Wien nicht zu bremsenEBEL News

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Doch zuerst ein Blick in die Runde derer, bei denen es um die letzten beiden Play-off-Plätze geht. Hier geht es für den Vorzeigeclub aus der Mozartstadt genau dort weiter, wo es im Grunddurchgang aufgehört hat. Denn der EC Red Bull Salzburg ist momentan eigentlich nur ein Schatten seiner selbst. In der ersten Runde am Dienstag schrammt man nur mit Mühe und Not an einer Blamage gegen den sportlichen Zwerg Dornbirner EC vorbei und benötigt das Penaltyschießen, um 5:4 zu gewinnen. Die Bulldogs führten nach zwanzig Minuten bereits mit 3:0 gegen den Giganten und Salzburgs Coach Pierre Pagé wechselte den Goalie. Nach diesem Zeichen rettete sein Team, was noch zu retten war. Doch am Freitag war es dann zum ersten Mal soweit. Der auf dem Papier haushohe Favorit auf einen Platz im Viertelfinale verlor 2:4 bei den grünen Drachen vom Olimpija Ljubljana. Wieder keine Punkte gab es bei der 4:5-Heimniederlage gegen Fehervar AV19.

Ganz im Stile des bisherigen Saisonverlaufs, reagierten die Salzburger mit einer Spielerverpflichtung. Nachdem die Try-out-Phase beendet ist, stehen jedem Team noch drei Feldspieler und ein Torwartwechsel zu. Seit Sonntagabend ist klar, dass der 28-jährige amerikanische Verteidiger Danny Richmond vom finnischen Club Pelicans Lahti zu den Red Bulls stößt.

Tabellenführer in der Qualifikationsrunde ist der HC Orli Znojmo. Zwar verlor man am ersten Spieltag völlig überraschend 2:3 gegen den HC Innsbruck, doch mit einem klaren 7:1-Erfolg beim Dornbirner EC und einem 5:1-Sieg über Olimpija Ljubljana unterstreichen die Tschechen ihre Ambitionen auf ein Viertelfinalticket.

In der Zwischenrunde der Teams die bereits für das Viertelfinale qualifiziert sind, ist der Hauptstadtclub zurzeit das Maß der Dinge. Ein 3:0-Sieg der Vienna Capitals beim Rekordmeister Klagenfurter AC treibt diesem erst einmal Falten auf die Stirn. Das nächste Zu-Null-Spiel folgte am nächsten Spieltag. Diesmal besiegte man die Graz 99ers mit 2:0. Die ersten Gegentore der Zwischenrunde gab es erst im dritten Spiel. Fast wurde es gar noch schlimmer, denn gegen den Villacher SV lag man nach 40 Minuten mit 0:2 zurück. Doch der ehemalige Schwenninger, Augsburger und Hamburger DEL-Spieler Francois Fortier wurde zum gefeierten Helden des Spieles. Erst konnte der Wiener einen Rebound zum Anschlusstreffer verwerten und knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene jagte er die Hartgummischeibe unter die Latte. Dem nicht genug, besorgte er auch nach 27 Sekunden in der Verlängerung den 3:2-Siegtreffer.

Ebenfalls die maximale Punktausbeute konnte Titelverteidiger Black Wings Linz einfahren. Bei den Graz 99ers lag man nach dem ersten Abschnitt 0:2 zurück, doch im Mitteldrittel überrannte der Meister die 99ers mit 5:2. Am Ende hieß es 7:4. Auch gegen den Villacher SV musste man einem 1:3-Rückstand nachlaufen und wieder drehte man das Spiel im Mittelabschnitt zu einem 4:3-Sieg. Das dritte Comeback mussten die Linzer bei KHL Medvescak Zagreb aufs Eis legen. Hier sogar zweimal, denn erst lag man 0:2 und später 2:4 zurück. In der Verlängerung war es letztendlich der ehemalige Krefelder, Mannheimer und vor allem Düsseldorfer Andy Hedlund, der für den 5:4-Sieg nach Verlängerung sorgen konnte.

Die restlichen Spiele:

Platzierungsrunde:
Villacher SV - KHL Medvescak Zagreb         4:2
KHL Medvescak Zagreb - Klagenfurter AC 5:4
Graz 99ers - Klagenfurter AC 1:2

Qualifikationsrunde:
Fehervar AV19 - Olimpija Ljubljana 2:3
HC Innsbruck - Fehervar AV19 1:4
Dornbirner EC - HC Innsbruck 4:3

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