KHL: Avtomobilist Ekaterinburg in finananziellen Nöten

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Wie am gestrigen Tag durch Veröffentlichungen der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ bekannt wurde, hat der russische Klub Avtomobilist Ekaterinburg derzeit mit nicht unerheblichen Liquiditätsproblemen zu kämpfen.

Der Klub wird seit einer Reihe von Jahren von der Regierung der Region Swerdlowsk wesentlich mitfinanziert. Diese stellte auch im Februar dieses Jahres die zur Teilnahme an der KHL nötige Finanzbürgschaft aus. Des Weiteren erhielt die Klubführung eigenen Aussagen zufolge von selber Stelle verbindliche Zusagen über weitere Zahlungen, die den Spielbetrieb sicherstellen sollten. Sportdirektor Anton Sherstyanikov sagte gegenüber der “Komsomolskaja Prawada” zur Situation: “Allen war klar, dass für einen Start in der KHL sehr viel mehr Geld nötig sein würde als zuvor. Für dieses Geld erhielten wir Garantien. Doch Garantien sind eben noch kein Geld.“ Ekaterinburg spielte noch in der zurückliegenden Saison unterklassig.

Im Internet kursierten schon seit Tagen Gerüchte über mögliche Finanzprobleme bei Avtomobilist. Diese wurden unter den Fans auch dadurch geschürt, weil die Webseite des Klubs seit geraumer Zeit nicht aktualisiert wurde, sowie Gästebuch und Fanforum gesperrt sind. Seit drei Monaten schon läuft der Dauerkartenverkauf, und der Zuspruch ließ darauf schließen, dass sich die Fans auf die Teilnahme ihres Teams an der KHL freuen.

Wenigstens fragwürdig erscheint vor diesen Hintergründen das Auftreten von Avtomobilist auf dem Transfermarkt, wo bei anderen europäischen Vereinen unter Vertrag stehenden Spielern Gehälter offeriert werden, deren Zahlung offenkundig noch längst nicht gesichert ist. Von fälligen Ablösesummen an die abgebenden Vereine ganz zu schweigen. Die Krefeld Pinguine haben bekanntlich erste Erfahrungen mit Ekaterinburg sammeln müssen, das ihnen Torhüter Sebastien Charpentier abspenstig zu machen versucht. Wie Hockeyweb bereits berichtete, erscheint dessen Abgang nun gar nicht mehr so sicher, da der russische Klub plötzlich reges Interesse am Tschechen Marek Pinc zeigt. Laut Aussagen von Verantwortlichen Avtomobilists war ursprünglich geplant, drei ausländische Profis unter Vertrag zu nehmen. Dass gleich zwei davon Torhüter sein sollten, darf wohl als unwahrscheinlich betrachtet werden.

Ob die Planungen Avtomobilists nun überhaupt zur Umsetzung gelangen, liegt in Händen der Regionsregierung, sie muss möglichst schnell ihre Zusagen einlösen. Denn den Verantwortlichen in Ekaterinburg bleibt nicht viel Zeit, schon in den nächsten Tagen müssen sie der Ligenleitung positive Ergebnisse, sprich sprudelnde Geldquellen, vorweisen. Ansonsten droht dem Klub der Supergau. Russische Medien befürchten bereits einen handfesten politischen Skandal, die Leitung der KHL einen erheblichen Imageschaden, noch bevor die Liga ihren Spielbetrieb überhaupt aufgenommen hat. (mac)

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