Spannung in der National League: Jetzt ist wieder Zürich vorneZSC hat einen Punkt Vorsprung – Bern schockt Lugano

Zürichs Christian Marti im Duell mit Zugs Torhüter Leonardo Genoni. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Zürichs Christian Marti im Duell mit Zugs Torhüter Leonardo Genoni. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Und jetzt kommt das schönste. Zürich kann den Vorsprung am kommenden Freitag in Biel ausbauen und trifft dann, zur Saisonkrönung, eben noch einmal auf diese Zuger, dann aber im Hallenstadion. Der EVZ wiederum muss ausgerechnet zuvor in Fribourg antreten. Ausgerechnet deswegen, weil die Gotterons zuletzt in bestechender Form spielten, haben dann ein Heimspiel gegen Langnau und am Sonntag geht es nach Zürich. Hier ist also das letzte Wort noch nicht geschrieben.

1. Züricher SC Lions, 48 Spiele 161:118 Tore 88 Punkte

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Zürchern, die sich wahrlich beim Eishockey-Gott bedanken können. Das 3:1 gegen Ambri war harte Arbeit und vom Glanz eines Tabellenführers wenig zu spüren. In Zug waren zwei der vier Tore Empty-Netter und alle vier Goals wurden von Pius Suter erzielt. Das alles sahen überraschenderweise nur 7117 Zuschauer, so dass die Halle nicht vollständig ausverkauft war.

2. EV Zug, 47 Spiele 140:114 Tore 87 Punkte

Die Zuger hätten die vorzeitige Vorrundenmeisterschaft an diesem Wochenende klar machen und können und verspielten diese einmalige Chance. Am Samstag gab es das bereits erwähnte 1:4 gegen Zürich und einen Tag zuvor unterlagen sie bei Servette Genf, auch etwas überraschend, vor 6800 Fans und optischer Überlegenheit, mit 1:3.

3. HC Davos, 47 Spiele 150:134 Tore, 83 Punkte

Die Graubündner machen es spannend. Rein theoretisch können sie allen noch ein Schnippchen schlagen und am Ende den Sonnenplatz erobern. Am Wochenende gab es ein schwer erkämpftes 5:2 gegen Langnau und ein nicht erwartete 2:5-Schlappe in Biel. Jetzt müssen am Ende drei Siege her um das Wunder zu schaffen und das ist nicht unmöglich. In der heimischen Vailland-Arena warten Bern und Rapperswil, die Auswärtsfahrt führt ins Tessin nach Ambri-Piotta.

4. Servette Genf, 48 Spiele, 130:114 Tore, 83 Punkte

Für Genf ist Platz eins nahezu unmöglich. Zwar gab es am Wochenende nur ein Spiel und das wurde mit 3:1 gegen Zug siegreich gestaltet aber am Wochenende warten ausgerechnet die frankophonen Gegner aus Lausanne (H) und Fribourg (A) und da sind sechs Punkte einfach nicht zu erwarten.

5. EHC Biel, 48 Spiele, 144:139 Tore, 75 Punkte

Biel startete extrem stark in die Saison, hatte dann mehrere Tiefpunkte zu durchleiden, konnte sich am Ende wieder fangen. Das letzte Wochenende zeigte, was sie alles hätten schaffen können, wenn es denn funktioniert hätte. Beim 3:2 in Lausanne und auch beim 5:2 gegen Davos zeigte sich Biel in Play-off-Laune. Die beiden letzten Spiele werden gegen die ZSC Lions (H) und in Langnau (A) ausgetragen, wobei der fünfte Platz gehalten werden sollte.

6. HC Fribourg-Gottéron, 47 Spiele, 119:128 Tore, 70 Punkte

In Fribourg staunt man im Augenblick und gleichzeitig ist man vermutlich sehr enttäuscht über den Tabellenrang. Von den letzten zehn Spielen konnten acht gewonnen werden und bei der aktuellen Form und einem Nachholspiel ist sogar noch Platz fünf drin. Gegen Lugano machten die Gottérons im letzten Drittel aus einem 1:3 ein 6:3 und in Langnau gewann man mit 1:0. Jetzt folgen noch zwei Heimspiele, allerdings gegen Topgegner aus Zug und Genf und ein Spiel in Bern.

7. HC Lausanne, 47 Spiele, 129:124 Tore, 69 Punkte

So schlecht verlief die Saison bisher nicht, aber in die Formkurve zeigte im Augenblick nach unten. Von den letzten sieben Begegnungen gingen sechs verloren, aber am Ende gibt es noch zwei Heimspiele und auf die sitzen alle Hoffnungen. Langnau und Bern kommen zum LHC, auswärts geht es ins benachbarte Genf. Am Wochenende gab es zwei 2:3 Niederlagen, wobei besonders der Punktverlust in Rapperswil wehtat.

