Luleå und Rögle treffen auf die SchwergewichteSHL: Playoff-Viertelfinale beginnt

Rögle BK bekommt es mit Färjestads BK zu tun. (Foto: dpa/picture alliance/TT NYHETSBYRÅN)Rögle BK bekommt es mit Färjestads BK zu tun. (Foto: dpa/picture alliance/TT NYHETSBYRÅN)
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Färjestads BK (1.) – Rögle BK (9.)

Als Meister der Vorrunde ist die Favoritenrolle für Färjestad zweifellos klar. Bereits vor der Saison wurde Färjestad von hiesigen Experten und Buchmachern als der Topanwärter auf die diesjährige Meisterschaft gehandelt. Mit Carl Lindbom und Max Legacé verfügen die Karlstädter über das wohl beste Torhütergespann der Liga und haben mit David Tomásek, Victor Eidsell sowie Per Åslund äußerst gefährliche Stürmer in ihren Reihen. Rögle hat in dieser Saison keine Punkte gegen Färjestad geholt, aber spielerisch haben sich die Grün-Weißen die letzten Wochen erheblich gesteigert und haben den FBK im letzten Aufeinandertreffen in Ängelholm sogar zeitweise dominiert. Lediglich die Chancenauswertung ist bei den Ängelholmern das Problem für ein Abschneiden unterhalb der Erwartungen. Im Achtelfinale gegen Timrå hat RBK die Best-of-Three Serie mit 2:0 beeindruckend gewonnen und Christoffer Rifalk im Tor zeigte zuletzt eine starke Leistung. Adam Engström und Adam Tambellini fehlten beim gestrigen Training und ihr Fehlen wäre natürlich ein erheblicher Verlust. Alles andere als ein Weiterkommen Färjestads wäre eine große Überraschung. Dennoch sollte der Vorrundenmeister den Gegner, der mit guter Form und ordentlich Wind in den Segeln antreten wird, nicht unterschätzen.

Växjö Lakers (2.) – Luleå Hockey (7.)

Zu einer Neuauflage des Vorjahresviertelfinals kommt es zwischen Växjö und Luleå. Damals ging die Serie über sieben Spiele, mit dem glücklicheren Ende für den späteren schwedischen Meister aus Växjö. Spielerisch hat sich in beiden Mannschaften seit dem letzten Jahr nicht viel verändert. Sowohl Lakers-Trainer Jörgen Jönsson als auch Luleå-Coach Thomas Berglund setzten viel auf ihr Defensivspiel. Luleå bewies dies deutlich im Achtelfinale gegen Örebro, wo Goalie Joel Lassinantti gleich zweimal die Null hielt. Auch die Zahlen aus der Vorrunde weisen daraufhin. Växjö hatte mit 110 die wenigsten Gegentreffer und Luleå mit 116 die drittwenigsten kassiert. Wer eine Torreiche Serie sehen möchte, sollte sich also woanders umsehen. Generell tun sich die Lakers schwer mit Luleå. Während dieser Spielzeit verlor man drei von vier Begegnungen, darunter beide Heimspiele in der VIDA-Arena. Dennoch hat man das Gefühl, dass Växjö noch eine Schippe drauflegen kann und sein gesamtes Potential unter der Vorrunde nicht gänzlich ausschöpfen konnte. Trotzdem ist man sich einig, dass wenn ein Viertelfinale eine große Überraschung mit sich bringen kann, dann dieses. Bitter aus deutscher Sicht ist der verletzungsbedingte Ausfall von Tobias Rieder.     

Skellefteå AIK (3.) – Linköping HC (6.)   

Der Vizemeister aus Skellefteå weiß, was es braucht, um in ein Finale einzuziehen. Seit 2012 verzeichnet man acht Finalteilnahmen. Jedoch konnte ging man aus diesen acht Serien nur zweimal siegreich hervorgehen (2013, 2014). Der Anspruch des Klubs aus dem hohen Norden ist eindeutig: Es soll wieder Gold nach Hause gebracht werden. Der SAIK führt die Liga sowohl im Powerplay (34%) als auch im Boxplay (88,6%) an. 50 Tore in Überzahl stehen für fast ein Drittel aller erzielten Tore der Nordländer. Auch der Topscorer Oscar Lindberg (51 Punkte, 18 Tore) befindet sich in den Reihen der Schwarz-Gelben. Linköping muss im Viertelfinale auf ihren Starting-Goalie und NHL-Veteran Marcus Högberg aufgrund einer Verletzung verzichten. Ungemein große Fußstapfen, die der erst 23-jährige Jesper Myrenberg nun füllen muss. Der junge Ersatzmann kam in der Vorrunde auf gerade einmal 13 Einsätze. Mit Ty Rattie, Broc Little und Patrick Russell stehen drei starke Importspieler im Aufgebot Linköpings, die auch die interne Scorerliste anführen. Nur einmal konnte man den SAIK in der Vorrunde bezwingen. Im Januar gab es sogar eine deutliche 1:7-Niederlage. Der klare Favorit für das Weiterkommen ist der Vizemeister Skellefteå AIK.

Frölunda HC (4.) – Leksands IF (5.)

Ein Frölunda, das sich in ersten Jahr nach der Ära Joel Lundqvist befindet, trifft auf ein ambitioniertes Leksand, das vor der Saison einen Platz unter den Top sechs anstrebte und um die Meisterschaft spielen will. Dafür hat sich Leksand deutlich mit Kontigentspielern wie Marek Hvrivík, Peter Chelárik und Rückkehrer Max Veronneau verstärkt. Mit Filip Larsson verfügt der LIF über den Torhüter mit dem niedrigsten Gegentorschnitt (1,90) der Liga. Frölunda wird von ihrem routinierten Kapitän und Topscorer Max Friberg angeführt. Aber auch auf Stürmer Malte Strömwall, der im Kalenderjahr 2024 regelrecht explodiert ist, wird ein besonderes Augenmerk liegen. Den direkten Vergleich gewinnt Frölunda mit 3:1-Siegen in der Vorrunde. Betrachtet man die Special Teams an, ergibt sich ein klarer Vorteil für das Team aus Göteborg. Die Zahlen besonders in Überzahl sind deutlich auf Seiten von Frölunda (24,6% zu 16%). Darüber hinaus steht mit Roger Rönnberg ein Trainer hinter der Frölundabande, der in jeder seiner elf Spielzeiten die Playoffs erreicht hat (die Pandemiesaison ausgenommen) und somit über beträchtliche Erfahrung verfügt.


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