HC Ambri-Piotta kämpft um die Play-offsZSC geht auch mit neuem Co-Trainer unter

Das Duell mit dem HC Davos entschied der HC Ambri-Piotta für sich. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Das Duell mit dem HC Davos entschied der HC Ambri-Piotta für sich. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Auf der anderen Seite die ZSC Lions. Deren Verantwortlichen wird nach der Inthronisation von Arno del Curto und der Berufung der früheren Eishockey-Legende Matthias Seger zum Co-Trainer das Kinn nach der klaren Niederlage in Fribourg abgestürzt sein, zumal ja auch Fribourg um seinen Play-off-Platz kämpft.

Auf der anderen Seite ist jedoch noch alles offen, zumindest am Play-off-Strich. Sicher sind nur vier Vereine. An der Spitze der EV Zug mit 76 Zählern vor dem SC Bern, der bisher auf 73 kommt. Die beiden weiteren Vereine findet man am Tabellenende. Der HC Davos mit 30 Zählern und Neuling Rapperswil-Jona Lakers, die mit dem 4:2 gegen Ambri am Samstag zwar eine Niederlagenserie von wiederum zehn Spielen durchbrechen konnten, aber mit ihren 20 Punkten wohl um den letzten Platz in der Vorrunde nicht vorbeikommen.

HC Ambri-Piotta – HC Davos 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Nach verhaltenem Beginn weckte der Österreicher Dominik Zwerger die Eishockeygemeinde, die immerhin mit 4160 Zuschauern in der bitterkalten Valascia vertreten war, in der fünften Minute mit seinem Führungstor, als er seinen Landsmann in Davoser Diensten Payr umspielte und dann die Scheibe an Keeper Lindbäck vorbei ins Tor hebelte. Beim 2:0 in der 14. Minute sah der Davoser Torhüter ziemlich alt aus, als Dominik Kubalik von der blauen Linie schoss und der Puck durch Freund und Feind ins Tor flatterte. Jetzt waren die Davoser ziemlich von der Rolle, kassierten in der 21. Minute sogar das 0:3, als Fabio Hofer im Powerplay erfolgreich war. Vielleicht war das Spiel für die Tessiner gelaufen, denn im Anschluss kämpften sich die Graubündner zurück und der Schwede Perttu Lindgren sorgte mit zwei Toren in der 37. und 44. Minute für den Anschluss. Erst ein Tor des Tschechen Jiri Nowotny in der Schlussminute per Empty-Net-Goal sorgte schließlich für den Sieg des HCA.

EHC Biel – HC Lugano 3:5 (0:2,1:1,2:2)

Starke 5700 Zuschauer wollten die Partie sehen und wurden von ihren Rot-Gelben enttäuscht, denn diese verschliefen schlicht den Anfang. Julian Walker bereits nach 42 Sekunden und Chorney Taylor (7.) brachten den HCL mit 2:0 in Führung und diesen Vorteil baute Romain Loeffel in der 30. Minute im Powerplay sogar aus. Zwar konnten Michael Hügli (37.) und Marc-Antoine Pouliot (43.) auf 2:3 verkürzen, aber für die endgültige Entscheidung sorgte in der 59. Minute Gregory Hofmann. In der 60. Minute gelang Biel sogar noch das 3:4 durch Toni Rajala aber im Gegenzug beendete Giovanni Morini mit einem Empty-Netter die Bieler Hoffnungen.

HC Fribourg-Gottéron – ZSC Lions 7:2 (2:1, 3:1, 2:0)

Die mit großen Hoffnungen angereisten Zürcher wurden in Fribourg recht gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dabei sprach das Schussverhältnis vor 5500 Zuschauern mit 37:29 recht eindeutig für die Zürcher aber manchmal muss man halt auch auf eigenem Eis Kontereishockey spielen und das taten die Gastgeber in beeindruckender Form. Die Tore der effizienten Fribourger erzielten Jacob Micflikier (3., 49.), Matthias Rossi (10.), Charles Bertrand (21.), Tristan Vauclair (25.), Julien Sprunger (32.) und Andrew Miller (57.). Die ZSC Lions kamen durch Maxim Noreau (13.) und Pius Suter (40.) zu ihren Torerfolgen.

HC Lausanne – SC Bern 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

Auch die Hauptstädter zeigten sich in Sachen Effizienz mustergültig. Lausanne war mindestens gleichwertig, scheiterte jedoch immer wieder an der eigenen Unfähigkeit oder an der starken Berner Defensive. Nach dem 1:0 von Joel Genazzi (3.) schien der LHC eine gute Chance zu haben, aber Mark Arcobello (9.,15.), Gaetan Haas (34.), Gregory Sciaroni (38.) und Simon Moser (51.) wandelten den Rückstand in ein 5:1. Das zweite Tor der Lausanner durch den Finnen Petteri Lindbohm (59.) tat ihnen letztendlich nicht mehr weh.

SC Langnau Tigers – SC Rapperswil-Jona Lakers 5:3 (1:1, 3:1, 1:1)

Auch im kleinen Langnau pilgerten weit über 5000 Zuschauer zur Partie des vierten gegen den letzten und sie wunderten sich über die gesamte Spielzeit über die Stärke der Lakers, die sich erst nach einem Empty-Netter von Harri Pesonen (59.) geschlagen geben mussten. Der Start war typisch für die Tigers. Der Kanadier diDomenico eroberte sich in der dritten Minute die Scheibe und schlenzte sie, fast von der blauen Linie, an Lakers-Keeper Nyffeler vorbei ins Netz. Doch die Lakers antworteten gar mit einem Shorthander von Dion Knelsen in der achten Minute. Ebenso wie das Tor von Knelsen fiel das 2:1, nur diesmal von Langnau. diDomenico fing einen Lakers-Querpass ab, startete durch und ließ Nyffeler beim 2:1 keine Chance. Die nunmehr geschockten Gäste mussten in den nächsten sechs Minuten noch zwei weitre Gegentore durch Alexei Dostoinov (25.) und Pascal Berger (29.) hinnehmen. Aber noch waren die Gäste nicht geschlagen. Cedric Hüsler (37.) und Casey Wellman (44.) trafen zum 3:4 und hielten das Geschehen bis zur besagten Schlussminute offen.

EV Zug – Servette Genf 5:2 (1:1, 4:0, 0:1)

Auch an Dienstagabenden bei kalten Temperaturen strömen die Zuger zu ihrem EVZ, der in dieser Saison beste Chancen hat, den zweiten Titel nach 1999 zu holen. Beim klaren 5:2 gegen Genf war nach den ersten 20 Minuten jeodch nicht klar, dass Zug hoch gewinnen würde, denn Servette war gleichwertig, konterte den schnellen 0:1-Rückstand durch Pontus Widerström (1.) mit einem Überzahltor von Timothy Kast (3.). Erst im zweiten Drittel zeigte sich der Tabellenführer von seiner unwiderstehlichen Seite und zog nach Treffern von Santeri Alatalo (21.), Garrett Roe (32.,34.) und Sven Senteler (33.) auf 5:1 davon. Im letzten Drittel fiel dann nur noch ein Tor und zwar durch Jack Skille (50.) zum 5:2-Endstand.


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