KHL: Kader der Klubs füllen sich - Mark Hartigan nach Riga

KHL-Gagarin Cup: Kasan stolpert beim FinalauftaktKHL-Gagarin Cup: Kasan stolpert beim Finalauftakt
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Der kürzlich veröffentlichte Spielplan für die Premierensaison der KHL meinte es mit dem lettischen Vertreter Dinamo Riga nicht sonderlich gut (wir berichteten). Offensichtlich waren Ligenleitung und Klub nicht auf einen so gut gefüllten Veranstaltungskalender der 10.500 Zuschauer fassenden Arena Riga eingestellt. Hier haperte es demnach gehörig an der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Insbesondere für zwei Spiele im Oktober war kein vernünftiger Termin mehr zu finden. Da der KHL in ihren langfristigen Planungen eine Expansion Richtung Westen vorschwebt, mit der Aufnahme von Klubs aus Skandinavien, aber auch der Schweiz, Tschechien und Deutschland, organisierte man kurzerhand eine Werbetour ins benachbarte Ausland. Dinamo Riga bestreitet nun halt deren Auftakt mit Spielen am 26. und 27. Oktober in Finnlands Hauptstadt Helsinki gegen AK Bars Kasan bzw. Lada Togliatti.

Von den Spielplanquerelen ließen sich die Letten aber nicht abhalten, ihren Kader weiter aufzurüsten. Mit Stürmer Ronald Petrovicky (zuvor EV Zug) bekam Marcel Hossa nun den herbei gesehnten slowakischen Landsmann an die Seite gestellt. Besonders euphorisch wurde von den Dinamo-Fans die Verpflichtung des Stürmers Mark Hartigan zu Kenntnis genommen. Der 30-jährige Kanadier wechselt aus der Organisation der Detroit Red Wings nach Riga. Hartigan darf sich trotz nur weniger Einsätze für Detroit in der vergangenen Saison dennoch Stanley Cup-Sieger nennen, was freilich in den ortansässigen Medien entsprechende Würdigung erfuhr. Die Verteidigung Dinamos wird zudem um den Kanadier Duvie Westcott verstärkt. Der ebenfalls 30-jährige sammelte bereits während der Lock out-Saison 2004/05 beim finnischen Klub JYP Jyväskylä Erfahrung auf europäischem Eis.

Rigas weißrussischer Namensvetter und KHL-Konkurrent Dinamo Minsk war ebenfalls auf Einkaufstour. Das Team des kanadischen Chefcoachs Paul Gardner zog sich die Stürmer Jeff Ulmer von den Frankfurt Lions aus der DEL, sowie Mike Maneluk vom HC Davos aus der Schweiz an Land. Der russische NHL-Veteran Igor Ulanov – mehr als 700 Einsätze für diverse NHL-Klubs - soll mit seinen nun schon 38 Jahren der Defensive vor allem mit seiner Routine weiterhelfen. Selbiges erwartet man vom 36-jährigen Verteidiger Dmitri Krasotkin.

Salawat Julajew Ufa hingegen muss wohl auf die Dienste des gerade erst als Neuzugang präsentierten kanadischen Verteidigers Steve McCarthy verzichten. Der 27-Jährige bekam vermutlich kalte Füße, noch bevor der russische Winter überhaupt in Sicht war. – Mannheims neuer Torwart Fred Brathwaite sprach in einem Interview mit einer amerikanischen Zeitung über seine Erfahrungen in Russland und gab dort all jenen Spielern, die jetzt in die KHL wechseln, augenzwinkernd den guten Rat mit auf den Weg: „Packt euch dicke Handschuhe ein und vergesst die langen Unterhosen nicht!“ – In Ufa kann man indes nicht lachen und ist ob des Verhaltens McCarthys ziemlich ungehalten, vermutet sogar eine Retourkutsche der NHL für das Wegschnappen von Alexander Radulov. Die KHL-Klubs haben jedoch noch bis zum 15. Januar Zeit, Spieler zu verpflichten.

Über die neuesten Transfers, Ergebnisse, Statistiken und sonstige Neuigkeiten könnte man sich auf der am gestrigen Mittwoch vorgestellten neuen offiziellen KHL-Website www.khl.ru informieren, so man denn des Russischen kundig wäre. Bleibt allerdings zu hoffen, dass sich die angestrebte Internationalität der KHL auch bald dort widerspiegelt und in Kürze eine englischsprachige Version angeboten wird. (mac)

 

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