Halbes Dutzend gegen Slowenien: Comeback von Müller - Hattrick von Fical

Kader für Länderspiele in Riga fixKader für Länderspiele in Riga fix
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wenn im deutschen Profieishockey die Ligen ruhen, hat das zumeist einen

ganz profanen Grund. Die Nationalmannschaft schickt sich an, ihrem

Anspruch auf Zugehörigkeit in die Weltgruppe gerecht zu werden. So auch

am kommenden Wochenede. Da steht in Basel der Skoda-Cup an, bei dem

neben der deutschen Auswahl und Gastgeber Schweiz auch die Teams aus

Österreich und der Slowakei teilnehmen. Bereits heute testete die

Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp im oberbayerischen Ingolstadt

gegen Slowenien, den 18. der Weltrangliste. Durch die vielen Absagen

für Uwe Krupp wohl mehr ein Muster ohne Wert. Mit dem harmlosen Gegner

hatte allerdings auch das umformierte DEB-Team wenig Mühe. Nach Toren

von Michael Wolf, Petr Fical (3), Sebastian Furchner und Robert

Dietrich stand es vor 3500 Zuschauern in der Saturn-Arena am Ende 6:0

(1:0,1:0,4:0).


Die erste Möglichkeit eröffnete sich dem Gast. Kapitän Tomaz Razingar

brach über rechts alleine durch, zielte beim Abschluss nur zu hoch. In

ihrem ersten Powerplay kamen die Slowenen nicht einmal in die Nähe des

vom Berliner Youri Ziffzer gehüteten Gehäuses. Anders die deutsche

Mannschaft. Sie durfte sich gleich mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis

versuchen. Nutznießer dieses Vorteils war Iserlohns Michael Wolf. Der

schaffte es, die Scheibe irgendwie an Torhüter Gaber Glavic vorbei zu

schummeln. Deutschland war fortan das spielbestimmende Team, ohne

allerdings zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Glück hatten die

Gastgeber allerdings auch einmal. Einen Patzer von Martin Ancicka

bügelte Youri Ziffzer in höchster Not gegen Boris Pretnar aus.


Die Slowenen gingen fahrig mit ihren Besuchen im Agriffsdrittel um. Zu

unsauber kamen die Zuspiele, zu wenig zwingend waren die Aktionen. Für

die DEB-Auswahl hatten zu Beginn des zweiten Drittels John Tripp und

Phillip Gogulla das 2:0 auf dem Schläger. Beide Male reagierte Glavic

ausgezeichnet. Fahrlässig war indes der Versuch von Markus Kink, der

Glavic aus zwei Metern noch den Save mit der Stockhand erlaubte. Als

dann aber der Stadionsprecher den 2:0 Zwischenstand der schwarz rot

goldenen Fussballer verkündete, wollten die Kufencracks nicht

nachstehen. In Überzahl verwandelte Kapitän Petr Fical einen Abpraller

gedankenschnell in die lange Torecke.


Oft hatten die Slowenen nicht die Gelegenheit zum Powerplay.

Schließlich waren es zumeist sie es, die in Kontakt mit der Strafbank

kamen. In den wenigen Momenten aber dürfte es Trainer Ted Sator die

Trainen in die Augen getrieben haben. So harmlos und uninspiriert

agierten seine Schützlinge. Zweifel am deutschen Erfolg gab es auch vor

dem Doppelschlag von Fical und Furchner nicht. Doch war insbesondere

der Treffer des Spielführers herrlich anzuschauen. Bedient von Ronny

Arendt tankte sich der Nürnberger auf der linken Seite durch, umspielte

noch einen Verteidiger und schickte den Puck unhaltbar in den

entlegenen Torwinkel. Sebastian Furchner traf indes aus dem Gewühl

unter Glavic hindurch. Neuerlich Fical, der nur den Außenpfosten traf

und Gogulla hätten das Ergebnis deutlicher gestalten können.


Der akkustisch emotionalste Moment fand sechs Minuten vor dem Ende

statt. Weniger weil Petr Fical gerade seinen dritten Treffer markiert

hatte und dadurch den Status als Spieler des Abend manifestierte.

Vielmehr war es die Rückkehr von Robert Müller ins deutsche Tor, welche

die Zuschauer zu frenetischen Gesängen veranlasste. Müller kehrte nur

wenige Wochen nach einer Teilentfernung eines Gehirntumors aufs Eis

zurück und wurde freilich entsprechend gefeiert. Den Endstand besorgte

indes Robert Dietrich zwei Minuten vor der Schlusssirene.


Oliver Rabuser


Tore:

1:0 (11:46) Wolf (Bader, Petermann, 5-3), 2:0 (35:46) Fical (Polaczek,

Tripp, 5-4), 3:0 (44:07) Fical (Arendt), 4:0 (44:58) Furchner (Kink,

Hospelt), 5:0 (53:50) Fical (Arendt, Ancicka, 5-4), 6:0 (57:49)

Dietrich (Gogulla, Kink)


Schiedsrichter: Matthias Längle (Österreich) – Höck, Tondera

Zuschauer: 3530

Spieler des Spiels: Petr Fical


Aufstellung Deutschland:


Ziffzer – Dietrich, Ancicka – Köttstorfer, Bakos – Petermann, Bader –

Kopitz, M.Müller --- Seidenberg, Ullmann, Tripp – Hospelt, B.Barta,

Wolf – Polaczek, Fical, Arendt – Furchner, Kink, Gogulla

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Freitag 02.09.2022
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