Endspurt in der NLABlick in die Schweiz

Die ZSC Lions stehen an der Spitze der NLA. (Foto: Imago)Die ZSC Lions stehen an der Spitze der NLA. (Foto: Imago)
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1. Zürcher SC Lions  89 Punkte

Die Fans sind verärgert. Nach dem überzeugenden 4:0 in Lugano schien mit einem Erfolg im Traditionsderby gegen die Kloten Flyers die Vorrundenmeisterschaft schon fast im Sack, aber ausgerechnet in diesem Spiel versagten die Nerven in der entscheidenden Phase. Mit 3:4 nach Penaltyschießen ging die Partie verloren und jetzt müssen die Punkte woanders eingeholt werden. Allerdings hat der ZSC komfortable sechs Punkte Vorsprung und sollte die Endrunde mit einem Heimrecht gegen den Achten, in diesem Fall ausgerechnet wieder Kloten, beginnen.

2. Servette Genf  83 Punkte

Man muss es ihnen bescheinigen. Bis jetzt spielen sie eine tolle Saison. Die Abwehr stand schon immer aber jetzt trifft auch der Angriff und schon sieht es gut aus. Allerdings steht die Konkurrenz, Davos und Zug, bereit, die Westschweizer noch abzufangen. Das kann natürlich echt ins Auge gehen, denn nach dem starken 4:2 im Derby bei Fribourg kassierte man ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten Davos ein deklassierendes 1:6. Und jetzt folgen zwei wirkliche schwere  Auswärtsspiele in Bern und Kloten. Da kann Genf zeigen, ob es das Zeug zum Meister hat.

3. HC Davos  82 Punkte

Der Titelverteidiger hat den stärksten Sturm und die drittbeste Verteidigung und scheint gerüstet zur Titelverteidigung. Der Beweis neben den Teamfakten ist, dass die letzten vier Begegnungen sämtlichst gewonnen werden konnten. Lediglich in Ambri musste der HCD beim 4:3 in die Verlängerung gehen. Am 19. Februar treffen die Graubündner auf Aufsteiger Langnau und sind hoher Favorit. Dann geht es nach Zug und da wird dann die Frage entschieden, wer hinter Zürich auf Platz Zwei enden wird.

4. EV Zug  81 Punkte

Die Innerschweizer sind immer für eine Überraschung gut. Mit der zweitbesten Ligadefensive ausgerüstet sind sie mit ihrem klar strukturiertem, gut organsierten Spiel für jeden Gegner gefährlich. Aber ausgerechnet jetzt leistet sich der EVZ eine Schwächephase. Bei zwei Auswärtsspielen, fast hintereinander, beim SC Langnau gab es einen erwarteten Sieg (4:3) und eine sensationelle Pleite beim 2:3, als dem SCL genau 80 Sekunden vor Schluss der Siegtreffer gelang. Da sieht auch die Partie in Biel alles andere als leicht aus und dann folgt Davos, das Sechs-Punkte-Spiel.

5. HC Lugano 75 Punkte

Die Luganesi haben sich nach schwachem Start wirklich gut gefangen. Allerdings scheinen sie augenblicklich auf Platz Fünf festgenagelt. Je sechs Punkte Differenz zu den direkten Nachbarn lassen nur die Frage offen, gegen welchen Vierten es in den Play-offs geht? Gegen Genf gab es zwei deutliche Heimsiege (5:1,7:2) und zwei knappe Auswärtsniederlagen (2:4,2:3). Gegen Davos wurden zuhause vier Punkte geholt (3:4,3:2), auswärts klare Niederlagen (0:5,3:6). Am schlechtesten sieht die Bilanz gegen Zug aus. Auf eigenem Eis (2:5,1:2), auswärts (1:5,4:3,2:3). Also kann man in Lugano nur hoffen, dass Genf noch zwei Plätze tiefer rutscht.

