Arno del Curto neuer Cheftrainer bei den ZSC Lions Trainerwechsel in Zürich

Die Davoser Trainer-Legende Arno del Curto will nun bei den ZSC Lions neues Feuer entfachen. (picture alliance/KEYSTONE)Die Davoser Trainer-Legende Arno del Curto will nun bei den ZSC Lions neues Feuer entfachen. (picture alliance/KEYSTONE)
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Die Situation war in Zürich schon etwas merkwürdig. Von den letzten 13 Begegnungen konnten sieben gewonnen werden, sechs gingen verloren. Eine mittelmäßige Bilanz, die in Zürich jedoch keineswegs so hingenommen wird, steht man doch beim finanziellen Umsatz zusammen mit Bern an der Spitze. Einziger Unterschied: Während der SCB zusammen mit dem EV Zug an der Tabellenspitze thront, dümpeln die Zürcher im besseren Mittelfeld, belegen aktuell mit 53 Punkten Rang sechs.

Ausschlaggebend für die Entscheidung, den bisherigen Cheftrainer Serge Aubin zu feuern, war vor allem die letzte Partie gegen den HC Davos. Die Graubündner, vor dem Spieltag mit 22 Punkten Rückstand auf den nächstplatzierten Vizemeister aus Lugano auf Platz elf stehend, galten selbstredend als klarer Außenseiter, doch sie gewannen durch ein Tor von Ambühl in der Overtime mit 2:1. Nach der peinlichen 3:4-Heimniederlage im Dezember gegen Ambri-Piotta die nächste Panne - und diesmal handelten die Verantwortlichen, an deren Spitze Sportmanager Sven Leuenberger. Der frühere Nationalspieler, seit 1997 beim SC Bern als Spieler und von 2006 bis 2017 als Manager beim Hauptstadtklub, ehe er 2017 nach Zürich wechselte, holte nicht irgendeinen Trainer, sondern die Legende schlechthin.

Arno del Curto, von 1996 bis 2018 in Diensten des HC Davos, soll nun für die ZSC Lions die Karre aus dem Dreck ziehen. Wieviel Wirbel der Coup auslöste, lässt sich daran sehen, dass der Presseraum der Lions überfüllt war und del Curto staunen ließ: „So etwas bin ich nicht gewohnt. In Davos wurde es nur beim Spengler-Cup eng.“

Sven Leuenberger zu seiner Neuerwerbung und auf die Frage, ob die ZSC Lions mit del Curto wieder mehr im Mittelpunkt stehen möchten: „Obwohl die Mannschaft in den letzten Wochen mehrere Siege eingefahren hat, war das Auftreten unbefriedigend. Dazu war ein System nicht erkennbar und das frühe Ausscheiden in den Cup-Wettbewerben (Schweiz und CHL; die Red.) hat ein Übriges dazu bei getan. Das waren nicht unsere Ansprüche, denn wir haben zwei Ziele: erfolgreich und attraktiv spielen. Arno del Curto hat in Davos bewiesen, dass er dies gut umsetzen kann und wir hoffen, er bringt den richtigen Input in unsere Mannschaft.“

Dazu Arno del Curto, nicht unbescheiden: „Wenn dies beim ZSC fehlt, dann bin ich der richtige Mann.“


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