HC Ambri-Piotta überrascht zum Auftakt des Spengler-CupsUfa nach zwei Spielen bereits nicht mehr im Rennen

Der HC Ambri-Piotta (blaue Trikots) setzte sich gegen Salawat Julajew Ufa durch.  (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Der HC Ambri-Piotta (blaue Trikots) setzte sich gegen Salawat Julajew Ufa durch. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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HC Ambri-Piotta – Salawat Julajew Ufa 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

7200 Zuschauer, davon vermutlich etwa 2000 Ambri-Anhänger. Die Davoser Vaillant-Arena war komplett in den Händen der Fans aus der Leventina und diese hatten im Laufe des Matches mehr zu feiern als sie sich vorher gedacht hatten. Hockeyweb hatte bereits im Vorfeld überlegt, ob Ufa sich wirklich bemühen würde oder auch, wie seine Vorgänger, uninspiriert in das Turnier gehen würde und das Ganze mehr als Ausflug mit Trainingscharakter sehen würde.

So war es dann auch. Ufa hatte gegen das Tempoeishockey, das schon in der CHL dem deutschen Vizemeister aus München Probleme bereitet hatte, letztendlich keine Chance und Ambri gelang zudem etwas, was den Statistikern erst weit nach dem Spiel auffiel. Erstmals in der Geschichte des Spengler-Cups wurden die vier Tore auf komplett verschiedene Weisen erzielt.

Das 1:0 schoss Robert Sabolic (3.) bei personeller Gleichheit. Das 2:0 erzielte Matt d‘Agostini (16.) in Unterzahl, das 3:0 gelang Marco Müller (24.) in Überzahl und das 4:1 ebenfalls von Marco Müller (60.) war ein technisches Tor. Lediglich Evgeny Lisovets gelang ein Tor für das KHL-Team, und auch das nur mit Glück, weil Ambris Keeper Daniel Manzato durch seinen Hechtsprung die Scheibe nur knapp verpasste.

Team Kanada – HC Ocelari Trinec 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

Ein verdienter Sieg der Kanadier, die mit viel Schwung den Tschechen jede Möglichkeit nahmen, deren technisches Spiel aufzunehmen. Bereits nach sechs Minuten traf der bei dem slowakischen Verein HK Nitra spielende Kris Versteeg in Überzahl zum 1:0. Das zweite Drittel brachte schon in der Anfangsphase eine Vorentscheidung. Bereits nach 15 Sekunden musste Trinec-Stürmer Tomas Marcinko wegen Haltens auf die Strafbank und der bei den Rapperswil-Jona Lakers spielende Kevin Clark (22.) fälschte einen Noreau-Schuss zum 2:0 ab. Dem gleichen Akteur gelang in der 27. Minute das 3:0. Nur achtzig Sekunden später traf der Pole Aron Chmielewski für Trinec und dabei blieb es trotz aller Offensivbemühungen der Tschechen. Zach Fucale, der den Vorzug von Matt Tomkins bekommen hatte, ließ kein Tor mehr zu, konnte sich seinerseits über das vierte eigene Tor freuen, das erneut Kevin Clark, diesmal mit einem Empty-Netter erzielte.

TPS Turku – Salawat Julajew Ufa 4:3 (1:1,3:0,0:2)

Ufa hatte sich im zweiten Spiel deutlich etwas vorgenommen, wollte die Schmach vom 1:4 gegen Ambri-Piotta tilgen. Am Ende sah es zwar besser aus, aber die zweite Niederlage bedeutete das Aus um den Gesamtsieg und jetzt geht es nur noch um Platz fünf. Nach ausgeglichenem ersten Drittel stand es 1:1. Für Turku hatte Oskari Lehtinen (6.) getroffen, für die Russen Eduard Gimatov (13.). Im zweiten Drittel zunächst verteiltes Spiel, beide Teams hatte ihre Chancen und dann kam der finnische Wirbelsturm richtig ins Rollen. Innerhalb von nur fünf Minuten trafen Aleksi Anttalainen (31.), Tony Sund (33.) und Ilari Filppula (36.) und machten aus dem 1:1 ein 4:1. Im dritten Drittel drehte dann Ufa auf, wollte sich nicht total blamieren, kassierte zunächst zwei Strafen und traf dann auch, aber zu spät. Stanislav Gareyev (56.) und Rodion Amirov (60.) verkürzten zum 3:4-Endstand.

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