Weiße Westen für Salzburg und WienEBEL-News

Dornbirn rutscht aus, Salzburg obenauf. Die roten Bullen gewinnen mit 5:1. (Foto: Imago)Dornbirn rutscht aus, Salzburg obenauf. Die roten Bullen gewinnen mit 5:1. (Foto: Imago)
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Red Bull Salzburg – Graz 99ers 6:4 (3:2, 2:1, 1:1)

Bereits am Donnerstag startete der dritte Spieltag der EBEL und er begann rasant. Bereits nach 17 Sekunden brachte Olivier Latendresse (1.) die Gäste in Führung. Doch bei diesem Tor sollte es in einem unterhaltsamen Eröffnungsdrittel nicht bleiben. Thomas Raffl (6.PP), John Hughes (12.PP) und Ben Walter (18.) brachten die Bullen nach vorne. Die 99ers waren in der Verteidigung nicht entschlossen genug. Für Graz reichte es aber noch zum Anschluss durch Anders Bastiansen (20.PP). Auch im Mitteldrittel wirkte die Grazer Verteidigung zum Teil pomadig und unbeweglich. Alexander Rauchenwald (27.) und Michael Boivin (36.) konnten das für RBS nutzen. Da war der zwischenzeitliche Anschluss von Luke Walker (29.PP) nur ein Schönheitsfehler. Im Schlussdrittel wurde noch je einmal getroffen. Erst war es David Meckler (51.) für Salzburg und nur Sekunden später Matt Kelly (51.) für Graz. Am Ende bleibt für die Grazer die Erkenntnis: Offensive Hui, Defensive Pfui.

Klagenfurter AC – Sapa Fehérvár 3:6 (2:3, 0:2, 1:1)

Unter dem Strich sind die Rotjacken vor allem im ersten Drittel am eigenen Kopf gescheitert, denn immer wenn man selbst traf, schlugen die Ungarn postwendend zurück.  Zwar konnte man früh durch Schweden-Rückkehrer Thomas Hundertpfund (3.PP) in Führung gehen, doch Frank Banham (6.) und Andrew Sarauer (10.) drehten das Spiel genauso schnell. Thomas Hundertpfund (14.PP) konnte zwar nochmal ausgleichen, das war aber zum letzten Mal im Spiel. Bence Sziranyi (15.) schoss die Führung wieder heraus, wobei KAC-Goalie Pekka Tuokkola alles andere als einen glücklichen Eindruck hinterlassen hat. Im Mittelabschnitt sorgten Jeff LoVecchio (33.) und Frank Banham (37.PP2) für eine Vorentscheidung. Fehérvár spielte es geschickt zu Ende, da machte auch der Anschlusstreffer von Jakub Koreis (59.) nichts, vor allem da Csaba Kovács (60.PP) prompt erneut zurückgeschlagen hat.

Black Wings Linz – HC Bozen 5:2 (2:0, 2:2, 1:0)

Am Samstag war für den Meister in Linz nichts zu holen. Im ersten Abschnitt spielten fast ausschließlich die Stahlstädter und gingen verdient nach den Toren von Andrew Kozek (8.) und Jason Ulmer (12.PP) zurück in die Kabine. Ausgeglichener waren die Spielanteile im schnellen Mittelabschnitt. Doch die Bozener Anschlusstreffer von Tom Zanoški (26.) und Anton Bernard (35.PP) konnte Linz immer wieder durch Tore von Fabio Hofer (30.) und Andrew Kozek (36.) parieren. Im Schlussabschnitt schickt Franklin MacDonald (46.) den Meister endgültig nach Hause.

