Wien und Klagenfurt spielen um den TitelEBEL: Halbfinale

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EC Red Bull Salzburg (8) – Vienna Capitals (1) 2:4 (2:2, 0:2, 0:0)
Serie 2:4 (2:6 / 3:1 / 3:1 / 1:2 / 1:4 / 2:4)

Nach dem 4:2-Sieg steht für den Hauptstadtclub die zweite Teilnahme an einer Finalserie fest. Torreich verlief der erste Abschnitt. Adrian Veidman konnte bereits in der achten Minute mit einem strammen Schuss von der blauen Linie zum ersten Mal treffen. Doch drei Minuten später erzielte Andy Kristler den Ausgleich. Diesmal dauerte es nur 69 Sekunden, ehe Tony Romano für die Caps das Tor zur zweiten Führung machte. Kurios jedoch die Entstehung, denn Sekunden zuvor traf Dominique Heinrich den Pfosten des Wiener Gehäuses und die Scheibe schlitterte die Torlinie entlang. Einige roten Bullen hatten wohl schon abgeschaltet, doch das Spiel lief weiter und Romano traf. Sicherheitshalber bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis, dieser zeigte: Heinrichs Schluss war nicht im Tor. Nichts destotrotz rannten die Salzburger weiter an und wurden wiederum nur zwei Minuten später durch das zweite Tor von Kristler belohnt. Er konnte den Puck in Überzahl ins Tor schlenzen. Im Mitteldrittel begannen zunächst die Hausherren besser. Doch als Justin Keller ein Unterzahlbreak erfolgreich für die Gäste abschließen konnte, war Wien wieder auf dem Weg ins Finale. Salzburg verlor nun zusehends den Überblick und konnte in dieser Phase nur noch wenige kontrollierte Aktionen zeigen. Philipp Pinter nutzte das rund vier Minuten vor der zweiten Pause aus, um die Führung zu erhöhen. Im Schlussabschnitt nahm nun Bernd Brückler den Platz von Luka Gracnar im Salzburger Tor ein. Doch die Salzburger Aufholjagd blieb aus. Mehrfach hatte man numerische Überzahlen, doch auch als mal fünf Minuten vor der Sirene mit sechs gegen drei Feldspielern agierte, blieben die ganz großen Chancen aus. Die Caps verteidigten ihre Zone mit Mann und Maus. Spätestens als der Salzburger Mark Cullen in der vorletzten Minute seinen am Boden liegenden Helm aufnahm und dafür die Strafe wegen unkorrekter Ausrüstung in Kauf nahm, anstelle zur Bank zu fahren, war die Entscheidung gefallen. Wien ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich den Platz im Finale. Im Schlussdrittel nahm die Saison zudem ein verletzungsbedingtes Ende für den Salzburger Thomas Raffl. Er blockte einen Schuss und wurde in der Seite getroffen. Danach sackte er zu Boden, spuckt Blut und musste mit einer Trage abtransportiert werden. Inzwischen ist klar, dass sich Raffl einen Lungenriss zugezogen hat.

Klagenfurter AC (3) – Black Wings Linz (2) 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)
Serie 4:2 (1:3 / 3:2 / 1:4 / 4:2 / 3:2 / 3:1)

In der Neuauflage des Finales der Vorsaison hatte in diesem Jahr der Rekordmeister Klagenfurter AC den längeren Atem. Linz war nach der Heimniederlage am Freitag unter Zugzwang und zeigte von Beginn an, dass man weiß, worum es geht. Das Spiel fand vornehmlich in eine Richtung statt, was Daniel Oberkofler mit der Gästeführung in der 13. Minute belohnte. Doch auch in diesem Spiel schied einer der Besten verletzungsbedingt aus. Tommy Koch musste nach einem unglücklichen Zusammenprall, bei dem er einen Schlittschuh in die Seite bekommen hat, zur Untersuchung ins Krankenhaus. Näheres ist bisher nicht bekannt. In der Pausenansprache fand KAC-Coach Christer Olsson offenbar die richtigen Worte, denn seine Rotjacken spielen nun deutlich besser. Der bärenstarke Tyler Scofield konnte dann auch zum Ausgleich treffen. Nachdem im Mittelabschnitt keine weiteren Tore mehr zu sehen waren, agierten beide Teams zu Beginn des Schlussdrittels eher zurückhaltend. Verteidigerhüne Mike Siklenka bescherte dem KAC gut zehn Minuten vor Spielende die Führung mit einem Schuss von der blauen Linie. Wenig später umkurvte Scofield die Linzer Reihen und traf mit seinem zweiten Tor zum Endstand. Linz gab sich noch nicht geschlagen, doch die KAC-Abwehr stand stabil und brachte das Spiel ruhig und besonnen über die Zeit.

Spiel eins der Finalserie zwischen den Vienna Capitals (1) und dem Klagenfurter AC (3) findet am Donnerstag, 28.März, in der Wiener Albert-Schultz-Eishalle statt.