8. SC Bern, 47 Spiele, 126:135 Tore, 66 Punkte

Die Bilanz der letzten zehn Spiele ist ausgeglichen. Fünf gewonnen, fünf verloren. Am letzten Wochenende wurden beide Spiele klar gewonnen und das gibt Hoffnung, dass der aktuelle Meister doch noch in die Play-offs rutscht. Erst wurde Rapperswil mit 5:2 bezwungen und dann der direkte Gegner um die Qualifikation, der HC Lugano sogar auswärts mit 6:0. In der nächsten Woche warten jedoch drei Gegner, davon zwei auswärts, mit denen nicht gut Kirschen essen ist. Gegen Davos (A) gab es bisher einen Sieg und zwei Niederlagen, gegen Fribourg (H) in fünf Auseinandersetzungen immerhin drei Siege und gegen Lausanne (A) in fünf Spielen zwei Siege.

9. HC Lugano, 48 Spiele, 120:134 Tore, 66 Punkte

In Jahr 1 nach Gregory Hoffmann, des es nach Zug zog, mangelt es an Offensivpower. 120 Tore sind seit Jahren der schlechteste Wert der Bianconeri, denen es ausgerechnet am Vorrundenende an Form fehlt. Die letzten drei Begegnungen gingen sämtlichst verloren nach zuvor sechs Siegen in sieben Spielen. Beim 1:2 gegen Genf fiel das einzige Tor in einem Powerplay (McIntyre), beim 3:6 in Fribourg brach man im letzten Drittel (0:5) komplett zusammen und gegen Bern lieferte man förmlich den Offenbarungseid, als man nach zehn Minuten schon 0:3 zurücklag und im letzten Drittel förmlich unterging. Jetzt folgen noch zwei Spiele. In Rapperswil und das Tessiner Derby gegen Ambri-Piotta. Beide müssen gewonnen werden, wenn die Play-offs noch Realität werden sollen.

10. SC Langnau Tigers, 47 Spiele, 108:138 Tore, 59 Punkte

Die Play-offs sind nur noch theoretisch machbar. Die Formkurve mit zwei Siegen aus den letzten zehn Spielen zeigt nach unten und nach dem 2:5 in Davos gab es ein 0:1 gegen Lausanne. Am Publikum lag es nicht, war doch die Halle mit 6000 Zuschauern ausverkauft, eher am Pech mit drei Pfostentreffern und der starken Leistung von LHC-Keeper Berra. Am Saisonende geht es auswärts nacheinander nach Lausanne und Zug, zum Heimschluss kommt Biel. Bei diesen Gegnern darf man bei den Tigers das Saisonende schon einplanen.

11. HC Ambri-Piotta, 48 Spiele, 113:135 Tore, 57 Punkte

Der Traum der Levantiner wäre es, am Ende vielleicht doch noch Platz zehn zu ergattern. Nach der sensationellen Vorjahresleistung, die mit dem Erreichen der Champions Hockey League seine Krönung fand, gab es im Jahr eins nach dem Abgang von Dominator Dominik Kubalik nach Chicago zwar nicht den ganz großen Einbruch, aber die fehlende Präsenz dieses Spitzenmannes war einfach nicht zu kaschieren. Am Wochenende gab es im einzigen Spiel ein 1:3 in Zürich und zum Schluss gibt es ein Wiedersehen mit Davos und das große Derby in Lugano.

12. SC Rapperswil-Jona Lakers, 48 Spiele, 125:152 Tore, 52 Punkte

Die Lakers können wirklich zufrieden sein. Auch wenn am Ende wieder die rote Laterne an den Zürichsee wandert, die Saisonleistung war deutlich besser als im Vorjahr. Das lag sicherlich auch an den Ausländern Roman Cervenka, Andrew Rowe und Danny Kristo. Wozu die Lakers fähig sind, beweisen die letzten Spiele. Zwar gab es ein 2:5 in Bern, aber auch ein 5:2 gegen Davos und vor allem ein 3:2 gegen Lausanne nach 0:2-Rückstand.

Play-out-Runde nach aktuellem Stand:

HC Lugano – SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Langnau Tigers – HC Ambri-Piotta

Play-off-Runde nach aktuellem Stand:

Zürcher SC Lions – SC Bern

EV Zug – HC Lausanne

HC Davos – HC Fribourg Gotteron

Servette Genf – EHC Biel  

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