Generalprobe gelungen - Kader komplett

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Mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) besiegte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Auswahl Weißrusslands vor offiziell 3480 Zuschauern in der Berliner Deutschlandhalle. Torschütze war der Mannheimer Tomas Martinec auf Vorlage von Vitalij Aab in der 21. Spielminute.

Damit fand die Vorbereitungsphase der deutschen Mannschaft auf das am kommenden Wochenende in Finnland beginnende WM-Turnier nach Niederlagen gegen Dänemark, Schweiz und Weißrussland doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Auf Grund der mangelnden Terminabstimmung zwischen DEB und Deutscher Eishockey Liga konnte zu diesem Termin erstmals Bundestrainer Hans Zach sein Team selbst von der Bande aus betreuen. Die Cracks vom frisch gekürten Meister aus Krefeld, sowie, bis auf Edi Lewandowski, auch die vom Meisterschaftszweiten Kölner Haie fehlten aber auch zum letzten Test. Sie stoßen erst kurz vor der Abreise nach Helsinki zu ihren Kollegen.

Und der Tölzer war nicht unzufrieden mit dem was er sah. Zach lobte nach der Begegnung vor allem den Einsatzwillen und die körperliche Präsenz seiner Mannen: „Wir haben in punkto Kampfkraft offensichtlich nichts verloren, wohl eher noch zugelegt. Unsere Spielweise bleibt die, mit der wir unsere Fans in der jüngeren Vergangenheit so sehr begeistert haben.“, resümierte Zach gelassen. Er versäumte es auch nicht, den Sieg gegen den Konkurrenten einen besonderen Anstrich zu geben: „Das war heute nach fünf Niederlagen gegen die Weißrussen ein historischer Sieg“.

Besonders auffällig im DEB-Team waren Oliver Jonas im Tor, der einen Shut out feiern konnte, der Kasselaner Tobi Abstreiter und der als bester deutscher Spieler ausgezeichnete Edi Lewandowski. Noch etwas von seiner WM-Form entfernt zeigte sich Russland-Legionär Jan Benda in der Defensivabteilung. Relativ oft schlüpften die beweglichen Osteuropäer am etwas steif wirkenden Verteidiger vorbei. Dennoch traf es nicht Benda als Zach das Spielersieb zum letzten Mal rüttelte und verkündete, dass Heiko Smazal, Christian Hommel, Vitalij Aab und Lasse Kopitz nicht direkt mit nach Helsinki reisen würden, sondern sich auf Abruf bereit halten müssen.

Ebenfalls nicht mit ins Land der tausend Seen werden die deutschen Nordamerika-Cracks reisen. Weder Sturm, Hecht, noch Kölzig werden das deutsche Team aus unterschiedlichen Gründen verstärken. Zach zeigte sich darüber sehr ungehalten, weil keiner der Spieler mehr in den Playoffs um den Stanley Cup steht. Nur der Ex-Münchner Christoph Schubert wurde schon im vorhinein vom Bundestrainer aussortiert, da der sich nicht einmal im Farmteam der Ottawa Senators durchsetzen konnte.

Zach gab, ganz er selbst, den Klassenerhalt als Ziel für die WM aus und blieb sich so in seinem Hang zu manchmal übertrieben wirkenden Understatement treu.

Und mit diesem Kader reist das deutsche Team in den Norden:

Tor:

T 80 MÜLLER, Robert / Krefeld Pinguine

T 21 JUNG, Alexander/ DEG Metro Stars

T 1 JONAS, Oliver / Eisbären Berlin

Verteidigung:

V 2 MOLLING, Jochen/ Hamburg Freezers

V 6 RETZER, Stephan / Kassel Huskies

V 7 GOC, Sascha/ Adler Mannheim

V 83 BENDA, Jan / AK Bars Kazan/ RUS

V 10 EHRHOFF, Christian/ Krefeld Pinguine

V 41 KUNCE, Daniel/ Krefeld Pinguine

V 12 LÜDEMANN, Mirko/ Kölner Haie

V 31 RENZ, Andreas/ Kölner Haie

Angriff:

S 22 REICHEL, Martin/ Nürnberg Ice Tigers

S 26 KREUTZER, Daniel /DEG Metro Stars

S 44 SOCCIO, Leonard/ Hannover Scorpions

S 27 ABSTREITER, Tobias/ Kassel Huskies

S 57 GOC, Marcel/ Adler Mannheim

S 49 KATHAN, Klaus/ Adler Mannheim

S 55 BLANK, Boris/ Eisbären Berlin

S 34 LEWANDOWSKI, Eduard/ Kölner Haie

S 75 MORCZINIETZ, Andreas/ Kölner Haie

S 32 MARTINEC, Tomas/ Adler Mannheim

S 11 FELSKI, Sven/ Eisbären Berlin

S 37 BOOS, Tino/ Kölner Haie

Matthias Eckart für Radio Eiskalt

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