Die übrigen Freitagspiele:

Dornbirner EC – Vienna Capitals 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
Olimpija Ljubljana – Orli Znojmo 2:5 (1:3, 0:2, 1:0)
Villacher SV – HC TWK Innsbruck 5:1 (2:0, 0:1, 3:0)

Orli Znojmo – HC Bozen 2:3 (1:2, 0:1, 1:0)

Bozen kann doch noch siegen, doch leicht war es nicht. Rick Scholfield (6.) brachte den Meister in Führung, nur wenige Sekunden machte Matt Sisca (7.) den Doppelschlag perfekt. Roman Tomas (18.PP) konnte jedoch noch vor der ersten Pause den Anschluss herstellen. Bereits nach 35 Sekunden im Mitteldrittel erhöhte Justin Keller (21.) per Rückhand und stellte den alten Abstand wieder her. Znojmo versuchte einiges, doch die Südtiroler Abwehr war in diesem Drittel nicht mehr zu überwinden. Erst Jakub Grof (50.PP) konnte nochmal ein Überzahlspiel nutzen. Am Ende blieb es aber beim knappen Bozener Sieg.

HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)

Auch der Hauptstadtclub tat sich am Sonntag schwer. Innsbruck versteckte sich nicht und verlangte den Caps alles ab. Jeff Ulmer (14.PP) brachte den HCI sogar in Führung, die zu diesem Zeitpunkt auch verdient war. Innsbruck hatte sogar mehrfach die Chance zu erhöhen. Fast schon schmeichelhaft war der Ausgleich durch Patrick Peter (28.PP). Die Führung durch Kris Foucault (30.SH) stellte das Spiel gar ein wenig auf den Kopf. Wien gehörte nun aber der Rest des Mitteldrittels. Die Hausherren kamen jedoch gut erholt aus der zweiten Pause und Matt Siddall (44.) stellte die Partie wieder auf Anfang. Brett Carson (49.PP) besorgte später jedoch den Wiener Siegtreffer. Innsbruck lief Sturm gegen das Hauptstadttor, doch am Ende gingen die Punkte nach Wien.

Red Bull Salzburg – Dornbirner EC 5:1 (2:1, 0:0, 3:0)

Was Bozen zum ersten Mal in dieser Saison gelungen ist, ist für die Salzburger Routine. Die Mozartstädter eilen von Sieg zu Sieg und zeigten heute dem DEC seine Grenzen auf. Nachdem es bereits früh die ersten Strafen für beide Teams gab, gingen die Gäste durch Jamie Arniel (7.) sogar in Führung. Nach 60 Minuten mussten die Vorarlberger aber feststellen, dass es der Ehrentreffer war. Schon im ersten Abschnitt drehten Brian Fahey (12.PP) und Troy Milam (20.) die Partie. Im Mittelabschnitt sah man zwar immer noch ein gutes und schnelles Spiel, doch außer einigen Strafen und einen verschossenen Penalty von Martin Grabher-Meier gab es nichts zu vermelden. Bis die Vorentscheidung und Entscheidung gefallen waren, dauerte es jedoch. Erst Ryan Duncan (52.) und Thomas Raffl (54.) sorgten für eine beruhigende Führung. Den Schlusspunkt setzte Matthias Trattnig (59.SH) in Unterzahl.

Die übrigen Sonntagspiele:

Sapa Fehérvár – Olimpija Ljubljana 4:0 (1:0, 1:0, 2:0)
Villacher SV – Graz 99ers 5:1 (2:1, 0:0, 3:0)

Die zum vierten Spieltag gehörende Partie zwischen dem Klagenfurter AC und den Black Wings Linz findet am kommenden Donnerstag statt. Daher ist die Tabelle leicht unvollständig. Ganz oben stehen jedoch die noch ungeschlagenen Clubs von Red Bull Salzburg (8 Punkte) und Vienna Capitals (8P). Ebenfalls ungeschlagen, aber eben ein Spiel weniger, haben die Black Wings Linz (6P). Auf Rang vier folgt das bisherige Überraschungsteam Sapa Fehérvár (6P). Die Graz 99ers (5P) und der Villacher SV (4P) folgen. Klagenfurter AC (2P) sollte am Donnerstag gewinnen, da man sonst wieder früh den Anschluss an die Spitzengruppe verliert. Orli Znojmo, HC TWK Innsbruck, Dornbirner EC und HC Bozen (alle 2P) lauern. Den letzten Platz nehmen die noch immer punktlosen Drachen von Olimpija Ljubljana (0P) ein.