Halbfinale in der NLA komplettZürich, Genf, Bern und Davos spielen um den Titel

Zürich und Genf stehen sich im Halbfinale der NLA gegenüber. (Foto: Imago)Zürich und Genf stehen sich im Halbfinale der NLA gegenüber. (Foto: Imago)
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Zürcher SC – EHC Biel  4:3 (0:5, 3:1, 2:3, 3:2, 3:0, 1:3, 5:2)

Es war wieder der harte Kampf und genau das richtige Stahlbad für das Halbfinale und eventuelle Finale. Nach dem harterkämpften 3:0 in Begegnung fünf sah es nach einer Vorentscheidung aus, aber die tapferen Bieler setzten mit dem 3:1 in Spiel sechs noch einmal eine Duftmarke. Besonders beeindruckend, dass trotz der Nervenanspannung die Bieler ihr Defensivspiel durchzogen, es bis zur 53. Minute 1:1 stand, ehe Wetzel (53.) und Arlbrandt (60.) per Empty-Netter die Entscheidung schafften. In Spiel sieben schließlich fehlte dem Außenseiter die Kraft und die Partie ging recht eindeutig 5:2 für den ZSC aus. Interessant auch, dass die letzte Begegnung dann auch prompt mit 11.200 Zuschauern ausverkauft war.

SC Bern – HC Lausanne  4:3 (1:0, 1:2,  1:2, 2:1, 3:0, 1:2, 2:1)

Gleich fünf der sieben Begegnungen gingen 2:1 aus und zeigten die Härte, mit der diese Serie ausgefochten wurde. Ebenso wie die Reaktion des EHC Biel fiel auch die der Lausanner aus. Trotz des klaren 0:3 in Bern in der fünften Begegnung glichen sie mit einem 2:1 in Spiel sechs die Serie aus und brachten die Berner ziemlich in Nöte. Auch die Lausanner zeigten eine unglaubliche Nervenstärke, lagen nach vierzig Minuten mit 0:1 zurück um dann durch einen Doppelschlag von Herren (46.) und Froideveaux (48.) noch den Sieg an sich zu reißen. Fast noch einen Tick toller dann Match sieben. Bertschy (5.) brachte vor ausverkauftem Haus (17.131 Zuschauer) den SCB in Front, aber der HCL verteidigte brav, spielte äußert diszipliniert, brachte sogar ein fünfminütiges Unterzahl inklusive Spieldauer für Mieville erfolgreich hinter sich und schaffte den Ausgleich fünfzig Sekunden vor Schluss. Die Verlängerung musste also die Serie entscheiden und diesmal waren die Berner etwas glücklicher. Der finnische Kontingentspieler Joensuu (70.) schoss mit seinem 2:1 seine Farben in die nächste Runde.

Servette Genf – HC Lugano 4:2 (3:2, 2:1, 0:2, 2:7, 4:2, 5:2)

Das Weiterkommen der Genfer war verdient. Lediglich die Ausrutscher zur Serienmitte überraschten etwas in der Heftigkeit. Nach dem 2:7 schien gar das Weiterkommen in Frage gestellt, aber das Servette-Team antwortete mit einem beeindruckenden 4:2 in Lugano. Spiel sechs brachte dann endgültig, und sehr überzeugend, die Entscheidung. Matt d`Agostini (10., 20.) sowie Topstar Tom Pyatt (38.+40.) mit einem Doppelschlag ließen Servette auf 4:0 davonziehen. Die beiden Ehrentore der Luganesi (Maurer, 50.) und Steinmann, 60.) war nur noch eine Ergebniskorrektur. Damit hatte der Tabellensechste den Dritten aus dem Rennen geworfen und für die erste große Überraschung in den NLA-Play-offs gesorgt.

HC Davos – EV Zug  4:2 (6:1, 0:1, 4:3, 3:4, 3:1, 4:3)

Das Duell der Auswärtssiege. Die ersten fünf Matches gingen alle an den Gast, dann wendete sich das Blatt, obwohl es nicht so aussah. Im entscheidenden sechsten Spiel startete Gast Zug mit einem Blitztor durch Holden (2.), erhöhte durch Bouchard (18.). Auswärtssieg Nummer sechs? Nein, denn der HCD fand durch das schnelle Anschlusstor von Lindgren (25.) wieder auf die rechte Spur. Auf einmal funktionierte die Davoser Schweden-Fraktion und es stand zwanzig Minuten später 4:2. Paulsson (35., 37.) sowie Axelsson (43.) hatten für den Umschwung gesorgt. Danach stand die HCD-Defensive, auch wenn Bouchard (49.) noch einmal verkürzen konnte und es für die anwesenden 5.200 Fans unerträglich spannend machte. Damit war auch der zweite der Top Vier bereits in der ersten Runde gescheitert.

Halbfinale

HC Davos – SC Bern 2:0 (3:2, 6:2)

Dass die Davoser sich auf einmal in Hochform befinden, zeigt dann auch das Halbfinale. Nach einem überraschenden 3:2 nach Verlängerung in Bern starteten die Graubündner mit einem Höllentempo und schossen den Gast bis zur Spielmitte förmlich ab. Hofmann (10.), Kindschi (15.), Dino Wieser (24.) und Marc Wieser (26.) brachten ihre Farben 4:0 in Front. Dann gelang den beiden SCB-Kanadiern Ryan Gardner (27.) und Bud Holloway (35.) ein Hoffnungsschimmer. Diese Hoffnung entpuppte sich als ein kurzlebiges Flackern. Lindgren (41.) und Jörg (42.) gelang ein Doppelschlag, von dem sich die Hauptstädter nicht mehr erholten. Jetzt führt der HCD mit 2:0 und der SC Bern steht am kommenden Donnerstag bereits vor einem immensen Erfolgsdruck.

Zürcher SC – Servette Genf 1:1 (5:2, 3:6)

Das Halbfinale wird kein Selbstläufer. Das musste der ZSC nach dem harten Viertelfinale bereits in Spiel eins erkennen, als die Gäste bis zur 44. Minute mit 2:1 führten und erst dann die Stärke des Meisters anerkennen mussten. Respekt ja, Angst nein, wird die Devise von Servette gewesen sein, denn ähnlich wie der HC Davos wurde auch der ZSC am Dienstag aus dem Stadion geschossen. Im Gegenteil, die Genfer benötigten für das 4:0 ganze 17 Minuten. Loeffel (11.), d‘Agostini(12.), Bezina (12.) und Rod (17.) schossen die Tore der Weinroten. Als d`Agostini (24.) gar auf 5:0 erhöhte, schien gar ein zweistelliges Ergebnis möglich. Dann drehte sich das Blatt. Der ZSC verkürzte auf 3:5 durch Keller (30.), Bärtschi (43.) und Seger (50.), machte es noch einmal spannend. Die Romands zeigten sich jedoch gewappnet, liessen nichts mehr durch und kamen sogar noch zum 6:3, als Wick (59.) erfolgreich war.

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