Im NLA-Finale treffen die Altmeister aufeinanderDavos und Zürich spielen um die Schweizer Meisterschaft

Im Duell mit dem SC Bern setzte sich der HC Davos ohne Niederlage durch. (Foto: Imago)Im Duell mit dem SC Bern setzte sich der HC Davos ohne Niederlage durch. (Foto: Imago)
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HC Davos – SC Bern 4:0 (3:2, 6:2, 2:0, 3:1)

Schon der Auftakt geriet zum Schock für die Hauptstädter. Vor ausverkauftem Haus (17.131 Zuschauer) gelang durch den Amerikaner Bud Holloway die schnelle Führung nach 71 Sekunden. Die Davoser mussten einige bange Minuten überstehen, konnten jedoch in der 18. Minute etwas überraschend durch Lindgren ausgleichen. Holloway (31.) erhöhte dann auf 2:1 und der SCB schien den ersten Sieg über die Ziellinie zu bringen, als dem HCD elf Sekunden vor Schluss der Ausgleich gelang. Als Abwehrspieler Guerra (69.) gar das 2:3 gelang, da herrschte Totenstille im weiten Rund, während die gelbe Fraktion feierte.

Die Feierei ging in Partie zwei weiter. Gleich mit 6:2 wurden die Berner aus der Halle geschossen. Bereits nach 15 Minuten führte Davos durch Hofmann (10.) und Kindschi (15.) mit 2:0. Im zweiten Drittel fanden die Wieser-Brüder ihr Zielwasser, machten in der 24. und 26. Minute das 3:0 und 4:0. Im Anschluss machte die Konzentration beim HCD eine kleine Pause, Bern gelang der Anschluss. Gardner (27.) und Holloway (35.) verkürzten auf 2:4. Jede Berner Hoffnung wurde jedoch ad acta gelegt nach dem schnellen Davoser Doppelschlag zu Beginn des dritten Drittels. Lindgren (41.) und Mauro (42.) ließen es krachen, dann ruhten sich beide für Spiel drei aus.

Ein intensives, aber torarmes Match, da beide Vertretungen sich erfolgreich neutralisierten. Nach vierzig Minuten stand es immer noch 0:0. In der 48. Minute gelang Schneeberger etwas überraschend das 0:1. Die Antwort waren wütende Attacken der Berner, die aber auch aus zwei Powerplays keinen Nutzen ziehen konnten und schließlich sogar das 0:2 durch Lindgren (60.) per Empty-Netter hinnehmen mussten.

Spiel vier entsprach schließlich der ganzen Serie. Zwar ging erstmals der SCB in Führung, schoss nach 102 Minuten mal wieder ein Tor, aber die selbstbewussten Davoser ließen sich nicht schocken. Paulsson(2) und Simon gelang noch im zweiten Drittel der Return und danach ließen die Graubündner nichts mehr anbrennen.

Zürcher SC Lions – Servette Genf  4:2 (5:2, 3:6, 1:2, 8:0, 4:2, 3:1)

Bereits im ersten Spiel zeigten die Genfer den ZSC-Cracks die Zähne. Bis zum dritten Drittel führte man überraschend mit 2:1, dann fehlten langsam die Kräfte und den Zürchern gelang noch ein 5:2. Im ersten Rückspiel zeigte Servette, wozu es in der Lage ist. Loeffel (10.) brachte die Weinroten in Führung und dann tanzten die Romands mit den Zürchern Discofox. D`Agostini (12.), Goran (12.) und Noah (17.) erhöhten auf 4:0. Als d‘Agostini (24.) dann gar auf 5:0 erhöhte, sah es um den ZSC schlecht aus. Die Blau-Weißen zeigten sich jedoch nur bedingt geschockt. Keller (30.), Bärtschi (43.) und Seger (50.) verkürzten auf 3:5, ehe Wick (59.) den Schlusspunkt setzte.

In Spiel drei gelang den Genfern gar ein 1:2 in der Höhle des Löwen. Wie zur gleichen Zeit in Bern stand es auch hier nach vierzig Minuten 0:0. Dann gelang dem ZSC durch Malgin (42.) die Führung, die aber fast schon im Gegenzug von Noah (43.) wieder ausgeglichen wurde. Die Overtime hatte kaum angefangen, da gab es schon einen Sieger. Der Kanadier Picard brachte Genf mit seinem 2:1 (62.) in der Serie in Führung. Beim darauf folgenden Heimspiel hätte Genf bereits das 3:1 erspielen können, aber es klappte rein gar nichts. Keller (1.), Nilsson (29., 42.), Wick (33., 35.), Künzle (47.), Blindenbacher (50.) und Neuenschwander (54.) schossen den Gastgeber mit 8:0 aus dessen eigener Halle und brachten dem ZSC das 2:2 in der Serie.

In der fünften Begegnung ging das in Genf begonnene Scheibenschießen weiter. Malgin (5.) und Cunti (18.) brachten den ZSC mit 2:0 in Front, Wick (38.) und Bastl (38.) erhöhten kurz vor Drittelende auf 4:0. Die Genfer machten zwar kämpferisch ein deutlich besseren Eindruck als im vierten Spiel, kamen am Ende sogar zu Torerfolgen (Bezina, 54.) und Almond, 57.), aber an der Niederlage im fünften Spiel konnten auch sie nichts ändern. Würde Genf noch einmal zurückkommen? Der sechste Spieltag, diesmal wieder Servette als Gastgeber sehend, brachte eine schnelle, dramatische und interessante Partie. Seger (29.) brachte den Gast aus Zürich in Führung, Wick (40.) glich aus. Ein schneller Start des ZSC brachte im Abschlussdrittel die Entscheidung. Künzle gelang noch in der Auftaktminute das 1:2 und vier Minuten später beendete Shannon mit dem 1:3 die Genfer Hoffnungen.

Damit stehen der Zürcher SC und der HC Davos im Finale um die NLA-Meisterschaft. Beginnen wird die Serie am 2. April um 20.15 Uhr in Zürich, beendet spätestens am 16. April, wiederum in Zürich.

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