HC Lugano und EHC Kloten gewinnen ihre SpieleEntscheidungen in der Schweiz vertagt

Jubel bei Elvis Merzlikins, dem Torhüter des HC Lugano. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Jubel bei Elvis Merzlikins, dem Torhüter des HC Lugano. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Play-off-Finale:

HC Lugano – Zürcher SC Lions 2:3 (0:1, 4:5, 3:0, 2:3, 4:0)

Die ZSC Lions haben es nicht geschafft. Nach einem 3:1-Serienstand hätten sie am Samstagabend in Lugano mit einem Sieg bereits vorzeitig die Schweizer Meisterschaft feiern können, aber es sollte nicht sein. Beim 4:0 (1:0, 0:0, 3:0) über die ZSC Lions demonstrierten die Luganesi vor ausverkauftem Haus, dass sie nicht gewillt sind, den Zürchern die Meisterkrone so schnell zu überlassen.

Bereits der Start war phänomenal, denn der HCL brauchte bis zum 1:0 nur 25 Sekunden. Gregory Hoffmann, der 25-jährige gebürtige Bieler, setzte einen perfekten Querpass von Laperriere in die Maschen von ZSC-Keeper Flüeler. Danach gab es ein verteiltes Spiel zu sehen mit einem ganz leichten optischen Vorteil für die Zürcher, den diese aber nicht umsetzen konnten. Auch im zweiten Drittel wogte das Geschehen hin und her, änderte aber nichts beim Spielstand 1:0. Wer jetzt jedoch gedacht hatte, dass die ZSC Lions die größere Kondition in die Waagschale werfen könnten, sah sich getäuscht. Die Bianconeri starteten mit Elan in das letzte Drittel und hatten wiederum schnell Erfolg. Gregory Hoffmann traf in ähnlicher Art wie beim 1:0. Diesmal schoss Morini und Hoffmann verwertete den Abpraller. Bereits 68 Sekunden später konnte sich Luganos Abwehrspieler Philippe Furrer in die Torschützenliste eintragen, nachdem er aus kurzer Entfernung traf. Damit war die Partie gelaufen und das 4:0 von Luca Fazzini drei Minuten vor Schluss das Sahnehäubchen auf einer Leistung des HCL, die so keiner zuvor vermutet hatte.

Qualifikation:

EHC Kloten – SC Rapperswil-Jona Lakers 3:2 (1:4, 0:4, 3:2, 4:0, 4:3)

Die Klotener stehen vor ihrer nicht mehr geglaubten Renaissance. Nach dem 0:2-Serienrückstand sah es gar nach einem Rapperswiler Sweep aus und jetzt haben die Klotener die Serie gedreht. Allerdings auch mit viel Dusel, denn auch in der fünften Begegnung war es äußerst eng. Im ersten Drittel beherrschte Kloten vor ausverkauftem Haus (7624 Zuschauer) das Geschehen, kam auf ein Schussverhältnis von 17:6 und traf durch Tommi Santala (6.) und Steve Kellenberger (9.). Im zweiten Drittel stand Kloten zunächst vor dem 3:0, um dann innerhalb von sechseinhalb Minuten komplett die Kontrolle zu verlieren. Fabian Meier (24.), Martin Ness (28.) und Jan Mosimann (30.) drehten bis zur 30. Spielminute das Geschehen und jetzt führten die Lakers mit 3:2. Unfassbar dann das Finish. Als Klotens Headcoach Andre Rötheli seine letzte Option, den Keeper vom Eis zu nehmen, ins Visier nahm, nachdem es auch fünf Minuten vor Schluss immer noch 2:3 aus Klotener Sicht stand, kassierte Dominik Egli (Kloten) in der 58. Minute eine Strafe. So musste Rötheli warten und hoffen und 52 Sekunden vor Schluss wagte er es, nahm trotz Unterzahl seinen Keeper Boltshauser vom Eis und hatte Glück. Ganze drei Sekunden später versuchte Dennis Hollenstein einen Schuss und irgendwie rutschte die Scheibe zum 3:3 über die Linie. Und noch einmal zeigte sich Glücksgöttin Fortuna als Kloten-Fan. In der 68. Minute versuchte Thierry Bader (Kloten) eigentlich von der Torauslinie mehr einen Pass als einen Schuss aber der Puck schmuggelte sich zwischen Pfosten und Lakers-Schlussmann Nyffeler und lag schließlich im Netz. Mit diesem 4:3 haben die Klotener nun die Serienführung übernommen und können am Montag mit einem Sieg in Rapperswil endgültig den Klassenerhalt feiern.

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