Jaromir Jagr schießt Kladno zum Sieg beim Tabellenführer Sparta PragVier Punkte bei Comeback trotz Verletzung

Jaromir Jagr erzielte bei seinem Comeback gegen Sparta Prag vier Punkte für Rytiri Kladno. (picture alliance / dpa / Jaroslav Ozana / CTK)Jaromir Jagr erzielte bei seinem Comeback gegen Sparta Prag vier Punkte für Rytiri Kladno. (picture alliance / dpa / Jaroslav Ozana / CTK)
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In wenigen Wochen wird die nimmermüde Eishockey-Legende Jaromir Jagr 48 Jahre alt. In diesem für Profi-Sportler biblischen Alter zwickt und zwackt es jedoch bisweilen im Körper – deswegen musste der Star-Stürmer, Besitzer und Geldgeber von Rytiri Kladno aus der tschechischen Extraliga zuletzt mehrere Wochen pausieren.

Am vergangenen Wochenende nun das Comeback beim aktuellen Spitzenreiter aus Prag, da Kladno derzeit viele Ausfälle zu beklagen und Jagr einsprang, obwohl ihm die Adduktoren hartnäckig Probleme bereiten. Und falls noch irgendwer einen Beweis seiner außergewöhnlichen Klasse benötigt: Im Schongang gelangen dem „alten Mann“ zwei Tore und zwei Assists – gegen Spieler, die seine Söhne sein könnten.

Er leistete damit einen wichtigen Beitrag zum überraschenden 8:4-Auswärtssieg der "Ritter", bei denen unter anderem auch der österreichische Hüne André Lakos unter Vertrag steht. Rytiri profitierte dabei von einigen Fehlern der von Uwe Krupp trainierten Prager, bei denen vor allem Goalie Jakub Sedlacek nicht immer gut aussah. Und das sollte man gegen einen echten Superstar, auch wenn er nicht mehr der jüngste ist, tunlichst vermeiden. So wurde aus dem 4:4 nach zwei Dritteln am Ende ein 4:8 aus Sicht der Gastgeber, für die der aus der DEL bekannte 120-Kilo-Koloss Milan Jurcina auf dem Eis steht.

Jaromir Jagr absolvierte 1988 sein erstes Spiel im Seniorenbereich – als die meisten seiner heutigen Teamkameraden und Gegenspieler noch nicht einmal geboren waren. Im vergangenen Frühjahr schoss er sein Team beinahe im Alleingang in der Aufstiegsrunde in die Extraliga. Nun erlegte Jagr für seine „Ritter“ auch den Spitzenreiter.

Kladno steht derzeit auf Rang zehn der Tabelle und empfängt am morgigen Freitag den amtierenden Meister aus Brünn, der aktuell den fünften Platz in der Extraliga innehat.