Nachwuchsarbeit auf höchstem NiveauGERMAN SELECTS 2017

Im Logo der GERMAN SELECTS sind die Initialen und die Rückennummer von Robert Müller verewigt. (Hintergrundfoto: dpa)Im Logo der GERMAN SELECTS sind die Initialen und die Rückennummer von Robert Müller verewigt. (Hintergrundfoto: dpa)
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Im ersten GERMAN SELECTS Team spielten unter anderem Christian Ehrhoff, Marco Sturm, Christoph Schubert, Tobias Abstreiter,  Michael Bakos, Sebastian Furchner, Klaus Kathan, Christoph Brandner, Alexander Serikov, Rainer Köttstorfer oder Günter Oswald. Gegner war Robert Müllers Heimmannschaft, die Wild Boys Rosenheim, mit denen man zugunsten des Kinderschutzbundes spielte. „Damals war das alles unter ganz anderen Voraussetzungen. Wir waren alles gestandene Profis. Robert Müller lag ein Benefizprojekt am Herzen und dann haben wir die GERMAN SELECTS berufen“, berichtet Günter Oswald, der heute als Spielerberater tätig ist. Er erinnert sich: „Robert hat immer gerne grafische Dinge gemacht, zum Beispiel Layouts und Logos entworfen.“

Die unvergessene 80

In Erinnerung an Robert Müller sind im aktuellen Logo der GERMAN SELECTS die Buchstaben „RM“ und Müllers Nummer „80“ integriert. „Wir haben die Gelegenheit nutzen wollen, um die Idee und den Namen wieder aufleben zu lassen. Es ist auch ein kleiner Beitrag an das Gedenken von Robert“, erzählt Oswald, der gemeinsam mit Robert Müller Deutscher Meister mit den Krefeld Pinguinen wurde.

Gleicher Name, neuer Ansatz

Die neuen GERMAN SELECTS sind nun aber kein Team aus Topspielern, sondern aus Spieler, denen man zutraut, einmal Topspieler zu werden. Im Team sind Spieler der Jahrgänge 1997 bis 2000. Der eine oder andere steht also gerade auf dem Sprung in die DEL und ein paar haben in Deutschlands höchster Spielklasse bereits die ersten Einsätze gehabt. „Unsere Idee für dieses Jahr war es, die Reihen nach Jahrgängen zusammenzustellen. Eine Reihe Jahrgang 97, eine Reihe Jahrgang 98 und eine Reihe Jahrgang 99 und jünger. Voraussetzung war, dass die Spieler Nationalspieler sind und ihre Heimatvereine hinter unserem Vorhaben stehen“, lässt Günter Oswald wissen.

Der erste Kontakt

Günter Oswald hat eine A-Trainerlizenz und ist seit 2011 Spielerberater. Während seiner beruflichen Reisen nach Nordamerika kam auch der Kontakt zum TEP Showcase Tournamet Turnierdirektor Andrew Darlow in Toronto zustande. „Der meinte, ob ich nicht auch eine Mannschaft rüberschicken will. Das TEP Showcase gibt es für Kinder, aber auch für sogenannte Midget-AAA-Spieler. Da geht es um Spieler aus den Jahrgang 1997 und jünger.“ Gesagt getan – Günter Oswald und Stefan Metz haben in Zusammenarbeit mit den Vereinen ein Team gebaut und sind nun eine von 32 Mannschaften,  die vom 23. bis 25. Juni beim Turnier dabei sind. Von 20. bis 23. Juni findet zudem noch ein Vorbereitungscamp  statt. Beides in Toronto. „Es gibt im Sommer viel eishockeyfreie Zeit und wenn man diese Zeit sinnvoll füllen kann, hatte ich das Gefühl, dass zu tun“, so Günter Oswald.

Das Trainerteam

Im Trainerteam findet man Marty Willimson als Chef, der bis 2016 General Manager und Headcoach der Niagara Ice Dogs war. „Ein ganz erfahrener Trainer im kanadischen Junioren-Eishockey“, berichtet Oswald. Auch dabei ist Roger Holéczy, ein ehemaliger ungarischer Nationalspieler, der in der USA (Chicago) und ganz Europa viel Erfahrung mit Develpoment-Programmen hat. „Wir haben mit Chris Korte einen Athletiktrainer aus dem Trainerstab von Gary Roberts mit dabei, dieser wird im Off-Ice-Bereich von Thomas Schinko, von den Thomas Sabo Ice Tigers, im Physio-, Core- und Regenerationstraining unterstützt.“ Oswald gerät fast ins Schwärmen: „Wir haben wirklich einen sehr guten Trainerstab vor Ort.“ Diese betreuen und trainieren die Mannschaft in insgesamt fünf Trainingsblöcken und vier Gruppenspielen plus K.o.-Spiele.

Die Finanzierung

„Viele Vereine haben sofort gesagt, dass sie ihre Spieler gerne mit dabei haben würden. Die Teilnahmegebühr ist für jeden Spieler gleich.“ Die Finanzierung ist dabei recht ungewöhnlich geregelt, jedem Verein wurde freigestellt, wie viel er im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Spieler bezuschusst.  Bei der Restfinanzierung, haben wir uns darauf verständigt, dass die Spieler ihre Flüge selbst bezahlen.” Stefan Metz und Günter Oswald sind beide Spielerberater, gefördert werden aber keineswegs nur die eigenen Schützlinge. „Wir sind die Initiatoren und zugleich auch Sponsoren.“ Es gibt auch Spieler aus Vereinen, die nicht bezuschusst werden, für diese haben wir Sponsoren oder Mentoren gewinnen können, die uns dankenswerterweise unterstützen. Wir machen keinen Unterschied, was die Zuschüsse angeht. Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Vereine und die Spieler hinter den GERMAN SELECTS 2017 stehen. Das letzte Wort bei der Freigabe haben natürlich die Vereine“, erklärt Günter Oswald.

Mehr als eine Eintagsfliege

Dabei soll es aber keine einmalige Aktion bleiben. Günter Oswald erzählt: „Wir haben schon geplant, dass wir das regelmäßig durchführen. Wir wollen die GERMAN SELECTS als feste Größe im Sommer installieren. Es gibt auch Gedankenspiele vielleicht ein Camp in Deutschland zu veranstalten, bevor wir nach Kanada fliegen. Jeder hinzukommende Trainingstag ist ein Erfolg.“

Das Team der GERMAN SELECTS 2017

Tor: Patrick Berger  (EV Landshut), Michael Boehm (EC Bad Tölz).

Verteidigung: Lars Schiller (South Muskoka Shield), Fabian Koziol (ESV Kaufbeuren), Garret Pruden (EC Bad Nauheim), Maximilian Adam (Eisbären Berlin), Alexander Dersch, Luca Zitterbart (beide EV Landshut).

Sturm: Charly Jahnke, Vincent Hessler, Tom Knobloch (alle Eisbären Berlin), Mike Glemser (Dresdner Eislöwen), Luca Gläser (Bayreuth Tigers), Valentin Busch (Thomas Sabo Ice Tigers), Marvin Ratmann, Lucas Dumont (beide Kölner Haie), Luis Schinko (EV Landshut).

Homepage GERMAN SELECTS: https://www.german-selects.com

Homepage TEP Showcase Tournament: http://www.tephockey.com/view/tepshowcase/home-page-657

Wir bleiben dran und werden auch aus Kanada den einen oder anderen Bericht vom Camp und vom Turnier veröffentlichen.

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