0. Erst in der 42. Minute konnte HCD-Stürmer Fabrice Herzog das Genfer Bollwerk und mit ihm Keeper Robert Mayer überwinden. Genf blieb jedoch cool und als in der 56. Mintue Tommy Wingels das 3:1 schoss, da war die Partie entschieden. Ganze elf Sekunden vor Spielende gelang zwar Aaron Palushaj für Davos das 2:3, aber das Tor kam für die Graubündner zu spät.

SC Rapperswil-Jona Lakers – HC Fribourg-Gottéron 9:4 (2:2,6:1,1:1)

Wer die Lakers noch mit dem Team der letzten Saison vergleichen möchte, wird sich schwer tun. Die Lakers belegen zwar vor Ambri den vorletzten Platz, sind aber mit 24 Punkten nur einen Punkt von einer Teilnahme an den Play-Offs entfernt. Wie stark dabei die Mannschaft, vor allem zuhause, auftreten kann, demonstrierte sie am gestrigen Abend gegen den wieder aufstrebenden HC Fribourg Gotteron. Zwei Tore des Kanadiers Kevin Clark, das erste dabei bereits nach sieben Sekunden, im ersten Drittel für die Lakers standen zwei Fribourger Goals, erzielt von Andrey Bykov (5.) und Kilian Mottet (18.) entgegen. Auch zu Beginn der zweiten zwanzig Minuten ahnten die anwesenden 3.900 Zuschauer noch nicht, dass sie danach eine geschichtsträchtige Viertelstunde erleben würden. Zunächst brachte Andrew Rowe die Lakers bereits nach 51 Sekunden in Führung, aber Fribourgs Viktor Stalberg glich nur vierzig Sekunden später aus. Aber die Lakers hatten die richtige Antwort. Frantisek Rehak traf in der 23. Minute bereits zum 4:3 und als Dominik Egli in der 27. Minute auf 5:3 erhöhte, da war der Arbeitstag von Gottéron-Keeper Ludovic Waeber beendet und Nationalkeeper Reto Berra kam. Aber auch dieser konnte den Rapperswiler Sturmlauf nicht verhindern. Nacheinander erhöhten Cedric Hächler (33.), Roman Cervenka (38.) und noch einmal Dominik Egli (40.), diesmal bei doppeltem Überzahlspiel auf 8:3. Nachdem Martin Ness in der 42. Minute Tor Nr. neun für die Lakers markiert hatte, war der Torhunger der Lakers gestillt und für den Abschluss durfte mit Philippe Furrer (55.) dann sogar noch ein Gast sorgen, als er das 9:4 aus Lakers-Sicht schoss.

HC Lugano – SC Langnau Tigers 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)

Die Tigers sind wieder erfolgreich auf Punktejagd und sie ließen sich auch nicht von den Bianconeri aus Lugano und fast 6000 Zuschauern in der Corner-Arena aus dem Gleichgewicht bringen. Was vor allem besticht ist im Augenblick die defensive Stabilität der Tigers, die in den letzten drei Spielen nur drei Tore einstecken musste. Dabei brachte, zur Freude der Tifosi, Raffaele Sannitz den HCL bereits in der fünften Minute in Führung. Die Langnauer ließen sich jedoch Zeit, spielten geduldig und kamen in der 36. Minute durch Nolan Diem zum Ausgleich. Der gleiche Akteur war dann auch für den Siegestreffer der Tigers in der 52. Minute erfolgreich.

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