Fribourg bleibt im RennenFinale in der Schweiz

Fribourg bleibt im RennenFribourg bleibt im Rennen
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Bereits in der ersten Begegnung zeigten sich die Play-off-Final-gewohnten Berner äußerst nervenstark. In der mit 6.700 Fans völlig ausverkauften P.-St.Leonard-Halle in Fribourg zeigten sie ein abgezocktes Spiel, blieben komplett in der Defensive, und warteten auf Fehler des Gegners, die sich in schöner Regelmäßigkeit einstellten. Nach zwanzig Minuten stand es noch 0:0, dann gelang dem Alt-Internationalen Ivo Rüthemann die Führung, die der Holland-Schweizer Joel Vermin in der 30. Minute gar auf 0:2 ausbaute. Spätestens nach dem 0:3 durch die Langenthaler Leihgabe an Bern, Jeff Campbell, war die Messe gelesen.  Zwar durfte der Fribourger Routinier Benny Plüss für seine Farben das Ehrentor in der 50. Minute erzielen, aber ausgerechnet sein Bruder Martin, für den SC Bern antretend, war es vorbehalten, mit einem Empty-Netter in der letzten Minute das 1:4 zu markieren.  Partie Zwei wurde deutlich spannender. Die rot-schwarzen Fribourger hatten noch nicht auf der Spielerbank komplett Platz genommen, da hieß es bereits 2:0. Jeff Campbell und Ryan Gardner schossen ihren SCB in Führung. Die Fribourger brauchten aus verständlichen Gründen ihre Zeit, um den Schock zu überwinden, und dieser Zustand dauerte genau fast zwanzig Minuten. Dann begann die starke Zeit des Vorrundenmeisters. Simon Gamache und Romain Loeffel nutzten Powerplays aus, Adam Hasani versenkte zwischenzeitlich die Scheibe zum Ausgleich. So führten die Fribourger Gäste, nach dem Start etwas überraschend, mit 2:3, aber der SCB fand sofort das Gegenmittel im Form des Ausgleiches. Martin Plüss vollendete eine Kombination mit Rüthemann und Neuenschwander. Das letzte Drittel sollte die Entscheidung bringen und diese fiel fix. Bereits 34 Sekunden nach Drittelbeginn brachte das SCB-Eigengewächs, Defender Philippe Furrer, sein Team wiederum in Führung und diesmal fanden die westschweizer Gäste kein Mittel, den erneut sehr starken SCB-Keeper Marco Bührer zu überwinden.

Jetzt führten die Berner im Finale mit 2:0 und hatten dabei mehrfach die Schwächen der Fribourger, die offensichtlich in der Abwehr lagen, ausgenutzt. Das Ziel von Gotteron-Coach Hans Kossmann konnte daher nur sein, seiner Mannschaft  die Nerven zu stärken, die Abwehr wieder dichter zu machen und die Offensive auf Touren zu bringen.  Nach der Begegnung war klar. Kossmann hatte es wenigstens geschafft, Nerven und Defensive auf Vordermann zu bringen. In der Partie, die deutlich langsamer war als der Auftakt am Freitag, stand die Puckkontrolle im Vordergrund. Beide Vertretungen lauerten auf Fehler des Gegners und so stand es folgerichtig nach vierzig Minuten 0:0. In der 47. Minute bebte dann die Halle in Fribourg. Die zuletzt etwas in die Krise gerutschten Bykow und Plüss kombinierten  ihren Sturmpartner Julien Sprunger frei und der 27jährige schob die Scheibe zur Führung ein. Danach zeigten die Gotteron-Spieler eine tadellose defensive Leistung und liessen dem Favoriten keine Chance mehr auf den Ausgleich.

Zu einer Schrecksekunde für alle Eishockeyfans, die der Begegnung live bzw. im TV beiwohnten, kam es in der 25. Minute.  Berns Defender Collenberg checkte den auch aus der DEL bekannten Shawn Heins in den Rücken und dieser knallte daraufhin mit seinem Mannschaftskameraden Greg Mouldin zusammen. Heins klagte noch auf dem Eis über Taubheit in den Beinen und in diesen Minuten mussten wohl alle an den unglaublich schrecklichen Unfall von Oltens Verteidiger Ronny Keller denken, der ähnlich gecheckt, mittlerweile querschnittgelähmt ist. Heins kam sofort ins Krankenhaus, aber nach dne ersten Meldungen kam das Gefühl in den Beinen wieder zurück. Damit gilt Heins wohl als einer der Gewinner des heutigen Abends und natürlich der gastgebende HC Fribourg- Gotteron, der damit das NLA-Finale wieder spannend gemacht hat.

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