Finnland holt den Karjala-Cup 2017Souveräner Erfolg für Suomi

Jubel bei Suomi: Finnland setzt sich souverän beim Karjala-Cup durch. (Foto: dpa/ picture alliance/AP Photo)Jubel bei Suomi: Finnland setzt sich souverän beim Karjala-Cup durch. (Foto: dpa/ picture alliance/AP Photo)
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Schon der Start war fulminant. Während in Deutschland das olympische Team Russlands antrat, war die A-Vertretung in Finnland aktiv und unterlag gleich im Auftaktspiel dem Gastgeber mit 2:3. Der bei Ufa in der KHL spielende Kemppainen brachte Finnland bereits in der zweiten Minute mit 1:0 in Führung und der erst 19-jähjrige Miro Heiskanen, ein Toptalent, das im letzten Draft vom NHL-Club Dallas Stars als Nummer 3 gezogen wurde, erhöhte im zweiten Drittel auf 2:0. Der Moskowiter Kaprizow sowie Sergei Plotnikov vom KHL-Meister St. Petersburg glichen aus. Der finnische Verteidiger Atte Ohtamaa erzielte im Abschlussdrittel das 3:2 und brachte damit seinem Team drei Punkte ein.

Im vierten Spiel des Turnieres unterlag die Schweiz nach dem 2:3 vom Auftakt gegen Kanada auch 2:3 gegen Tschechien. Den Sieg ebneten dabei zwei Powerplay-Tore der Tschechen durch Gulas und Radil. Dem Berner Haas gelang der Anschluss, Kubalik erhöhte mit dem dritten Überzahltor der Tschechen auf 3:1. Das 3:2 von Andres Ambühl kam zu spät.

In einem von Schweden sehr defensiv geführten Spiel kamen die Skandinavier zu einem 2:0 gegen Kanada, obwohl die Nordamerikaner am Ende ein Schussverhältnis von 35:21 aufweisen konnten. Überraschend lange mussten die Fans auf das erste Tor in der Begegnung warten, obwohl der Kanadier Raymond Mason sich in der 27. Minute eine Spieldauerstrafe eingehandelt hatte. Erst in der 37. Minute gelang Lindholm das 1:0, diesmal waren die Schweden im Powerplay erfolgreicher. Der gleiche Spieler bestrafte auch die einzige Strafe der Kanadier im letzten Drittel, als Brule wegen Beinstellen auf die Bank musste.

In ihrer dritten Partie standen die Schweizer vor einer Sensation. Nach vierzig Minuten führten die Eidgenossen mit 2:1 gegen die Russen. Alle drei Tore waren dabei in numerischer Überlegenheit gefallen. Für die Russen war der Angreifer von ZSKA Moskau Maxim Shalunov erfolgreich, für die Schweizer der Berner Simon Moser sowie der Klotener Vincent Praplan. Im dritten Drittel jedoch spielten die Nati, wie die Schweizer Nationalmannschaft in ihrem Land genannt wird, unterirdisch und kassierte gleich fünf Gegentore, so dass am Ende ein unglaubliches 2:6 herauskam. Kalinin (St. Petersburg), Nesterov (ZSKA Moskau), Nichushkin (ZSKA Moskau), Grigorenko (ZSKA Moskau) und Tkachjov (Bars Kasan) trafen für Russland, während sich die Schweizer punktlos und als Tabellenletzter vom Cup verabschiedeten.

Das zweite Punktspiel von Finnland endete mit einem 3:1 gegen den Nachbarn aus Schweden. In einer ausgeglichenen Partie (25:25 Schüsse) war der finnische Torhüter Koskinen mit einer Haltequote von 96 Prozent der Matchwinner, während sein Kollege Hellberg, gegen Kanada noch bester Mann auf dem Eis, nur auf 88 Prozent kam. Tolvanen (Jokerit Helsinki/KHL), Peltola (Tappara Tampere) sowie Manninen (Örebro SK) trafen für Finnland, Pettersson (Zürcher SC Lions) für Schweden. Noch zu erwähnen wäre, dass die Schweden in der 32. Minute ihren Keeper Hellberg gegen Enroth tauschten. Enroth blieb zwar prompt ohne Gegentor aber der Tausch kam für die Blau-Gelben zu spät.

Im vorletzten Turnierspiel besiegten die Russen Tschechien klar und deutlich mit 5:2. Grigorenko (ZSKA Moskau) war der Spieler des Tages, traf er doch dreimal. Die ergänzenden russischen Tore kamen von Kaprizov (ZSKA Moskau) und Khafizulin (SKA St. Petersburg), während für die Tschechen, die sich optisch gleichwertig zeigten aber ineffizient agierten, Kubalik (Pilsen) und Klepis (Mlada Boleslav) erfolgreich waren.

Das finale Spiel schließlich zwischen Gastgeber Finnland und Kanada war noch einmal so recht nach dem Geschmack der Zuschauer. Bereits nach drei Minuten war es zunächst sehr ruhig im weiten Rund. Der Kanadier Brule, in der KHL für Kunlun Red Star tätig, brachte Kanada mit 1:0 in Führung. Erst elf Minuten später konnte Manninen (Örebro) ausgleichen. Der für Bern spielende Maxim Noreau brachte die Ahornblätter im Powerplay in der 30. Minute wieder mit 2:1 in Führung und erst sechs Sekunden vor Drittelende glich Lepisto vom KHL-Club Jokerit Helsinki wieder aus. Ohrenbetäubender Jubel in der 43. Minute, als Lokalmatador Heiskanen (IFK Helsinki) Finnland erstmals mit 3:2 in Führung schoss. Der in der AHL für die Wilkes-Barre/Scranton Penguins spielende Thomas Christian traf nur vier Minuten später zum kanadischen Ausgleich. Für den Sieg sorgte schließlich zur Drittelmitte Jokerit-Star Eeli Tolvanen.

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WM Finalrunde

Samstag 25.05.2019
Russland Russland
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Finnland Finnland
Kanada Kanada
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Tschechien Tschechien
Sonntag 26.05.2019
nicht nominiert N.N.
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