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Jubelnde Adler aus Znojmo. Das tschechische EBEL-Team feierte zwei Siege. (Foto: Imago)Jubelnde Adler aus Znojmo. Das tschechische EBEL-Team feierte zwei Siege. (Foto: Imago)
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Klagenfurter AC – Dornbirner EC 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Seit Donnerstag scheint der KAC zurück in die Spur gefunden zu haben. Zumindest wenn man nur das Ergebnis sieht, denn man konnte eine vier Spiele anhaltende Niederlagenserie beenden. Da aber auch die Gäste gerade durchs Tal der Tränen gehen, sah man das erwartet zurückhaltende Eröffnungsdrittel. Wenn überhaupt eine Mannschaft Gefahr versprühte, dann war es der DEC. Auch im Mitteldrittel quälten sich die Mannschaften gegenseitig und damit auch ihre Fans. Wenn zwei Krisenteams aufeinandertreffen, darf man aber auch kein Offensivfeuerwerk erwarten. Allerdings kamen nun nach und nach die Rotjacken besser ins Spiel, übernahmen das Kommando und gingen durch Jean-François Jacques (35.) in Führung. Wer nun auf einen besseren Schlussabschnitt hoffte, wurde jedoch enttäuscht. Dornbirn war um den Ausgleich bemüht, doch an KAC-Goalie Pekka Tuokkola war kein vorbeikommen. Aber auch sein Gegenüber David Madlener hatte in der 57. Minute seine Großtat, als er eine Dreifachchance vereitelte. Gegen den Hammer des unter der Woche verpflichteten Jan Urbas (59.) hatte er dann aber keine Chance mehr.

Für den KAC zweifelsohne wichtige Punkte, um nicht wieder früh den Anschluss zu verlieren. Spannend wird es auch am Montag, denn dann soll der neue Trainer vorgestellt werden. Offenbar ist man sich einig, doch übers Wochenende müssen noch letzte Vertragsdetails besprochen werden. An Bewerbern scheint es jedenfalls nicht gemangelt zu haben, denn nach einem Bericht der Kleinen Zeitung soll es über 80 Bewerbungen gegeben haben. KAC-Manager Oliver Pilloni sagte gegenüber dem Blatt: „Es gibt einen absoluten Wunschkandidaten“. Namen, über die in den Medien spekuliert wurde, gab es in den letzten Tagen jedenfalls genug. Darunter auch Niklas Sundblad, Heinz Ehlers, Jim Boni oder Benoît Laporte. Doch laut österreichischen Medien hat Doug Mason das Rennen gemacht.

Freitag

Red Bull Salzburg – Orli Znojmo 4:5 (3:1, 0:2, 1:2)

Während die Konkurrenz aus Wien und Linz zeitgleich siegen konnte, musste die Mannschaft von Coach Dan Ratushny die erste Saisonniederlage einstecken. Dabei begann das Spiel so, wie es sich die Mozartstädter vorgestellt hatten. Gleich die erste Strafe gegen die Gäste konnte Brett Sterling (2.PP) zur Führung nutzen. In den rasanten Anfangsminuten ging es jedoch Schlag auf Schlag. Branislav Rehuš (3.) glich schnell aus und Alexander Pallestrang  (4.) holte die Führung zurück. Als Thomas Raffl (13.PP2) auf 3:1 erhöhen konnte, dachten alle noch an den erwarteten Spielverlauf. Salzburg machte auch im Mittelabschnitt Druck, doch Znaim gab nicht auf und konnte nach zwei Kontertoren von Jiří Beroun (27.) und Martin Bača (39.) das Spiel ausgleichen. Im Schlussdrittel zeigte sich ein ähnliches Bild. Salzburg schoss und Znojmo traf, und das recht schnell. David Bartoš (43.) brachte die Gäste erstmals in Führung und Jan Lattner (55.PP) machte die Überraschung perfekt. Daran änderte auch Brett Sterlings (60.PP) zweites Tor nichts mehr.

