Znojmo und Graz haben UrlaubEBEL: Viertelfinale

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Vienna Capitals (1) – HC Orli Znojmo (7) 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)
Serie 4:1 (6:3 / 3:1 / 3:4n.V. / 7:0 / 4:0)

Im fünften Spiel der Serie ließen die Caps nichts mehr anbrennen. Als großer Favorit in die Serie gegangen, gaben sie nur ein Spiel ab und zogen heute überlegen ins Halbfinale ein. Im ersten Abschnitt waren es Daniel Woger und Micheal Schiechl, die binnen 98 Sekunden die Weichen stellten. Im Mitteldrittel legten Jonathan Ferland in Überzahl und Francois Fortier nach. Im Schlussdrittel konnten die Tschechen weitere Tore verhindern, am Ausscheiden gegen Wien änderte das jedoch nichts.

Black Wings Linz (2) – Villacher SV (6) 2:3 (0:2, 2:0, 0:1)
Serie 3:2 (2:4 / 3:1 / 5:0 / 3:2 / 2:3)

Ganze 57 Sekunden benötigte Benjamin Petrik für seinen Schlenzer, der von einem Pfosten zum anderen Pfosten und dann den Weg zur Gästeführung ins Tor fand. Die Back Wings brachten in der Folge keinen Schlittschuh aufs Eis und mussten bereits in der fünften Minute das zweite Gegentor schlucken. Diesmal war es Derek Ryan. Hausherren-Coach Rob Daum nahm nun seine Auszeit, doch auch das brachte vorerst nichts. Danach wurde es so hitzig, dass gar VSV-Goalie Jean Philippe Lamoureux in einen Fight mit Brian Lebler verwickelt war. Lamoureux wurde von Lebler zwar sehr hart bedrängt, hatte beim Strafmaß jedoch Glück. Denn hätte ein Schiedsrichter den Schlag mit dem Blocker der Stockhand in Leblers Gesicht gesehen, wäre wohl eine Matchstrafe fällig gewesen. Für das nächste Ungemach sorgte dann das Linzer Strafbankpersonal. Diese waren ebenso indisponiert, wie das Team im ersten Abschnitt und ließ Gästespieler Markus Peintner zu früh aufs Eis zurück. Im zweiten Drittel wurde die Partie, vor allem für die Linzer, deutlich besser. Hilfreich auch, dass Danny Irmen bereits nach knapp zwei Minuten den Anschluss in Überzahl markieren konnte. Weitere zirka zwei Minuten später ließen die Hausherren nicht locker und kamen durch Rob Hisy zum Ausgleich. Nun war es ein echtes Play-off-Spiel. Der Schlussabschnitt sah Chancen en masse. Schüsse aus allen Richtungen und zwei Keeper die alles geben mussten. Das entscheidende Tor machte gut sechs Minuten vor der Schlusssirene Daniel Nageler mit seinem ersten EBEL-Play-off-Tor.

Klagenfurter AC (3) – Graz 99ers (5) 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)
Serie 4:1 (2:1 / 1:5 / 5:1 / 3:0 / 5:2)

Die ersten zehn Minuten war vom KAC wenig bis nichts zu sehen. Diese Anlaufschwäche nutzte Kevin Moderer mit etwas Glück zu Führung, denn sein Schuss war eigentlich am Pfosten. Doch von dort sprang die Scheibe Goalie René Swette von hinten an die Schoner und dann ins Tor. Doch nach diesem Stotterstart legten die Rotjacken eine Schippe nach und kamen durch Tyler Scofield zum Ausgleich. Nun richtig in Schwung, konnte Raphael Herburger 89 Sekunden später das Tor zur Pausenführung erzielen. Von Graz kam im zweiten Drittel zu wenig. Klagenfurts Tyler Spurgeon machte das Tor zur Vorentscheidung. Als man dann kaum noch mit den Grazern rechnete, erzielte Bob Wren das Anschlusstor. Danach wurde es bitter für die Gäste. Als man gerade die dicke Chance auf den Ausgleich hatte, fuhr der KAC einen schnellen Konter, den Manuel Geier erfolgreich vollenden konnte. 99ers-Coach Mario Richer ging volles Risiko und holte Goalie Frederic Cloutier vom Eis. Doch 13 Sekunden nach dieser Rochade traf Tyler Scofield ins leere Tor und beendete damit die Serie.

KHL Medvescak Zagreb (4) – EC Red Bull Salzburg (8) 4:5 n.V. (0:2, 4:0, 0:2, 0:1)
Serie 2:3 (3:2 / 3:4 n.V. / 2:5 / 5:2 / 4:5n.V.)

Der erste Abschnitt war eine klare Angelegenheit für die roten Bullen. Bereits in der dritten Minute konnte Ryan Duncan die erste Überzahl im Spiel nutzen. Die Kroaten blieben weiterhin zu harmlos und leisteten zu wenig Widerstand, als Michael Duco den Puck über die Linie arbeitete. In der Drittelpause muss dann etwas ganz Besonderes in Zagrebs Kabine los gewesen sein. Bereits nach 25 Sekunden schoss Kyle Greentree, an dem einige DEL-Teams Interesse haben sollen, den Anschluss in Überzahl. Andy Sertich, Sasa Martinovic und David Brine drehten das Spiel bis zur zweiten Pause dann vollends. Nach dem dritten Gegentreffer hatte Goalie Bernd Brückler, der beim zweiten Tor der Salzburger noch Luftgitarre spielte, genug und ging für Back-up Luka Grancar vom Eis. Gegen geknickte Salzburger wäre ein fünfter Treffer die Entscheidung gewesen. Doch eine Energieleistung von Matthias Trattnig ließ etwa sechs Minuten vor der Sirene nochmal Hoffnung im Lager der Mozartstädter aufkommen. Steven Regier machte wenig später die Verlängerung in Überzahl möglich. In dieser hatten die Gäste ein deutliches Übergewicht. Trotzdem brauchte die Pagé-Truppe über zwölf Minuten um mit Trattnigs zweiten Tor den Auswärtssieg perfekt zu machen.

Die sechsten Spiele der Serien finden am Freitag, 8.März, statt.