Wien marschiert und marschiertEBEL-Finale

Wien jubelt: Die Capitals sind gut ins EBEL-Finale gestartet. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)Wien jubelt: Die Capitals sind gut ins EBEL-Finale gestartet. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)
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Vienna Capitals – Klagenfurter AC
Play-off-Stand: 2:0

Die erste Runde im Finalduell gewannen die Hauptstädtermit 4:1. Tony Vause (7.) und Riley Holzapfel (20.) sorgten im ersten Abschnitt für die Führung. Thomas Hundertpfund (12.) hatte zwischendurch die dicke Chance zum Ausgleich, doch sein Schuss landete an der Latte. Was Hundertpfund nicht gelang, holte Stefan Geier (31.PP) im zweiten Drittel nach. Doch es sollte der einzige Treffer der Rotjacken bleiben. Der Ex-DEL-Verteidiger Aaron Brocklehurst (37.PP) stellte wenig später den alten Abstand wieder her. Im Schlussabschnitt machten die Caps aber nur noch das Nötigste, sodass der KAC zu einigen Chancen kam und das Spiel optisch offen war. Für den Endstand sorgte Jerry Pollastrone (56.) nach einer feinen Aktion die er mit der Rückhand abschloss.

Beim Sender Sky Sport Austria HD äußerte sich nach der Partie Wiens Coach Serge Aubin: „Wir spielten defensiv sehr stark und kreierten Chancen. Es war ein gutes Spiel nach zehn Tagen Pause. Mir gefiel der Start sehr gut. Ich bin zufrieden, dass wir die Kleinigkeiten richtig gemacht haben. Wir haben gefühlt, dass wir im Spiel drinnen sind. Es gab sehr viel Positives zu Beginn. Wir haben hart gearbeitet damit wir hier starten können und genießen diesen Moment.“ Sein Gegenüber Mike Pellegrims meinte: „Wien war besser. Sie waren heute die bessere Mannschaft. Wir werden das Spiel analysieren und uns vorbereiten auf das nächste Spiel. Wir waren nicht aggressiv genug.“

Die Analyse und Vorbereitung muss sehr gut geklappt haben, denn Jamie Lundmark (5.PP), Thomas Koch (11.) und Matt Neal (15.PP) sorgten für eine bis hierhin beruhigende Drittelführung. Zwei der drei Tore waren zwar äußerst glücklich, doch Tor ist Tor. Wien tat sich sehr schwer mit dem Rückstand umzugehen, denn die erste Hälfte des zweiten Abschnittes war fest in Rotjackenhand. Aaron Brocklehurst (34.) ließ dann aber wieder Hoffnung in den Reihen der Caps aufkeimen. Wien nun besser dabei, doch das Tor wollte nicht fallen. Kaum hatte das Schlussdrittel begonnen, sorgte Marco Brucker (42.) für das vierte KAC-Tor. Eine Vorentscheidung? Nicht in diesem Spiel, nicht gegen diese Wiener. Doch auch dieses Tor fiel in die Kategorie „Glückstreffer“ und es beendete den Tag von Goalie Jean-Philippe Lamoureux. Für den Rest der Partie stand David Kickert zwischen den Pfosten. Damit setzte Serge Aubin ein Zeichen und das zeigte Wirkung. Ryan McKiernan (44.) verkürze kurz nach dem Wechsel. Aubin bewies Mut und nahm bei mehr als drei zu spielenden Minuten seinen Goalie vom Eis. Jamie Fraser (58.) und Rafael Rotter (59.) brachten das Spiel dann tatsächlich noch in die Verlängerung. In dieser machte Jerry Pollastrone (72.) dann das Caps-Comeback endgültig perfekt und sicherte dem Hauptstadtclub die 2:0-Serienführung.

KAC-Coach Mike Pellegrims äußerte sich wie folgt nach dem Spiel: „Das ist Play-off-Hockey, das gehört dazu. Du musst 60 Minuten das Spiel durchziehen, das haben wir nicht gemacht. Wir haben ein bisschen aufgehört, Eishockey zu spielen, und dann passieren die Sachen.“ Und weiter: „Wir müssen jetzt aufstehen, Kopf hoch und dann weitermarschieren. Was letztes Jahr war oder im Halbfinale war, das können wir nicht mehr ändern. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Wir leben in diesem Moment.“ Serge Aubin meinte: „Es war ein verrücktes Spiel. Das war natürlich nicht der Start, den wir geplant haben. Wir haben ihnen viel zu viel Platz gegeben und haben auch nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben nach dem ersten Drittel darüber gesprochen, sind ruhig geblieben, sind dann zurück zu unserer Arbeit gekommen und haben dann einen Weg gefunden das Spiel für uns zu entscheiden.“