EHC Biel und EV Zug auf dem Weg ins HalbfinaleSchweiz: Zwei Serien stehen 2:0, zwei 1:1

Der EHC Biel führt in der Serie gegen den HC Ambri-Piotta mit 2:0. (Foto: dpa/picture alliance)Der EHC Biel führt in der Serie gegen den HC Ambri-Piotta mit 2:0. (Foto: dpa/picture alliance)
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HC Lugano – EV Zug 1:5 (0:1, 1:3, 0:1) Serienstand: 0:2

In der überraschenderweise mit 6874 Zuschauern nicht ausverkauften Corner-Arena unterlag der Vizemeister der letzten Saison dem Meisterschaftsfavoriten aus Zug letztendlich überraschend klar mit 1:5, obwohl man über die gesamte Spielzeit hinweg zumindest optisch mithielt. Im ersten Drittel war das Geschehen ausgeglichen, beide Mannschaften hätten in Führung gehen können, aber erst kurz vor Ende des ersten Drittels gelang Dario Simion (20.) das 1:0 für die Innerschweizer, als sein Soloauftritt von keinem Bianconeri gestoppt werden konnte. Beim 2:0 der Zuger durch ihren Kanadier Garrett Roe musste ausgerechnet ein Fehler von Luganos Stammkeeper Elvis Merzlikins zum Tor herhalten, als der HCL-Schlussmann nicht richtig zugriff und die Scheibe ins Tor kullerte. Das war der Startschuss von einer kurzen EVZ-Offensive, die komplett ausreichte, um das Spiel zu gewinnen. Nur 52 Sekunden später erhöhte Dominik Lammer auf 3:0 und Lino Martschini erhöhte in der 31. Minute gar auf 4:0. Damit war das Spiel entschieden, auch wenn Gregory Hoffmann in der 35. Minute seinem künftigen Arbeitgeber seine Torgefährlichkeit offenbarte, als er Zugs Keeper Tobias Stephan überwand. Letzte Tessiner Hoffnungen würgte Lino Martschini dann mit dem 5:1 ab, als er bereits nach 36 Sekunden im dritten Drittel erfolgreich war. Nach dem 3:2 vom Heimspiel führt Zug die Serie jetzt mit 2:0 Siegen an und trifft am 14. März um 20 Uhr zum dritten Mal auf den HC Lugano.

SC Langnau Tigers – HC Lausanne 0:3 (0:1, 0:2, 0:0) Serienstand: 1:1

Nach dem 5:1 vom Samstag in Lausanne rechneten die anwesenden 6000 Zuschauer in der Langnauer Ilfishalle mit dem zweiten Sieg und wurden am Ende bitter enttäuscht. Die Lausanner, mit der breiten Brust eines Vorrundendritten angereist und nach der Niederlage im ersten Spiel böse auf dem Hosenboden gelandet, hatten ihre Lektion gelernt. Sie drückten die Gastgeber in deren Hälfte zurück, pressten früh und setzten die Spielmacher wie Pesonen oder diDomenico matt. Damit waren die Langnauer wie ein Motor mit der falschen Benzinmarke und das nutzten die Gäste schnell aus. Sandro Zangger (13.) traf zum 1:0, dem im zweiten Drittel Dustin Jeffrey (26.) und Joel Vermin (36.) zwei weitere Tore zum 3:0 Endstand folgen ließen. Damit steht die Serie 1:1 und wird am Donnerstag um 20 Uhr in Lausanne fortgeführt.