Die übrigen Freitagsspiele:

Villacher SV – HC Bozen 3:5 (2:1, 0:1, 1:3)
Graz 99ers – HC TWK Innsbruck 2:3 n.P. (1:0, 1:1, 0:1, 0:0, 0:1)
Sapa Fehérvár – Vienna Capitals 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)
Black Wings Linz – Olimpija Ljubljana 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

Der Sonntag hatte es dann aber in sich, denn alle Favoriten haben ihre Spiele verloren.

Vienna Capitals – Graz 99ers 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

Wie wichtig Über- und Unterzahl im Eishockey geworden sind, sah man in Wien. Denn alle drei Tore der 99ers fielen in Überzahl. Bereits im ersten Powerplay des Abends konnte Miha Verlič (4.PP) das zum ersten Mal zeigen. Auch das zweite Überzahlspiel nutzten die Grazer. Diesmal war es Manuel Ganahl (16.PP). Es war ein bitteres Drittel für den Wiener Kevin Puschnik, denn beide Strafen gingen auf sein Konto. Wien tat sich schwer, da die 99ers ihre Taktik konsequent weiterverfolgten. Kam doch mal ein Hauptstädter durch, stand hinten immer noch ein Dany Sabourin, der nicht zu überwinden war. Für klare Verhältnisse sorgte Manuel Ganahl (41.PP) sehr früh im Schlussdrittel. Die Caps hatten zwar noch die ein oder andere Chance, in den entscheidenden Situationen fehlte aber die Genauigkeit und Entschlossenheit. Damit bleiben die Grazer die Überraschung der bisherigen Saison und überholen in der Tabelle sogar ihren heutigen Gegner.

Orli Znojmo – Black Wings Linz 6:3 (1:2, 1:0, 4:1)

Das Spiel begann zunächst sehr erfolgreich für die Gäste. Rob Hisey (5.) und Fabio Hofer (10.) machten die Tore für die Black Wings, doch wenig später schaffte Martin Podešva (12.) den wichtigen Anschlusstreffer. Bis kurz vor Ende des Mittelabschnitts waren dann jedoch nur noch Strafen zu vermelden. Pavel Rosa (40.PP2) nutze eine doppelte Überzahl aus. Im Schlussdrittel ging es dann schnell. Erst traf Martin Podešva (42.) zum zweiten Mal, dann durften Richard Pavlikovský (47.PP) und Lubomír Štach (48.) einnetzen. Zwischendurch wurden wieder einige Strafen verteilt. Nach dem Anschlusstreffer durch Fabio Hofers (55.PP) zweiten Tor bewies Black Wings Coach Rob Daum Mut und nahm bereits dreieinhalb Minuten vor Spielende Goalie Michale Ouzas von Eis. Den Schlusspunkt setzte jedoch Patrik Novák (57.EN) unter ein Spiel mit unerwartetem Ausgang. Für Znojmo war es der erste Heimsieg in der laufenden Spielzeit, zudem ist man nach dem Siegen gegen Salzburg und Linz klar das Team des Wochenendes.

Die übrigen Sonntagspiele:

HC TWK Innsbruck – Red Bull Salzburg 5:4 n.P. (1:0, 1:2, 2:2, 1:0, 0:0)
Olimpija Ljubljana – Sapa Fehérvár 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
HC Bozen – Klagenfurter AC 1:0 n.P. (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0)
Dornbirner EC – Villacher SV 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)

In der Tabelle ist Red Bull Salzburg (13 Punkte) auf Rang eins. Erster Verfolger sind die Black Wings Linz (12P), die jedoch punktgleich mit dem Überraschungsteam Graz 99ers (12P) und den Vienna Capitals (12P) sind. Auch über den Erwartungen liegen momentan der HC TWK Innsbruck (10P) und Orli Znojmo (8P). Mit Sapa Fehérvár, dem HC Bozen, dem Klagenfurter AC und dem Dornbirner EC folgen vier Team mit sechs Punkten auf den Rängen sieben bis zehn. Der Villacher SV (4P) ist noch immer auf der Suche nach Erfolg und kann sich nur aufgrund der Tore vor Olimpija Ljubljana (4P) halten.

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