Vienna Capitals sind Team der WocheEBEL-News

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In Laibach sind offensichtlich noch immer keine Gehälter ausbezahlt worden. Der erste Spieler der daraus seine Konsequenzen gezogen hat, ist der in der DEL bestens bekannte Kanadier Jeff Ulmer. Er hat die Drachen verlassen und sucht nun eine neue Herausforderung. Auch bei Goalie Jerry Kuhn stehen die Zeichen nach wie vor auf Abschied. Für ihn soll aber schon ein Nachfolger in den Startlöschern stehen. Hierbei handelt es sich um Alex Westlund, er führte Olimpija Ljubljana 2007/08 in seinem ersten EBEL-Jahr bis ins Finale. Wenn alle nötigen Behördengänge und Formalitäten erledigt sind, soll er Kuhn ersetzten.

Bei den Vienna Capitals holte man sich Verstärkung in der Abwehr. Der Europareisende André Lakos, der auch einige Monate bei den Kölner Haien sein Glück versuchte, wechselt zurück an die Donau. Er begann die Saison beim tschechischen Extraligisten KLH Chomutov, wo man vor wenigen Wochen den Vertrag auflöste.

In Dornbirn ist der Wechsel des letztjährigen Berliner Eisbären Jamie Arniel endgültig unter Dach und Fach gebracht worden. Leidtragender der Verpflichtung ein anderer ehemaliger DEL-Spieler. Der für die Hamburg Freezers und Iserlohn Roosters aktive Brendan Brooks musste seinen Schrank in Dornbirn räumen. Ganz freiwillig lösten die Dornbirner den Vertrag mit Brooks, der in 25 Spielen sechs Tore und neun Vorlagen vorweisen kann, aber nicht auf. Vielmehr ist Brooks ein Opfer der EBEL-Punkteregelung, denn mit Arniel überschritt das Team die 60-Punkte-Grenze. Manager Alexander Kutzer sagt gegenüber Vorarlberg Online: „Wir mussten uns von einem Spieler trennen. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.“

Auch bei den Graz 99ers konnte mit der Unterschrift von Center Roland Kaspitz alles geregelt werden.

Das Gegenstück zum DEL-Disziplinarausschuss nennt sich in der EBEL Department of Player Safety (DOPS). Dort wurde nun eine Sperre von einem Spiel gegen Fehérvár-Coach Marty Raymond ausgesprochen. Das DOPS ist der Auffassung, dass Raymond „seine Spieler nicht im erforderlichen Maß unter Kontrolle hatte.“ Und weiter: „Aus Sicht des DOPS ist es die Verantwortung des Headcoaches, wenn Spieler sich in einer Art und Weise verhalten, die der Integrität des Sportes schaden. Die Werte des Eishockeysports werden nicht durch Raufereien, übertriebene Härte oder gar Massenraufereien von mehreren Spielern repräsentiert.“ Grund der Strafe ist eine Szene aus dem Spiel gegen die Graz 99ers. Coach Raymond soll seinen Verteidiger Attila Orban nach dem Tor zum 3:1 in die Centerposition zum Anspiel geschickt haben, jedoch nicht, um das Bully zu spielen, sondern um eine Schlägerei anzuzetteln.

26.11.13
Orli Znojmo – Villacher SV 4:5 (0:3, 1:2, 3:0)

Furioser als dieses Spiel startete, kann ein Eishockeyspiel kaum beginnen. Nach etwas mehr als vier Minuten führten die Gäste durch die Tore von Markus Peintner, Gerhard Unterluggauer und Brock McBride bereits mit 3:0. Nach dem zweiten Tor musste Sasu Hovi seinen Arbeitstag im Tor der Tschechen räumen. Für ihn kam Backup Filip Landsman. Im Mittelabschnitt kamen dann auch die Hausherren durch Verteidiger Lubomir Stach erstmals auf die Anzeigetafel. Dabei konnte er eine einfache Überzahl nutzen. Überzahl ist auch das Wort das dem Mittelabschnitt prägte, denn die Strafen fielen wie die Blätter im Herbst. Somit war es nur folgerichtig, dass die nächsten VSV-Tore durch Derek Ryan und erneut Unterluggauer in numerischer Überzahl fielen. Somit stand es nach 40 Minuten 5:1 für die Gäste und alles sah aus, als wäre die Partie entschieden. Doch Znaim startete im Schlussdrittel die Aufholjagd. Als Jiri Beroun und Richard Pavlikovský bis zur 59. Minute verkürzen konnten, nahm Caoch Jiri Reznar seine Goalie vom Eis. Doch der nächste Anschlusstreffer von Ales Sova war zu spät. Am Ende ging den Hausherren einfach die Zeit aus.

