Korbinian Holzer und Brooks Macek mit Jekaterinburg vor dem AusZSKA Moskau und Ak Bars Kasan bereits im Viertelfinale

Korbinian Holzer liegt mit Automobilist Jekaterinburg nach Siegen mit 1:3 zurück.  (Foto: dpa/picture alliance)Korbinian Holzer liegt mit Automobilist Jekaterinburg nach Siegen mit 1:3 zurück. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die in diesem Jahr 23 Mannschaften, aufgeteilt in vier Divisionen und die wiederum in eine Western und eine Eastern Division, hatten bis Ende Februar 60 Spieltage absolviert. In der Western Division blieb am Ende ZSKA Moskau ganz vorne, das immerhin auf 91 Punkte (43 Siege) kam, vor SKA St. Petersburg mit 82 Punkten und Dynamo Moskau (84). Lokomotive Jaroslawl schaffte mit 83 Punkten Platz vier. Zwar auf Rang fünf, aber schon mit zehn Punkten Rückstand auf Jaroslawl der letzte westeuropäische Vertreter Jokerit Helsinki. Auf Rang sechs landete Sewerstal Tscherepowez (68), das sich knapp gegen den überraschend starken weißrussischen Vertreter Dinamo Minsk (67) durchsetzen konnte. Den letzten Play-off-Platz in dieser Division holte sich Spartak Moskau (63). Relativ knapp rutschte Witjas Podolsk aus dem Großraum Moskau mit 59 Punkten an den begehrten Plätzen vorbei, während der HC Sotschi (37) und der lettische Vertreter Dinamo Riga (28) keine echte Chance hatten.

In der Eastern Division gewann Ak Bars Kasan (90) den Titel vor Avangard Omsk (84) und Metallurg Magnitogorsk (81). Alle drei zählen auch zu den Geheimfavoriten, die das Zeug haben, den wirklich Großen im Geschäft, also ZSKA und St. Petersburg das Spiel zu verderben. Auf Platz vier konnte sich Salawat Julajew Ufa (81) einreihen, während Traktor Tscheljabinsk (74), das kasachische Team Barys Nur-Sultan (früher Astana; 69), Automobilist Jekaterinburg (68) und Torpedo Nischni Nowgorod (67) die Außenseiterrolle zufällt. Nicht in die Qualifikationsränge für die Endrunde schafften es Sibir Nowosibirsk (58), Amur Chabarowsk (55), Neftechimik Nischnekamsk (40) sowie Kunlun Red Star Peking (34).

Um in Coronazeiten ein bisschen sparsam zu wirken, wurde die erste Play-off-Runde divisionsintern durchgeführt, allerdings weiterhin im Best-of-Seven-Modus.

Drei deutsche Spieler waren dabei in der Saison in der KHL involviert und zwei der drei konnten sich für die Play-offs qualifizieren, wobei beide das Trikot von Automobilist Jekaterinburg anzogen, nämlich Nationalverteidiger Korbinian Holzer sowie Angreifer Brooks Macek, während der dritte im Bunde, Yegor Alanov, geboren im niedersächsischen Rotenburg an der Wümme, für Dynamo Moskau an den Start ging, zwischenzeitlich aber ausgeliehen wurde an den VHL-Club Dynamo Krasnogarsk.

Für Holzer und Macek sieht es dagegen schon in der ersten Runde nach einem Rauswurf aus. Im Divisionsduell gegen Avangard Omsk führt der Favorit mit 3:1 Siegen, gewann auf eigenem Terrain mit 3:0 und 4:3, unterlag in der ersten Partie in Jekaterinburg 1:2, um die zweite mit 4:3 für sich zu entscheiden. In diesem vierten Spiel traf dabei Brooks Macek gleich zweimal, nämlich zum 2:0 (19.) und 3:1 (35.), aber es reichte nicht. Omsk glich mit einem Doppelschlag in der 57. und 58. Minute aus; das entscheidende Tor fiel in der zweiten Verlängerung (89. Spielminute) durch ihren Topstar Ilya Kovalchuk. Korbinian Holzer wurde in allen vier Begegnungen eingesetzt und gab unter anderem beim 2:1-Sieg die Vorlage zum 1:0 in der 32. Minute, als Stanislav Bocharow erfolgreich war. Auch bei der 3:4-Niederlage in Spiel zwei gab Holzer eine Vorlage. Beide deutsche Spieler haben mit ihren Play-off-Leistungen die Erwartungen bestätigt und können zudem auf einen Kontrakt bis Mitte 2022 verweisen.

In den  weiteren Spielen in der ersten Play-Off-Runde setzte sich in der Western Division Dynamo Moskau gegen Sewerstal Tscherepowez mit 3:1 Siegen (1:0, 2:5, 2:1, 5:2), ZSKA Moskau im stadtinternen Duell gegen Spartak Moskau mit 4:0 (1:0, 5:1, 3:0, 3:1) und Lokomotive Jaroslawl gegen Jokerit Helsinki mit 4:0 (1:0, 5:0, 3:2, 4:1) durch.

In der Eastern Division sind dabei noch zwei Paarungen nicht entschieden. Weiter ist Ak Bars Kasan, das sich gegen Torpedo Nischni Nowgorod mit 4:0 Siegen (2:1, 4:1, 4:0, 4:1) durchsetzte. Nach drei Spielen liegt Salawat Julajew Ufa mit 3:1 Siegen (1:3, 3:2, 4:0, 3:0) gegen Traktor Tscheljabinsk vorne. In der „deutschen“ Serie zwischen Automobilist Jekaterinburg und Avangard Omsk führt Avangard mit 3:1 Siegen. Am 10. März geht es daher für Korbinian Holzer und Brooks Macek um alles, wobei das Unmögliche geschafft werden muss, nämlich ein Sieg in der Höhle des Löwen in Omsk. Ebenfalls am 10. März geht die fünfte Begegnung zwischen Metallurg Magnitogorsk und Barys Nur-Sultan (7:4, 1:2, 2:1, 2:4) über die Bühne und der erste Matchpuck zwischen beiden wird am 12. März in Nur-Sultan (früher Astana, Kasachstan) ausgespielt. 

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