Zu teure Schweizer Profis: Klubs der NL diskutieren über mehr Ausländer Ziel: Sechs statt vier

Großverdiener: Leonardo Genoni.  (picture alliance / Alexey Kudenko/RIA Nowosti/dpa)Großverdiener: Leonardo Genoni. (picture alliance / Alexey Kudenko/RIA Nowosti/dpa)
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Neues vom Schweizer Eishockey. Die Klubs der National League (NL) diskutieren über eine Erhöhung des Ausländerkontingents. Das berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“. Grund: Es gibt zu wenig hochkarätige Schweizer Eishockeyprofis, um zwölf Teams adäquat zu bestücken. Die Nachfrage ist größer als das Angebot, zumal immer mehr Spieler den Sprung nach Nordamerika versuchen.

Insofern ist ein guter Schweizer Eishockey-Spieler in einer glücklichen Lage. Denn als solcher ist er begehrt und entsprechend kann er bei Verhandlungen um einen neuen Vertrag mehr verdienen, als er aufgrund seines Könnens und seiner Leistung eigentlich wert ist. Deshalb explodieren die Kosten. Die Lohnspirale dreht sich in der NL im atemberaubenden Rekordtempo.

Kolportierte 800 000 Franken soll zum Beispiel Torhüter Leonardo Genoni bald in Zug verdienen, 650 000 Franken Tobias Stephan beim Lausanne HC.  Den Stürmern Enzo Corvi und Grégory Hofmann sollen Traum-Offerten von fast 700 000 Franken geboten worden sein, so die NZZ. Nationalspieler verdienen so mehr als eine halbe Million Franken im Jahr, berichtet die Aargauer Zeitung. Summen, bei denen Profis zum Beispiel aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Schnappatmung bekommen.

Viele Klubs der NL allerdings auch. Die Bosse sind sich daher einig - so kann es nicht weitergehen. Nun sollen sich einige NL-Klubs für eine Erhöhung der Anzahl einsetzbarer Ausländer von vier auf sechs ausgesprochen haben. Ein Ausländer soll etwa halb so viel kosten wie ein gleichwertiger Schweizer, so die Überlegung.      

Die Idee ist diese: 24 zusätzliche Ausländer in der Liga würden die Löhne senken. Bei der Abstimmung im Juni fand sich allerdings keine Mehrheit unter den NL-Klubs. Noch nicht. Denn die Debatte läuft weiter. Vor allem der einflussreiche SC Bern, Davos, Genf-Servette und Lausanne sollen zu den Befürwortern für eine Erhöhung gehören.

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