HC Ambri-Piotta – EHC Biel 2:3 (0:0, 1:1, 1:2) Serienstand: 0:2

Das gallische Dorf südlich des St. Gotthard hält mit, konnte sich aber im Duell gegen die Bieler bis jetzt nicht durchsetzen. Allerdings sind es nur kleine Unterschiede bis jetzt gewesen und Ambris Coach Cereda wird sicherlich tief in die Trickkiste greifen, um am Donnerstag den Serienanschluss hinzubekommen. Fast 6100 Zuschauer waren am Dienstagabend in die Valascia gekommen und sie feuerten ihre blau-weißen Stars wie immer mit Inbrunst an. Diese versteckten sich nicht, konnten die Bieler Defensive um Altmeister Jonas Hiller jedoch nicht bezwingen. Beste Chancen hatten dabei dÀgostini (Ambri) und Pouliot (Biel). Der frühere HCA-Akteur und jetzige Bieler Jason Fuchs begann den Torreigen in der 26. Minute, als er geschickt in eine von Brunner freigesperrte Lücke fuhr und aus nähester Entfernung Benjamin Conz bezwang. Ein Traumkombination in Überzahl brachte das 1:1 für Ambri. Fabio Hofer (37.) hieß der Torschütze und in der 47. Minute bebte die Halle, als Dominik Kubalik den Außenseiter sogar mit 2:1 in Führung brachte, als er einen Handgelenkschuss von Guerra unhaltbar für Hiller abfälschte. Aber die Bieler zeigten sich gewappnet und hatten in der 49. Minute Glück, als ein Schlagschuss von Toni Rajala, ebenfalls in Überzahl, zum 2:2 führte. Ein dummer Abwehrfehler führte schließlich sogar zum 3:2 für die Gäste. Schmutz kam aus kurzer Entfernung vor Conz zum Schuss, dieser konnte nur Seite abwehren und dort stand, umringt von zwei Ambri-Abwehrspielern Michael Hügli (58.) völlig frei und sein Tor sorgte für die Entscheidung. Damit führt Biel mit 2:0, muss aber am Donnerstag um 20 Uhr noch einmal ins heiße Ambri.

Servette Genf – SC Bern 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:1) n.V.  Serienstand: 1:1

Der Meister ist zurück. Zwar bis jetzt mit einem blauen Auge, aber noch ist die Serie nicht entschieden, könnte, wenn man die beiden ersten Spiele Revue passieren lässt, gar über die vollen sieben Spiele gehen. Genf, das in Bern beim 2:0 eine Lehrstunde in taktischem Kontereishockey gegeben hatte, wollte vor eigenem Publikum, immerhin war die Halle mit 7066 Zuschauern fast ausverkauft, zeigen, dass man den Gegner auch mit Power-Offensiveishockey bezwingen kann. Tatsächlich boten die Genfer auch diese Spielart, aber der Meister zeigte sich diesmal eiskalt und traf, während die Genfer dominierten. Besonders hart: Im ersten Drittel gönnte sich Berns Ruefenacht nach sechs Minuten eine Strafzeit und nach einem Konter von Bern gab Schiedsrichter Lemelin ein Bully vor dem Genfer Tor und dies nutzte Tristan Scherwey mit einem Onetimer direkt zur SCB-Führung aus. Nachdem ein 2:0 für die Gäste in der 31. Minute wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben wurde, schlug Berns Kanadier Marc Arcobello in der 39. Minute zu. War dies eine Vorentscheidung? Zum einen sicherlich ja, aber die Mannschaft von Genfs Trainer McSorley schlug im dritten Drittel zurück. Einen Schuss von Simek fälschte Kevin Romy (52.) zum 1:2 ab und danach gab es Einbahnstraßeneishockey in Richtung Tor von Berns Keeper Genoni. In der 58. Minute schließlich traf Juraj Simek mit einem Abstauber, nachdem zunächst Rubin noch an Genoni gescheitert war. In der Verlängerung hatte Genf zwar die Nase vorn, traf aber nicht, dafür aber Berns Mark Arcobello in der 66. Minute. Jetzt geht es am Donnerstag in Bern, vor vermutlich wieder 17.000 Zuschauern um 20 Uhr weiter.

Swiss League

Nachdem im Viertelfinale der letztjährige NL-Absteiger EHC Kloten am SC Langenthal mit 1:4 Niederlagen gescheitert ist, sieht im Halbfinale der Zweitliga-Play-Offs wie folgt aus.

HC La Chaux-de-Fonds – HC Thurgau 1:1 (4:3, 0:1)

EHC Olten – SC Langenthal   1:1 (2:1, 3:4)

NL Hauptrunde

Freitag 06.12.2019
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
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HC Davos Davos
Genève-Servette HC Genf
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EHC Biel Biel
Lausanne HC Lausanne
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SC Bern Bern
SCL Tigers Langnau
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HC Lugano Lugano
ZSC Lions Zürich
- : -
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
Samstag 07.12.2019
SC Bern Bern
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HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
HC Davos Davos
- : -
Lausanne HC Lausanne
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
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Genève-Servette HC Genf
HC Lugano Lugano
- : -
ZSC Lions Zürich
EV Zug Zug
- : -
SCL Tigers Langnau
Sonntag 08.12.2019
HC Ambrì-Piotta Ambrì
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EV Zug Zug
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