ZSC Lions nur noch durch das bessere Torverhältnis vorneGeheimfavorit Zug auf dem Vormarsch, Biel fällt zurück

Servette Genf hat hinten dicht gemacht.  (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Servette Genf hat hinten dicht gemacht. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Zwischen Platz eins und Platz zwölf liegen man gerade 22 Punkte und auch der Tabellenletzte aus Rapperswil, im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt weit abgeschlagen, hat stark aufgeholt, kann mit einer Siegesserie schnell den Anschluss das Mittelfeld wieder herstellen.

Ganz vorne im Augenblick mit 54 Punkten die ZSC Lions vor Servette Genf. Nur einen Punkt dahinter der EV Zug, der gegenüber den Zürchern aber auch noch mit drei Spielen im Rückstand ist. Vierter immer noch der HC Davos (51) und auf Platz fünf nur noch der EHC Biel. Die Bieler mussten eine Niederlagenserie hinnehmen, haben jetzt zu Davos schon fünf Punkte Rückstand und müssen aufpassen, dass sie bei ihrer aktuellen Formschwäche nicht durchgereicht werden. Direkt hinter Biel mit 45 Zählern der HC Lausanne und auf Platz sieben folgt der Verein von Erfolgstrainer Heinz Ehlers, die Langnau Tigers (43). Mit 41 Zählern ganz knapp über dem Strich der Titelverteidiger SC Bern. Direkt dahinter mit einem Punkt Rückstand der HC Ambri-Piotta, der beim 3:2 alle  überraschte. Zehnten ist der HC Fribourg Gotteron (38), Elfter der HC Lugano (37) und am Tabellenende Besitzer der roten Laterne der SC Rapperswil-Jona Lakers (32).

SC Bern – HC Ambri-Piotta 2:3 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) n.P.

Die Überraschung schlechthin. Ambri zeigte defensiv eine starke Leistung mit einem überragenden Keeper Viktor Östlund. Auch auf der anderen Seite kam ein neuer Torhüter zum Einsatz. Der Finne Tomi Karhunen, der bereits im Spiel der Berner in Langnau (2:1) den SCB zum Sieg gehext hatte, sah bei den ersten beiden Gegentoren etwas unglücklich aus. Brian Flynn (8.) und Nick Plastino (12.) in Überzahl gelang das 2:0 für den HCA, der diesen Vorsprung lange, auch dank der Fangkünste von Östlund, halten konnte. Mark Arcobello (23.) traf, ebenfalls in Überzahl, zum 1:2 und Andrew Ebbett (47.) zum Ausgleich. Das Siegestor für die Tessiner erzielte Marco Müller. Nach diesem Spiel für mindestens ein Spiel gesperrt wurden der Berner Justin Krüger und Ambri-Stürmer Tobias Fohrler, die sich wegen übertriebener Härte je eine Fünfer plus Spieldauer abholten.

EHC Biel – SC Langnau Tigers 2:5 (1:1, 1:1, 0:3)

Die 6132 Zuschauer waren am Ende frustriert. Ihre Bieler Lieblinge waren hochüberlegen, trafen aber das Tor, auch bei glasklaren Gelegenheiten nicht, während die Tigers im letzten Drittel aufdrehten. Die Tore für Biel schossen Mike Künzle (10.) und Jason Fuchs (34.), für die Langnauer waren Toms Andersons (12.), Julian Schmutz (28., 52.), Pascal Berger (55.) und Christopher DiDomenico (60.) erfolgreich.

HC Davos – HC Lugano 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)

Ein glücklicher aber auch verdienter Erfolg der Davoser für über 5400 Zuschauern. Die Tore des HCD schossen Mattias Tedenby (32.), Fabrice Herzog (44.) und Felicien Du Bois (46.). Für die Bianconeri waren Romain Loeffel (11.) und Raffaele Sassnitz (37.) erfolgreich. Stark an diesem Abend Luganos neuer Keeper Niklas Schlegel, der aus Bern gekommen war und sich scheinbar im Tessin sehr wohl fühlt. Für die Heldentag des Tages, zumindest aus Davoser Sicht, sorgte der Schwede Nygren, als er im dritten Drittel in Handballermanier für seinen bereits geschlagenen Torhüter den Puck aus der Luft von der Linie wegschlug.

Servette Genf – HC Fribourg-Gottéron 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)

Mann des Tages auf Genfer Sicht war sicherlich Keeper Robert Mayer. Der 30-jährige Schweizer verhexte förmlich die Fribourger, die zwar 39 Schussversuche unternahmen, auch zweimal das Gestänge trafen, aber im Endeffekt keinen Treffer zustande brachte. Für Servette, dass nach dem Erfolg auf Platz zwei in der Tabelle kletterte, waren Tim Bozon (11.), Henrik Tömmernes (19.) und Daniel Winnik (60.) die Torschützen zum 3:0.

SC Rapperswil-Jona Lakers – EV Zug 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)

Die 4121 Zuschauer in der Kantonalbankarena hofften auf einen gleichen Abend wie beim 4:0 vor wenigen Wochen im Pokal und wurden enttäuscht. Obwohl beide Mannschaften recht gleichstark waren, zeigten sich die Zuger abgezockter und treffsicherer. Lediglich der Amerikaner Casey Wellman (7.) traf für die Gastgeber. Auf der anderen Seite schossen Yannick-Lennart Albrecht (3.), Gregory Hofmann (20.) und Carl Klingberg (39.,51.) die Tore für die Innerschweizer.

Zürcher SC Lions – HC Lausanne 2:6 (2:2, 0:2, 0:2)

Auch wenn man Tabellenführer ist, muss man nicht automatisch den Gegner beherrschen. Diese Erfahrung mussten die Zürcher machen, die zwar mit 2:1 in Führung gingen, dann aber komplett einbrachen und am Ende wie geprügelte Hunde das Eis verließen, während die Gästefans ihre Lieblinge feierten. Immerhin 10.800 Fans wurden Zeuge der Partie und sie werden das Stadion nachdenklich verlassen haben. Für die Zürcher schossen Dario Trutmann (7.) und Dominik Diem (15.) die Tore, für die stellenweise optisch überlegenen Lausanner trafen Joel Genazzi (9.), Cody Almond (20.), Josh Jooris (23.), Ronalds Kenins (28.), Dustin Jeffrey (42.) sogar mit einem Shorthander und Petteri Lindbohm (44.). Wie frustriert ZSC-Coach Rikard Grönborg gewesen sein muss, offenbart seine Aktion in der 23. Minute. Nach dem 2:3 von Jooris tauschte er seinen Keeper Joni Ortio gegen Lukas Flueler aus, aber auch dieser konnte keine Ruhe in die Nervosität seiner Vorderleute bringen.

NL Hauptrunde

Dienstag 25.02.2020
HC Davos Davos
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SC Bern Bern
Lausanne HC Lausanne
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SCL Tigers Langnau
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
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EV Zug Zug
Freitag 28.02.2020
HC Ambrì-Piotta Ambrì
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HC Davos Davos
SC Bern Bern
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HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
EHC Biel Biel
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ZSC Lions Zürich
Genève-Servette HC Genf
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Lausanne HC Lausanne
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
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HC Lugano Lugano
EV Zug Zug
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SCL Tigers Langnau
Samstag 29.02.2020
ZSC Lions Zürich
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EV Zug Zug
SCL Tigers Langnau
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EHC Biel Biel
HC Davos Davos
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Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
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Genève-Servette HC Genf
Lausanne HC Lausanne
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SC Bern Bern
HC Lugano Lugano
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HC Ambrì-Piotta Ambrì
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