Heinz Ehlers will gegen Ex-Club weiterkommenBrisante Serie Lausanne - Langnau

SCL-Coach Heinz Ehlers wird sich auf eine lange Serie gegen sein Ex-Team aus Lausanne einstellen müssen. (picture alliance / Keystone / ANTHONY ANEX)SCL-Coach Heinz Ehlers wird sich auf eine lange Serie gegen sein Ex-Team aus Lausanne einstellen müssen. (picture alliance / Keystone / ANTHONY ANEX)
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Während Nikolaj Ehlers mit den Winnipeg Jets als aktuell bestes Team - bei noch 14 ausstehenden Spielen - der Central Division der NHL an Position zwei der Western Conference in die Play Offs gehen könnte, ist für Vater Heinz, ehemaliger Spieler der Augsburger Panther und der Berliner Preußen und aktuell Trainer in Langnau, die schönste Zeit des Jahres bereits in vollem Gang. Zwar unterlagen seine Tigers am Dienstag Abend vor heimischem Publikum mit 0:3 gegen Lausanne im Viertelfinale der NL – in der Best Of Seven-Serie steht es jedoch dank des 5:1-Auswärtssieges der Tigers zum Serienauftakt erst 1:1.

Die Serie entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, denn vor drei Jahren wurde Ehlers in Lausanne entlassen – unter anderem deswegen, weil ihm zu defensives Eishockey vorgeworfen wurde. Er selbst kommentierte vor der Serie bittersüß amüsiert, dass Lausanne, gecoacht vom Finnen Ville Peltonen, mittlerweile eines der defensivsten Teams der NL sei. Gleichzeitig lobte er im Gespräch mit blick.ch die Entwicklung seines ehemaligen Clubs: „Es ist unglaublich, was für eine Entwicklung Lausanne in den letzten Jahren durchgemacht hat. Sportlich und finanziell. Da kann man nur den Hut ziehen.“

"Bessermacher mit der Sturheit eines Buchhalters"

Aber auch Ehlers wird von der lokalen Presse in höchsten Tönen gelobt: Die Luzerner Zeitung schreibt in ihrer Online-Ausgabe über den 53jährigen Dänen: „Heinz Ehlers ist Langnaus wichtigster Trainer der Neuzeit. Am 4. Oktober 2016 steht er zum ersten Mal an der Bande: Scott Beattie – ehemaliger Stürmer der Starbulls Rosenheim – ist nach neun Niederlagen in zehn Spielen gefeuert worden. Heinz Ehlers ist kein Besserwisser. Er ist ein Bessermacher. Er verbindet die soziale Kompetenz der Skandinavier mit der Akribie eines helvetischen Buchhalters. Er hat die notwendige Sturheit, um sein Konzept durchzusetzen, die schmerzhafte Direktheit, um ohne Umschweife zu erklären, was er will, sowie ein feines Gespür für die Stimmung in der Kabine.“ Deswegen wurde sein Vertag auch bereits im Herbst zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. 

Das nächste Spiel steigt bereits am Donnerstag beim Hauptrunden-Dritten in Lausanne und man darf gespannt erwarten, welcher der beiden Trainerfüchse sich im richtungsweisenden Spiel 3 durchsetzen wird.

NL Hauptrunde

Freitag 15.11.2019
EV Zug Zug
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HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
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HC Ambrì-Piotta Ambrì
Lausanne HC Lausanne
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EHC Biel Biel
SCL Tigers Langnau
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SC Bern Bern
Samstag 16.11.2019
EHC Biel Biel
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HC Davos Davos
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Genève-Servette HC Genf
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
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HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
HC Lugano Lugano
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SCL Tigers Langnau
SC Bern Bern
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ZSC Lions Zürich
HC Ambrì-Piotta Ambrì
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Lausanne HC Lausanne
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