Wiener Serie hält anBlick in die EBEL

Der frühere Mannheimer Goalie Drew MacIntyre spielt wieder für Medveščak Zagreb. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Der frühere Mannheimer Goalie Drew MacIntyre spielt wieder für Medveščak Zagreb. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Platz 1: Vienna Capitals, 18 Punkte

Schon Sieg Nummer 18 gegen Linz stellte einen Rekord dar. Das war allerdings ein schweres Stück Arbeit, denn die Stahlstädter verlangten dem Meister alles ab. Phillip Lukas brachte die Linzer nach 30 Minuten in Führung. Mit einem Doppelschlag durch Andreas Nödl im Schlussdrittel wendete sich das Blatt aber nochmal. Beim 5:3-Sieg über Graz war es etwas leichter. Bemerkenswert war hier, dass es fünf verschiedene Torschützen gab, was einmal mehr den ausgeglichenen Kader unterstreicht.

Platz 2: Orli Znojmo, 12 Punkte

Znaim gehört zu den Gewinnern der Woche. In einem starken Spiel lassen sie Dornbirn mit 5:1 keine Chance auf Punkte. Vor allem in den ersten beiden Dritteln spielten die Südmährer mit den Vorarlbergern Katz und Maus. Gegen Zagreb reichte es nach der Verlängerung aber nur zu einem Punkt. Der Grund für die 2:3-Niederlage dürfte im ersten Drittel liegen, da man hier noch überlegen war, aber zu wenig aus den Chancen machte.

Platz 3: HC TWK Innsbruck, 11 Punkte

Das Überraschungsteam der Vorsaison spielt auch dieses Jahr wieder oben mit. Zudem ist der HCI auch ein Garant für torreiche Spiele. Die 3:5-Niederlage gegen Graz war die erste Niederlage der Saison. Gegen die Ungarn aus Fehervar klappte es mit dem Siegen aber wieder. In einer umkämpften Partie behielten die Tiroler mit 4:2 die Oberhand. Der dritte Gegner der Woche waren die inzwischen wiedererstarkten Salzburger. Doch die Innsbrucker 3:6-Niederlage zeichnete sich schon im ersten Drittel ab, als man sich einmal selbst bezwang und einen Überzahltreffer kassierte.

Platz 4: Black Wings Linz, 10 Punkte

Gegen den Seriensieger aus Wien lieferten die Stahlstädter einen ordentlichen Kampf, indem sie in Überzahl in Führung gehen konnten und diese auch bis ins Schussdrittel behaupten konnten. Auch nachdem Andreas Nödl das Spiel zum 2:1-Endstand für die Caps drehte, hatten die Linzer noch ausreichend Chancen zurückzuschlagen. Auch gegen Dornbirn war es ein langer Fight, doch diesmal mit dem besseren Ende für die Black Wings. Sebastien Piché besorgte in der 55. Minute den 4:2-Siegtreffer.

Platz 5: Villacher SV 9 Punkte

Die Villacher Adler hatten diese Woche kein Glück. Mit 2:4 unterlagen sie dem KAC. Allerdings war das eine spannende Angelegenheit. Klagenfurt war schon 3:0 in Front, ehe der VSV zurückkam. Auch gegen Salzburg sollte es nichts werden. Mit 1:3 unterlag man den Red Rulls, die ihren Sieg zwei Überzahltoren verdankten.

Platz 6: Red Bull Salzburg, 9 Punkte

Der Saisonstart war schon mal verpatzt, aber die Mozartstädter legten mit dem Amerikaner Peter Mueller in der Offensive nach. Mit knapp 300 NHL-Spielen und bereits drei Jahren Europa-Erfahrung ist der 29-Jährige ein echter Kracher. Doch nun läuft es sportlich wieder. Zwei Siege lassen die Salzburger um vier Plätze klettern. Zunächst bezwang man Innsbruck mit 6:3 und konnte dann gegen Villach mit 3:1 nachlegen.

Platz 7: Klagenfurter AC, 9 Punkte

Für KAC-Legende Tommy Koch war das Derby gegen Villach sein 900. EBEL-Spiel. In die Torschützenliste konnte er sich nicht eintragen, aber zu einem umkämpften 4:2-Sieg reichte es dennoch. Auch gegen Bozen wurde gewonnen. Doch es war ein knappes 2:1, obwohl die Klagenfurter über weite Strecken das bessere Team waren. Somit sind auch die Klagenfurter ein klares Siegerteam der Woche und steigen um vier Plätze.

Platz 8: KHL Medveščak Zagreb, 8 Punkte

Die Kroaten legten auf der Torhüterposition noch einmal nach. Der 34-jährige Drew MacIntyre kommt von den Adlern Mannheim und war bereits vor seinem Wechsel in die DEL für Zagreb aktiv. Zagreb war zum Handeln gezwungen, da Gašper Krošelj länger ausfallen wird. Da seine Ausrüstung aber bei der Anreise in München hängen blieb, konnte er gegen Graz noch nicht spielen. Doch es reichte auch so zu einem klaren 5:2-Sieg. Das lag an einem bärenstarken Schlussdrittel, das man mit 3:0 gewinnen konnte. Sašo Rajsar schoss dabei zwei Tore. In Znojmo mussten die Kroaten über die Overtime zum Sieg gehen. Für die Entscheidung sorgte Michael Boivin nach 1:12 Minuten.

Platz 9: HC Bozen Alperia, 6 Punkte

Bozen kommt unten nicht raus. Gegen Klagenfurt war man spielerisch klar unterlegen, konnte die Niederlage mit 1:2 aber noch erträglich gestalten. Anders gegen Fehervar. In der Bozener Eiswelle wurde der Gegner schon im ersten Abschnitt mit 5:0 abgeschossen. Bei Spielende stand ein 7:2 auf der Anzeigetafel.

Platz 10: Graz 99ers, 6 Punkte

Die 99ers hatten dreimal die Chance zu punkten, schafften das aber nur einmal und zwar mit 5:3 gegen Innsbruck. Bester Mann war Justin Buzzeo mit zwei Toren und einer Vorlage. In Zagreb hielt man zwei Drittel mit, verlor den Schlussabschnitt aber 0:3 und damit das Spiel 2:5. Auch gegen das Überteam aus Wien war nichts zu holen. In der ansprechenden Partie verlor man am Ende aber 3:5.

Platz 11: Dornbirner EC, 5 Punkte

Eine Woche zum vergessen liegt hinter den Bulldogs. Nach zwei Niederlagen rutscht man in der Tabelle um fünf Plätze zur Vorwoche ab und gehört damit klar zu den Verlierern. Dabei kam man in Znaim mit 1:5 unter die Räder und hatte wenig entgegenzusetzen. Gegen Linz standen die Chancen auf wenigsten einen Punkt lange gut, doch fünf Minuten vor dem Ende wurde auch hier eine 3:4-Niederlage besiegelt.

Platz 12: Sapa Fehérvár, 5 Punkte

Das Schlusslicht bilden die Ungarn von Trainer Benoît Laporte. In Innsbruck sah man ein hart umkämpftes Spiel, doch die Punkte blieben in Tirol. Bei Spielende lag der HCI mit 4:2 in Front. Die zweite Niederlage war ein Debakel. In der Bozener Eiswelle wurde man mit 2:7 aus der Halle geschossen. Dabei reichte den Südtirolern ein starkes erstes Drittel das mit 5:0 endete. Die restlichen vierzig Minuten reichte den Füchsen Schoneishockey.