29.11.2013
HC TWK Innsbruck – Sapa Fehérvár 3:4n.V. (1:0, 2:0, 0:3, 0:1)

Was Znojmo nicht gelang, das gelang den Ungarn aus Székesfehérvár. Doch zunächst hatten die Innsbrucker den besseren Start und gingen früh durch einen Überzahltreffer von Alexander Höller in Führung. Schon im ersten Drittel hatten die Hausherren mehrfach beste Gelegenheiten, diese auszubauen, doch es dauerte bis kurz nach Wiederbeginn, ehe Luke Salazar erhöhen konnte. Und wieder musste ein Torhüter sein Gehäuse verlassen. Für Miklos Rajna kam Bence Bálizs. Doch auch er konnte Salazars zweites Tor nicht verhindern. Damit schien auch dieses Partie vorzeitig entschieden. Aber auch hier starteten die roten Teufel ihre Aufholjagd. Frank Banham und Csaba Kovács brachten die Ungarn wieder in Schlagweite. 46 Sekunden vor Toreschluss war es Ric Jackman, der die Begegnung in die Overtime schickte. In dieser machten es die Teams bin in die Schlusssekunde spannend. Doch bei Spielzeit 64:59 brachte Viktor Tokaji die Scheibe zum Sieg über die Linie und beendete damit die Aufholjagd erfolgreich.

01.12.2013
Villacher SV – Red Bull Salzburg 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Villach entwickelt sich für Salzburg zum roten Tuch. Denn am Freitag beendeten die Adler die zwölf Spiele dauernde Siegserie der Salzburger. Diese wollten sich dafür natürlich am Sonntag revanchieren, doch erneut gingen die Kärntner als Sieger vom Eis. Salzburg mit dem besseren Start ins Spiel, doch das erste Tor machten die Hausherren durch Marco Pewal. Auch im zweiten Drittel kam der Tabellenführer besser aufs Eis zurück, und wie im ersten Abschnitt jubelten nur die Adler. Diesmal traf Benjamin Petrik. Im Schlussdrittel beschränkte sich der VSV lange darauf, das Ergebnis zu verwalten. In der 55. Minute sorgte Daniel Nageler nach einem Unterzahlkonter für die Entscheidung. Evan Brophey konnte für die Jackson-Truppe nur noch Ergebniskorrektur betreiben.

Die weiteren Ergebnisse der Woche:

26.11.13
Sapa Fehérvár – Olimpija Ljubljana 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)
Dornbirner EC – Klagenfurter AC 2:3n.P. (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1)
Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 4:2 (3:0, 1:1, 0:1)
Vienna Capitals – Graz 99ers 4:3 (2:0, 1:0, 1:3)

28.11.2013
Graz 99ers – HC Bozen 1:4 (1:0, 0:0, 0:4)

29.11.2013
HC TWK Innsbruck – Sapa Fehérvár 3:4n.V. (1:0, 2:0, 0:3, 0:1)
Black Wings Linz – Klagenfurter AC 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)
Red Bull Salzburg – Villacher SV 3:4 (0:1, 1:3, 2:0)

30.11.2013
HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 3:7 (2:1, 0:4, 1:2)
Dornbirner EC – Sapa Fehérvár 5:3 (2:0, 2:1, 1:2)
HC Bozen – Orli Znojmo 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)

01.12.2013
Klagenfurter AC – Graz 99ers 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)
Dornbirner EC – Orli Znojmo 1:2n.P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1)
HC Bozen – Vienna Capitals 2:5 (0:2, 1:2, 1:1)

In der Tabelle führt nach wie vor Red Bull Salzburg mit 42 Punkten. Die Verfolger aus Bozen und Villach folgen mit je 38 Punkten. Das Team der Woche aus Wien steht auf Rang vier mit 36 Punkten. Fünfter ist Znojmo, Sechster Linz mit je 33 Punkten.

Klagenfurt klettert wieder, steht aber mit 30 Punkten nur auf Rang sieben. Die Verlierer der Woche aus Graz finden sich auf Platz acht mit 29 Punkten wieder. Gefolgt von Fehérvár (25P), Dornbirn (24P), Innsbruck (15P) und Ljubljana (11P).