6. HC Fribourg-Gottéron 69 Punkte

Die Enttäuschung schlechthin. Nach sensationellem Start mit zehn ungeschlagenen Spielen brachen die Drachen förmlich zusammen. Ein Wunder, dass sie nicht auch noch in die Play-downs gerutscht sind. Wozu Fribourg in der Lage ist, zeigte das 4:0 in Bern. Nach dem unglücklichen 2:4 gegen Genf muss nun am 23.2. gegen Lausanne unbedingt gewonnen werden, um Platz sechs in trockene Tücher zu bekommen.

7. HC Lausanne  64 Punkte

Die Fans des HCL müssen als erstes Gut Nervenstärke besitzen. Wie üblich haben die Lausanner den schwächsten Sturm der Liga und nur, wenn die Defensive gut ist, kann man auch einen Sieg holen. So gesehen ist Platz Sieben eigentlich eine starke Leistung. Mit aktuell 64 Punkten sind die Play-offs noch längst nicht sicher. Da tat es den Seelen gut, dass es ausgerechnet im Penaltyschiessen gegen Mitbewerber Ambri zu einem 2:1 reichte und zwei Punkte auf das Habenkonto gebucht wurden. Es folgen noch zwei Auswärts- und ein Heimspiel. Da wird spannend!

8. Kloten Flyers  63 Punkte

Unglaublich, aber wahr. Die Flyers haben als einziges Team von den letzten sechs ein positives Torverhältnis. Das kann ein entscheidender Vorteil am Ende sein. Dazu noch ein Spiel weniger als die direkten Konkurrenten und dann noch: Drei Heimspiele hintereinander. Genf, Lugano und Langnau warten. Alle drei machbar und somit die Play-offs.

9. SC Bern  61 Punkte

Die Hauptstädter stehen wieder vor dem Abgrund. Hauptgrund ist die mäßige Defensivleistung. In dieser schweren Phase ist es natürlich kein leichtes, im nächsten Auswärtsspiel in Zürich zu punkten. Dann wartet mit Genf ein Gegner, der selbst noch dringend Punkte benötigt und dann noch Lausanne, ebenfalls voll involviert.

10. HC Ambri-Piotta 60 Punkte

Der Tessiner vom St. Gotthard spielen eigentlich eine gute Saison. Es wäre schade, wenn ihr starker Saisonauftritt mit den Play-downs enden würde. Zuletzt gab es ein 1:2 in Lausanne und jetzt muss beim erbitterten Kantonsrivalen Lugano unbedingt gepunktet werden, wenn die letzte Chance nicht vorab verloren sein soll. Das letzte Punktespiel in der Vorrunde findet am 27. Februar in der Valascia gegen Lugano statt und könnte zu einem echten Endspiel generieren.

11. SC Langnau Tigers 54 Punkte

Die Sensation der Meisterschaft und das im positiven Sinn. Der Neuling war nicht das befürchtete Kanonenfutter, spielte munter mit und war immer für überraschende Punktgewinne gut. Das beste Beispiel war das kürzliche 3:2 gegen Favorit Zug. Die letzten Vorrundenspiele (zweimal hintereinander gegen Kloten) können gut zum Einspielen für die Play-downs genutzt werden.

12. EHC Biel 47 Punkte

Dem positiven Beispiel mit Langnau folgt das Gegenteil. Die Bieler, im letzten Jahr noch sensationell die Play-offs erreichend, müssen aufpassen, dass Ihnen nicht das gleiche Schicksal droht wie Rapperswil. Dass sie es noch können, bewiesen sie beim 4:1 gegen Langnau, dann folgte ein guter Auftritt beim 2:3 in Zug. Sollte am Ende doch Platz zwölf stehen, dann muss der Klassenerhalt über eine Best-of-Seven-Serie mit dem NLB-Besten ausgefochten werden und das ist augenblicklich der letztjährige NLA-Absteiger Rapperswil. Hier wäre Biel knapper Favorit.

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