In der Schweizer National League beginnt der EndspurtZug und Biel starten durch

Harold Kreis, Trainer des EV Zug. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Harold Kreis, Trainer des EV Zug. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Ganz anders die Situation dahinter. Lugano kommt seit Wochen nicht mehr vom Fleck und auch Davos musste, nach vier Siegen in Folge, nunmehr zwei Niederlagen hinnehmen. Ganz stark sind im Augenblick der EV Zug und vor allem der EHC Biel. Letzterer holte jetzt sechs Siege am Stück, eroberte Platz drei hinter Zug und spekuliert wohl auch auf den Vizevorrundentitel.

Eine ähnliche Leistung, nur einen Schritt dahinter, hat Servette Genf gezeigt. Nach fünf Siegen in Folge leisteten sich die Genfer zwei Niederlagen und nur aufgrund dessen überholten sie die im Augenblick krisengeschüttelten Zürcher nicht. Aktuell einen Vorsprung von fünf Punkten hat sich Fribourg gegen Langnau erspielt, wobei angemerkt werden muss, dass es seit dem Abgang von Koistinen vom SCL nach Ingolstadt bei den Langnauern nicht mehr läuft. Komplett weg vom Play-off-Fenster bewegen sich Ambri und Kloten, deren einziges Ziel es sein muss, in den Play-downs den zu erwartenden schweren Angriff von Swiss-League-Tabellenführer Rapperswil abzuwehren.

Wochenendsieger EV Zug (15:5 Tore, 11 Punkte)

Das war eine Woche, wie sie sich Headcoach Harold Kreis seit Monaten erträumt hat: Elf von zwölf Punkten und wieder auf Rang zwei. Nur ist es jetzt wichtig, Konstanz zu zeigen und den Platz bis zu den Play-offs zu halten. Das harte Wochenende (vier Spiele) begann für Zug mit einem deutlichen 6:3 gegen Lausanne setzte sich mit zwei Siegen gegen Davos 6:1 und 2:1 nach Penaltyschießen in Davos fort. Schließlich konnte auch Lugano mit 2:0 bezwungen werden.

Wochenendzweiter: EHC Biel (13:4 Tore, Neun Punkte)

Eigentlich der wahre Sieger, denn die Bieler gewannen ihre drei Spiele nach 60 Minuten. Beim 2:0 gegen Fribourg zeigten sie eine starke Defensivleistung - und dass sie es auch offensiv können, zeigte die Partie gegen Servette (7:3). Bei dieser Begegnung spielte die Abwehr etwas schludrig, ließ bei 19 Schüssen gleich drei Tore zu. Im Rückspiel in Genf zeigte Biel dann eine konzentriertere Defensivleistung und gewann, bei ausgeglichenem Spiel, mit 4:1.

Wochenenddritter: SC Bern  (9:7 Tore, sechs Punkte)

Es war keine Glanzleistung, dieser dritte Platz, aber er reichte, um den Vorsprung halten zu können. Begonnen hatte die Drei-Spiele-Periode mit einem eindeutigen 1:4 in Davos. Es folgte ein mühevolles 3:2 gegen den SC Langnau nach Verlängerung und schließlich, etwas überraschend ein 5:1 in Langnau.

Wochenendmitte

Überraschend Lugano, das sich zum Jahresanfang einem entfesselt aufspielenden Zürcher SC mit 1:6 geschlagen geben musste. Dann folgten zwei Siege im ewig jungen Tessiner Duell gegen Ambri-Piotta, jeweils mit 4:2. Einige glaubten vielleicht, dass dies die Wende nach der Leistungsschwäche gewesen wäre, aber im folgenden 0:2 in Zug war man wiederum chancenlos. Platz Fünf holte sich Lausanne mit fünf Punkten, wobei alle Punkte gegen Kloten (9:3, 3:2 n.V.) geholt wurden. Zuvor gab es ein 3:6 beim wiedererstarkten Zug. Immer noch in der Wiederfindungsphase befinden sich die Zürcher Lions. Bestes Beispiel: Das erste Spiel des Jahres gegen Lugano wird mit 6:1 gewonnen und dann folgt ein schwaches 0:2 in Fribourg. Die weiteren Plätze nahmen in dieser Reihenfolge Davos, Genf, Fribourg und Ambri-Piotta ein.

Wochenendlaternen

Die orange Laterne für den vorletzten Platz kassierte Kloten, das einfach nicht vom Fleck kommt. Zwei Heimniederlagen, jeweils nach Verlängerung gegen Lausanne (2:3) und Ambri (1:2) und ein desaströses 3:9 in Lausanne. Die rote Laterne wanderte 70 Kilometer von Fribourg nach Langnau. Die Tigers, vor wenigen Wochen noch als Play-off-Kandidat gehandelt, brachen nach dem Abgang von Starverteidiger Koistinen in sich zusammen, kassierten in drei Spielen drei Niederlagen mit 5:12 Toren (2:4 in Genf, 2:3 und 1:5 gegen Bern).

Finanzielle Rettung für Servette Genf in Sicht?

Bei Servette Genf sieht es zurzeit nicht besonders gut aus, obwohl die Gehälter der Spieler pünktlich überwiesen werden. Aktuell soll der Schuldenstand des Vereins bei fast 8 Millionen Schweizer Franken liegen. Einer der zahlreichen Gründe soll sein, dass man eine Finanzspritze der Arenainvestoren, die einen Neubau planen, in das Budget eingerechnet hatte, dieser aber nicht floss. Zuletzt soll es jedoch Gespräche zwischen Verein und diesen Investoren gegeben haben, so dass die Türen wohl noch nicht verschlossen sind. Außerdem betrat eine neue Interessengruppe die Bühne. Es soll sich um Gönner des Vereines sowie auch um frühere Mitglieder der Clubführung handeln, die bereit wären, den Club vom heutigen Besitzer Hugh Quennec zu übernehmen, falls dieser die Finanzkrise nicht lösen kann.

Jeremy Morin zu den Rapperswil Lakers

Er war der Shooting-Star des Spengler-Cups. Jeremy Morin, 26-jähriger US-Amerikaner war im Herbst nach seinem Abgang beim AHL-Club Tucson Roadrunners durch die Welt getingelt, hatte drei Einsätze beim KHL-Mitglied Jugra Chanty-Mansijsk, zwei weitere beim ECHL-Club South Carolina Stingrays, ging für sieben Spiele nach Finnland zu HPK Hämeenlinna und schließlich auch noch für eine Partie in die Schweiz zum SC Bern. Diese liehen ihn umgehend an den HC Davos für den Spengler-Cup aus und hier brillierte er mit vier Punkten in vier Spielen, darunter gleich drei Toren.

Da die meisten Kontingentplätze in der Schweiz aktuell vergeben sind, eher Verteidiger gebraucht werden wie im Augenblick in Langnau, sah es also in der NL schlecht aus. Nicht so in der Swiss-League, wo die Rapperswil Lakers um jeden Preis in die NL aufsteigen wollen und so ihrem Kader noch mehr Tiefe gaben.

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